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AKTUELL
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30.10.2017
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Wasserschloss Klaffenbach benötigt Dauerausstellung zur Schlossgeschichte
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Das Wasserschloss Klaffenbach hat sich in den letzten Jahren zu einer überregional bekannten Sehenswürdigkeit von Chemnitz entwickelt. Nicht zuletzt durch Fernsehsendungen die aus dem Schlosshof live übertragen werden, ist es deutschlandweit bekannt geworden.
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Das Wasserschloss Klaffenbach besitzt eine wechselvolle Geschichte, die ein halbes Jahrtausend in die Vergangenheit reicht. Allein das Schlossgebäude von 1616 mit seiner Anlage als Wasserschloss ist in Sachsen einmalig. Der Schlosskomplex hatte über die Jahrhunderte eine Vielzahl von Eigentümern, die eng mit dem Sächsischen Herrscherhaus verbunden waren. Es gab dort im Zuge der Französischen Revolution 1790 einen Bauernaufstand. Nicht zuletzt war der Schlosskomplex in der DDR ein Jugendwerkhof.
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Vor Ort erfährt man von dieser langen und wechselvollen Geschichte des Schlosskomplexes sehr wenig; zusammengefasst in einem kurzen Text im Eingangsbereich des Schlossgebäudes. Vieles ist über dieses Schloss in Chemnitz unbekannt. Die Geschichte des Reichsarbeitsdienstes dort oder des Jugendwerkhofes ist nie öffentlich beschrieben worden. Wer war eigentlich der Architekt des außergewöhnlichen Schlossgebäudes? Wie ist es in das Baugeschehen jener Zeit einzuordnen? Es soll zwei Bilder des Gebäudekomplexes aus dem 16. Jahrhundert geben. Wer hat sie je gesehen? Wer war eigentlich Wolf Hünerkopf, der erste Eigentümer des Lehngutes und wie lebte er dort? Was weiß man über seinen Umgang mit den Menschen die in den Dörfern lebten die zum Schloss Neukirchen gehörten? Was befand sich vor dem Schloss Neukirchen dort? Es soll da schon eine Burg existiert haben.
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Vor einiger Zeit brachte das MDR Fernsehen eine Dokumentation über eine Frau, die die Geschichte ihrer Mutter erfahren wollte, welche im damaligen Jugendwerkhof lebte. In der Dokumentation war ein Besuch im Wasserschloss Klaffenbach zu sehen und es herrschte Ratlosigkeit, dass man vor Ort nichts über den ehemaligen Jugendwerkhof erfahren kann.
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Das Wasserschloss Klaffenbach ist mit Personal besetzt und es gibt umfangreiche räumliche Möglichkeiten. Ein viertel Jahrhundert nach der Rekonstruktion der Gebäude muss für das Wasserschloss Klaffenbach endlich eine umfangreiche Dauerausstellung erarbeitet werden die über die Jahrhunderte lange interessante Geschichte des Schlosskomplexes berichtet.
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30.10.2017
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Chemnitz - Kulturhauptstadt Europas 2025 - Darf es wieder ein Kunstwerk an der Kaßbergauffahrt sein?
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Chemnitz besitzt in der Innenstadt eine ganze Reihe an interessanten Kunstwerken im öffentlichen Raum. Meist stammen sie aus der DDR.
Viele markante Punkte in der Innenstadt und in deren Bereich könnten allerdings auch noch durch neue Kunstwerke interessanter gestaltet werden. Ein solcher Ort ist die Kaßbergauffahrt. Dort befand sich schon einmal ein Kunstwerk. Es war die in der ganzen Stadt bekannte Statue „Diana - Göttin der Jagd“ von Prof. Hans H. Liebmann. Im Rahmen der Metallspende des deutschen Volkes ging diese Staute während des Zweiten Weltkrieges für Chemnitz verloren.

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Es wäre eine Idee an der Kaßbergauffahrt ein neues Kunstwerk aufzustellen. Vielleicht kann das ein Projekt im Rahmen der Bewerbung der Stadt um den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“ sein.
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Fotografie:
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Historische Aufnahme der Statue „Diana - Göttin der Jagd“ an der Kaßbergauffahrt
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29.10.2017
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Interessante Chemnitzer Geschichte im Zuge von Neubauprojekten in der Chemnitzer Innenstadt sichtbar machen
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Mit dem Neubau des Innenstadtquartiers „Neue Johannisvorstadt“ ergeben sich interessante Möglichkeiten für die Gestaltung des öffentlichen Raumes dort. Die Baufelder befinden sich auf historischem Grund. Über Jahrhunderte befand sich an der Johanniskirche ein kleinteiliges Viertel mit Straßen und Gassen. Machen wir die Historie die sich mit diesem Ort verbindet sichtbar und geben dem Neubauquartier eine Chemnitzer Identität.
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Neben der Johanniskirche auf der kleinen von einer Mauer abgegrenzten Wiese befanden sich einst Grabanlagen. Alte Stiche zeigen, dass es u. a. Grüfte waren und  die Gräber teilweise aufwendige Aufbauten besaßen. Die Gräber wurden vermutlich wie der gesamte Johanniskirchfriedhof in den 1920er Jahren beräumt. Ob sie unterirdisch noch existieren, ist nicht bekannt. Einige der meist barocken Aufbauten der Gräber dort, befinden sich heute im Lapidarium auf dem Schlossberg.
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Vermutlich waren in den Gräbern Chemnitzer Bürger beigesetzt, die höher gestellt waren und dementsprechend interessante Biographien und vielleicht sogar Verdienste um Chemnitz hatten. Es wäre eine Idee, diese Biographien im Rahmen der Gestaltung des öffentlichen Raumes in der Neuen Johannisvorstadt, sichtbar zu machen. Das könnte z. B. durch eine künstlerisch gestaltete Installation geschehen, die mit Texten und Bildern vom Leben dieser Chemnitzer Bürger berichtet. Zusätzlich könnte dort  auch über die lange Geschichte der Johanniskirche informiert werden. Gästeführer, die Touristen durch die Chemnitzer Innenstadt führen, hätten so auch einen interessanten Anlaufpunkt an der Stelle.
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Fotografien:
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Der Bereich der ehemaligen Grabanlagen vor der Johanniskirche
Die Johanniskirche mit den Grabanlagen um 1840 (kleine Fotografie)
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28.10.2017
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10 Jahre Bürgerinitiative stadtbild chemnitz
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Die Hainstraße sollte um ein Haus kürzer werden
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Es ist erst wenige Jahre her, da hatten die Chemnitzer Kommunalpolitik und die Stadtverwaltung Chemnitz so wenig Vertrauen in die Zukunft meiner Heimatstadt Chemnitz, das sie im Schulterschluss ein Gründerzeithaus nach dem anderen abreisen ließen bzw. dem Unternehmen den Weg dafür bereiteten, welches das hauptsächlich umgesetzt hat.
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Ich aber hatte vertrauen in Chemnitz und habe mich gegen die Gebäudeabrisse engagiert. Inzwischen haben meine Aktivitäten mehrere dutzend historische Gebäude und Fabriken in Chemnitz gerettet. Das war nicht immer einfach, denn auf einem Großteil der Strecke, stand ich mit meiner Kritik an den Verhältnissen in Chemnitz alleine da. Unterstützt hat mich niemand. In der Erinnerung sehe ich mich noch im Fernsehen mit meiner Fürsprache für den Erhalt dieser Gebäude auftreten und im nächsten Augenblick das Interview mit OB Ludwig, diese die Abrisse eisern verteidigend.
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Im November wird stadtbild chemnitz 10 Jahre alt. Das ist eine lange Zeit für die Bürgerinitiative eines einzelnen. Da man mich am Ende immer schnell vergisst muss ich die Erinnerung selbst organisieren.
Ein besonders schöner Augenblick in den letzten 10 Jahren war die Rettung des Hauses Hainstraße 93. Das ist kein besonderes Haus und es interessierte sich auch niemand dafür. Kaputt wie es damals war,  war es aber noch authentisch erhalten wie es in seiner Entstehungszeit gebaut worden war. Das ist in Chemnitz etwas Besonderes. Da ich den Schlüssel zum Haus hatte, konnte ich mich mit dem Gebäude näher beschäftigen und es gefiel mir. Faszinierend fand ich den morbiden Charme des Hauses. Alles Alte war noch da aber es war total verfallen und im Gebäude stapelte sich der Müll. Hinter dem Eingang stand ein Polyplay-Spielautomat aus der DDR. Den kannte ich noch aus meiner Kindheit. Bei eBay fand ich einen Käufer dafür und der Automat musste nicht auf den Müll.

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2009 kam das Haus in die Insolvenzmasse eines Bauträgers. Zu dieser Zeit hatte ein solches Gebäude in der Lage Sonnenberg und Hainstraße bei Investoren keine Chance. Das sah auch der Insolvenzverwalter so und befürchtete Auflagen der Stadt bzgl. der baulichen Sicherung des Hauses. Eine solche Maßnahme ist im Rahmen einer Insolvenz nicht leistbar, so gab er das Gebäude aus der Insolvenzmasse frei. Damit war es wieder in der Verantwortung seines insolventen Eigentümers, der ob seiner Insolvenz natürlich keinerlei Möglichkeit hatte zu agieren. Im Grunde war das Haus damit herrenlos.
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In dieser Zeit wurden solche Häuser in Chemnitz eines nach dem anderen abgerissen und die verantwortlichen Akteure waren in den Verfahren dazu geübt und von der Kommunalpolitik unterstützt. Auch bei der Hainstraße 93 begann sogleich diese Maschinerie zu arbeiten. Es wurden Fördermittel für den Abriss des Hauses organisiert, die Aberkennung des Denkmalstatuses war reine Formsache und die übliche Begründung der Bauzustand des Hauses gefährdet die Sicherheit des öffentlichen Raumes, lag auch hier parat.
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Jetzt musste man schlau sein und ich war schlau. Ich warb einen Investor für das Haus und überzeugte den Eigentümer das Haus an diesen Investor zu verkaufen. Da der Eigentümer insolvent war, hätte er den Kaufpreis für das Haus sofort abgeben müssen. Also musste der Eigentümer überzeugt werden das Gebäude für einen symbolischen Preis von einem Euro zu verkaufen. Das geschah.
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2011 wurden dann die öffentlichen Mittel, die eigentlich für den Abriss des Hauses vorgesehen waren, für dessen bauliche Sicherung eingesetzt. In den vergangenen zwei Jahren ist die Hainstraße 93 dann denkmalgerecht saniert worden. Ich freue mich heute jedes Mal, wenn ich an dem Haus vorbeikomme.
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Viele andere schöne historische Chemnitzer Gebäude haben es in der Zeit nicht geschafft. Die dafür Verantwortlichen sind damit durchgekommen und erklären heute öffentlich, dass sie nichts bereuen. Das lastet auf Chemnitz. Die Bevölkerung war gegen diese vielen Abrisse.
Was diese Menschen sich unter Stadtentwicklung vorstellen und wie sie mit Chemnitz umgegangen sind, das kann man heute neben der Hainstraße 93 sehen. Dort wurden damals ein Eckhaus und ein Reihenmehrfamilienhaus aus einer intakten Gründerzeitbebauung herausgerissen. Dafür gab es Fördermittel und nachfolgend für die Gestaltung der Brachen und Giebelwände mit bunter Kunst auch.

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Das ist eines von vielen Erlebnissen aus 10 Jahren stadtbild chemnitz. Heute, meine inzwischen teils schon sanierten Chemnitzer Baudenkmale zu sehen, ist besser wie einen der vielen Denkmal-Preise zu bekommen, die für immer die gleichen theoretischen akademischen Ansichten in Sachen Denkmalschutz und Städtebau vergeben werden, die in Chemnitz aber alle versagt haben und durch Engagement, Talent und Mut geschlagen wurden.
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Fotografien:
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Das Haus Hainstraße 93 im Jahr 2010 (1 u. 3)
Das Haus Hainstraße 93 heute (2)
Aus den originalen Bauunterlagen zum Haus (3)
Die Abrisslücken neben dem Haus an der Hainstraße (4)
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15.09.2017
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Ein neuer Name für einen Teil der Bahnhofstraße in einer zukünftig kleinteiligeren Innenstadt
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Schon im Rahmen des Gutachterverfahrens zur Weiterentwicklung der Chemnitzer Innenstadt haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie die kleinteiligere neue bauliche Gestaltung der Innenstadt im Bereich der Bahnhofstraße auch in Straßennamen seine Beachtung finden kann und dazu für die vier Straßen im Entwurf für die Baufelder an der Johanniskirche Vorschläge gemacht, welche die alten Straßennamen dort aufnehmen oder sich an ehemaligen bekannten Orten dieses Teils der Innenstadt orientieren. So schlugen wir für die Straßen und den kleinen Platz dort die Namen: Hospitalstraße, Kirchweg, Am Goldnen Anker und Johanniskirchplatz vor.
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Ein Kern der Chemnitzer Innenstadtentwicklung ist die Neubebauung und Neugestaltung der Bahnhofstraße. Mit dem neuen städtebaulichen Entwurf der dort in den nächsten Jahren umgesetzt wird, verschwindet die jahrzehntelange großmaßstäbliche städtebauliche Anlage dieses Teiles der Chemnitzer Innenstadt.
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Mit dieser Maßnahme sollte nach unserer Ansicht darüber nachgedacht werden, die aktuelle Benennung der Bahnhofstraße über diese lange Strecke von der Deutschen Bank bis zum Hauptbahnhof aufzugeben und eine Neubenennung der Bahnhofstraße zwischen der Deutschen Bank und dem Kreuzungsbereich Augustusburger Straße vorzunehmen.
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Der Name „Bahnhofstraße“ in diesem Teil der Innenstadt, entstand erst nach der Wende als man die Otto-Grotewohl-Straße umbenannte. „Bahnhofstraße“ hat in diesem Teil der Innenstadt keinen örtlichen oder historischen Bezug zur Stadt. Ein neuer Name dieses Teiles der Bahnhofstraße mit einem Bezug zu Chemnitz könnte im Entwicklungsprozess der Chemnitzer Innenstadt nach unserer Ansicht, eine sehr positive Wirkung entfalten.
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Für einen neuen Namen dieses Teiles der Bahnhofstraße schlagen wir nicht die Benennung nach einer Person vor sondern einen Namen der sich z. B. auf die Geografie oder die Historie der Stadt Chemnitz bezieht. Die Stadtverwaltung plant im Zuge der Baumaßnahmen auch eine Neugestaltung der Bahnhofstraße, u. a. mit Bäumen. Es wäre eine Idee, diesen Straßenabschnitt mit „-Allee“ enden zu lassen. Die Umbenennung sollte erfolgen noch vor dem Bau der neuen Gebäude an der Bahnhofstraße damit diese nicht die neuen Adressen betrifft.
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Der Kreuzungsbereich Bahnhof-, Brücken- und Augustusburger Straße wird in Zukunft geschlossen umbaut sein. Einen solchen großstädtischen Platz hatten wir in der Chemnitzer Innenstadt bisher nicht. So könnte diese Kreuzung als Platz funktionieren und der Stefan-Heym-Platz, der heute nur ein Vorplatz vor dem Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz ist, mit seinem Namen auf den gesamten heutigen Kreuzungsbereich erweitert werden.
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Die neue städtebauliche Entwicklung der Chemnitzer Innenstadt muss nach unserer Ansicht ganzheitlich betrachtet werden. Straßen- und Platznamen sind ein Teil dieser Entwicklung. In Zukunft könnte in einer dann neu gebauten Innenstadt an der Bahnhofstraße, diese einen passenderen Namen haben und an einem größeren Stefan-Heym-Platz enden. Das anliegende Viertel „Neue Johannisvorstadt“ könnte als einer der Gründungsorte der Stadt Chemnitz mit Straßennamen die an diese für Chemnitz bedeutende Historie erinnern, ein kleines Stück Tradition und Identität in der neuen Innenstadt sein.
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Blick in die Bahhofstraße in der Chemnitzer Innenstadt, 2017
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Die Figurengruppe „Vier Tageszeiten“ von Johannes Schilling - ein Vorschlag für einen neuen Standort
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Vandalismus und Witterungseinflüsse im Park am Schloßteich sind die Gründe dafür, dass der Stadtrat der Stadt Chemnitz die Stadtverwaltung Chemnitz damit beauftragt hat, einen neuen Standort für die Statuengruppe „Vier Tageszeiten“ zu finden.
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Den derzeit bevorzugten Standortvorschlag des Stadtrates, Theaterplatz, sehen wir kritisch. Mit einer Positionierung der Statuen vor dem Theaterplatz an einem neu gebauten Treppenaufgang würde die historische Ansicht des Theaterplatzes zerstört und eine Vorstellung von Historie ungesetzt, die so nie existiert hat. Das wäre dann ein romantisches Gebilde, das mit Chemnitz nichts zu tun hat.
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In Dresden, an der Brühlschen Terrasse, wirken die Statuen an einer steigenden Treppe mit ihrer Vorderansicht in die Stadt hinein. Nach diesem Vorbild der Wirkung der Statuengruppe ist die historische Anlage im Schlossteichpark entworfen.  In Chemnitz am Theaterplatz stünden die vier Statuen an einer absteigenden Treppenanlage mit der Rückansicht zur Stadt. Man sehe sie von der Straße der Nationen von hinten in den Theaterplatz absinken. Ein solcher historisierender Aufbau dieser Platzseite des Theaterplatzes wäre zudem eine Abgrenzung des Platzes hin zur modernen Stadt der 1960er Jahre an der Straße der Nationen. Die heutige Gestaltung dieser Platzseite mit dem Theatron und dem Pavillon als Eingang zur unter dem Platz liegenden Tiefgarage, scheint uns unter dieser Maßgabe, gelungen.
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Die Statuengruppe wäre wahrscheinlich auch am Theaterplatz über die Wintermonate zum Schutz umbaut. Am jetzigen Standort sind die Statuen fünf Monate über die Wintermonate umbaut. Wie sähe das am Theaterplatz aus?
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Chemnitz hat wenige authentische historische Orte. Schon die Aufgabe des ganzheitlichen historischen Entwurfes des Schloßteichparkes, wäre mit dem Entfernen der vier Statuen ein großer Verlust.
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Könnten die Statuen am Standort Schlossteichpark nicht auch dadurch geschützt werden, indem man die Bäume an den Plastiken zurückschneidet, diese mit Kameras überwacht und sie regelmäßiger pflegt? Dieser Ansatz war im Diskussionsprozess um den Erhalt der Statuen zu schnell aufgegeben worden. Die Denkmalbehörden hatten für die Zukunft der Statuengruppe eine eigene Vorstellung, nämlich die, diese an den Theaterplatz zu versetzen. Und sie waren sehr geschickt darin, diese Vorstellung dem Stadtrat als einzig mögliche Lösung darzustellen. In einer jüngeren Aussage der Stadtverwaltung zu diesem Vorhaben, wurden die Kosten für einen Umbau des Theaterplatzes und das Versetzen der Figurengruppe dahin, auf mehrere Millionen Euro, geschätzt.
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Gäbe es nicht auch einen anderen neuen Standort für die Figurengruppe in der Innenstadt als den am Theaterplatz? Ein neuer Standort für die Plastiken hat verschiedene Kriterien zu erfüllen. Die vier Statuen sind für eine Untersicht geschaffen. Diese kann mittels eines Treppenaufganges hergestellt werden. Die großen Plastiken müssen zudem städtebaulich anhand ihrer Größe und ihrer Proportionen eingeordnet werden können. Das bauliche Umfeld muss eines sein, das mit den historischen Plastiken ergänzt wird oder durch diese einen interessanten Kontrast erhält.
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Der Treppenaufgang Am Wall zum Park am Roten Turm, entspricht nach unserer Ansicht diesen Anforderungen. Er hat einen Höhenunterschied auf zwei Ebenen, der wenig  anders ist als der am Theaterplatz und er ist auch breit genug. Dort, mitten in der modernen Innenstadt in der Nachbarschaft zum Park mit dem Wasserspiel, zum historischen Roten Turm und zu den neuen Gebäuden der Stadthalle, der Galerie Roter Turm und deren benachbarten neuen Bauten, ergäbe sich nach unserer Ansicht ein sehr interessanter Kontrast mit den Vier Tageszeiten, deren neuklassizistischer Entwurf am Anfang der Industrialisierung stand, die Chemnitz geprägt hat. Dort wären die Plastiken langfristig beachtet und nicht nur ein Beiwerk wie am Theaterplatz.  Für so ein Vorhaben müsste der heutige Treppenaufgang entfernt und architektonisch an die Statuengruppe angepasst, neu gebaut werden.
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Würde man diesen Gedanken weiterverfolgen, müsste man sich auch damit befassen, der Straße „Am Wall“ städtebaulich eine andere Bedeutung zu geben. Es böte sich dazu ein kleinerer Neubau an der Straße vor dem Parkhaus an. Das würde die Funktion der Straße als Einzelhandelsstandort verbessern und dem massigen Gebäude des Parkhauses am Wall die Dominanz nehmen. Dieses neue Gebäude könnte ein 5 - 7-geschossiges Wohn- und Geschäftshaus sein, das in den unteren Etagen Einzelhandel und Gewerbeflächen anbietet und in den oberen Geschossen Wohnraum. Ein solches Gebäude könnte von hinten über den Parkplatz an der Stadthalle erschlossen werden.
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Der Bodenrichtwert beträgt in diesem Bereich der Innenstadt 1040 Euro/m². Der Verkauf einer Fläche von 500 m² Grundstück am Wall für ein solches Bauprojekt, würde die Fläche dort der Stadt gehören, brächte 500.000 Euro und könnte einen Teil der Kosten für den Umbau der Treppe und das Versetzen der Statuengruppe decken.
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Das ein solches Bauprojekt in der Immobilienwirtschaft Interesse finden könnte und in den nächsten 5 Jahren eine Umsetzung möglich wäre, ist wahrscheinlich.
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Fotografien:
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(1) Der Treppenaufgang Am Wall zum Park am Roten Turm
(2) Das vorgeschlagene Baufeld am Wall
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03.09.2017
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Der Wochenmarkt vom Marktplatz an der Brückenstraße als Verbindung zur oberen Straße der Nationen und zum Brühl
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Im Rahmen der Brühl-Entwicklung und der Überlegungen für Planungen die Innenstadt hinter dem Gebäudekomplex am Karl-Marx-Monument durch Neubauten in Richtung des Theaterplatzes und des Brühls zu erweitern, ist viel darüber diskutiert worden, wie man die „Barriere“ dorthin, einer für heutige Verhältnisse, viel zu breiten Brückenstraße überwinden könnte. Auch die Einzelhandelssituation im oberen Teil der Straße der Nationen wird in dem Zusammenhang diskutiert und die breite Brückenstraße wird als ein Grund für deren Situation genannt.
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Schon im Chemnitz der Vorkriegszeit war die Brückenstraße die breiteste Straße in der Innenstadt. Das hatte seinen Grund in der historischen städtebaulichen Entwicklung der Stadt. Oberhalb der Brückenstraße entstand seit dem Ende des 18. Jahrhunderts die erste Stadterweiterung in Chemnitz. Die heutige Brückenstraße stellte eine Art Grenze zwischen der alten und der neuen Stadt dar. Zudem floss durch die heutige Brückenstraße offen der Gablenzbach. Die Gebäude oberhalb der Straße waren mit Brücken erschlossen.
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Diese breite Brückenstraße war über Jahrzehnte der Standort für den Brückenmarkt. Das war der Wochenmarkt der Stadt Chemnitz. Im Laufe des 19. Jahrhunderts und besonders im frühen 20. Jahrhundert war das Verkehrsaufkommen auf dem Marktplatz so groß geworden, bzw. waren auf dem Marktplatz und dem Neumarkt die bekannten Standbilder und ein großes Wasserspiel aufgestellt worden, das auf dem Marktplatz kein Platz mehr für den Wochenmarkt war und dieser an das Hedwigbad in der Nähe der Markthalle verlegt wurde und dann über Jahrzehnte bis in die 1960er Jahre seinen Platz in der Brückenstraße fand. Dort wurde der „Brückenmarkt“ zu einer Chemnitzer Institution.
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Heute suchen wir nach einer Möglichkeit, die breite Brückenstraße in die neue kleinteiligere bauliche Stadtentwicklung einzubinden und den oberen Teil der Straße der Nationen näher an den Kern der Innenstadt zu führen. Die Brückenstraße vor dem Karl-Marx-Monument soll in Zukunft umgestaltet werden. Die Planungen sehen vor, dass die Brückenstraße eine Straßenbahn erhält, der öffentliche Raum in Bezug auf die Fahrspuren neu geordnet wird und die Straße mit Baumpflanzungen als Allee gestaltet wird. Im Zuge dieser Maßnahmen, wäre zu überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre den Wochenmarkt vom Marktplatz dauerhaft in die Brückenstraße zu verlegen. Damit könnte die Barrierewirkung der Brückenstraße nach unserer Ansicht nachhaltig aufgehoben werden. Ein neuer Chemnitzer „Brückenmarkt“ hätte zudem für die Händler wie auch für die Stadt ein Alleinstellungsmerkmal und damit eine ganz andere Wirkung als nur ein Wochenmarkt. Zudem würde damit eine Art neues Zentrum innerhalb der Innenstadt geschaffen, was die Weiterentwicklung der Innenstadt in Richtung des Brühls sehr unterstützen könnte.
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Der heutige Wochenmarkt auf dem Marktplatz platzt aus allen Nähten. Der Marktplatz ist vollständig zugestellt. Ein attraktives Bild gibt das nicht. Der architektonisch interessante Platz kommt nicht mehr zur Geltung. Der Marktplatz und der Neumarkt, wären diese vom Wochenmarkt befreit, könnten für die Spezialmärkte, wie das Weindorf und für kulturelle Veranstaltungen vorgehalten werden. Das käme der Qualität des Platzes mehr entgegen. Zudem hätte die Gastronomie am Marktplatz, die dort dringend gebraucht wird, für ihre Außengastronomie mehr Raum. In Zukunft wird es vor dem Alten Rathaus wahrscheinlich auch einen Marktbrunnen geben, der nicht mit Verkaufsständen umbaut sein sollte. In einem kleinen Maße könnten am Marktplatz mit speziell gestalteten Marktständen, wenige Händler mit einem ausgesuchten Angebot neben dem großen Brückenmarkt  eine viel bessere Ergänzung für eine attraktive Innenstadt sein.
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Fotografien:
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(1) Die Brückenstraße 2017
(2) Der Brückenmarkt in der Brückenstraße in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

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19.08.2017
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Viele Unterschriften und spannende Kommentare für den Chemnitzer Bärenbrunnen
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Mit ca. 1.400 Unterschriften geht am Freitag die Petition „Ja zur Wiedererrichtung des Chemnitzer Bärenbrunnens“ zu Ende. Über drei Monate sammelten Yvonne Weber, Lars Fassmann und Sandro Schmalfuß von der Initiative zur Wiedererrichtung des Chemnitzer Bärenbrunnens, Unterschriften online und mit Unterschriftenbögen. Am Montag dieser Woche kamen wir zusammen mit dem Stadtrat Andreas Wolf-Kather von der Wählervereinigung VOSI und Andreas Felber, Geschäftsführer der Fraktionsgemeinschaft VOSI/PIRATEN im Chemnitzer Stadtrat auf unserem Infostand am Chemnitzer Marktplatz mit den Bürgern ins Gespräch und sammelten nochmals 139 Unterschriften für den Bärenbrunnen.
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In den Kommentaren der Online-Petition, wie auch am Montag in den Gesprächen am Infostand wurde deutlich, das sich die Chemnitzer Bürger eines für die Innenstadtentwicklung besonders wünschen: Das traditionelle Element, das mit Chemnitz zu tun hat. Das kam bisher bei der Innenstadtentwicklung zu kurz und wird von den Bürgern vermisst.
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Wir nehmen den positiven Ausgang der Petition und unsere Gespräche mit den Bürgern zum Anlass uns weiter für eine Rekonstruktion des Bärenbrunnens zu engagieren. Die Fraktionsgemeinschaft VOSI/PIRATEN wird einen Prüfantrag zur Wiedererrichtung des Bärenbrunnens in den Stadtrat zur Abstimmung einbringen und weiterhin dazu das Gespräch mit der Stadtverwaltung Chemnitz und dem Baubürgermeister Michael Stötzer suchen.
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Wir schließen mit einem der vielen Kommentare aus der Online-Petition:
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Jörg Hoffmann aus Chemnitz am 21.05.2017
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Der Bärenbrunnen war mir in meiner Kindheit sehr vertraut. Historische Kleinode wie dieses sind in Chemnitz äußerst rar. Um sich in einer Stadt heimisch zu fühlen bedarf es Urbanität und Tradition. Eine Wiedererrichtung des Bärenbrunnens könnte dazu einen Beitrag leisten. Es ist ein Jammer, das derartige Anliegen in unserer Stadt kein Gehör finden.
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[Link zur Petition]
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Sandro Schmalfuß, Yvonne Weber, Lars Faßmann - Initiative zur Wiedererrichtung des Chemnitzer Bärenbrunnens
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12.07.2017
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Zu Besuch beim Bärenbrunnen
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Am Montag besuchten Yvonne Weber, Sandro Schmalfuß, Andreas Wolf-Kather und Lars Faßmann von der Initiative zur Wiedererrichtung des Chemnitzer Bärenbrunnenens bzw. von der Wählervereinigung VOSI im Chemnitzer Stadtrat den ehemaligen Bärenbrunnen.
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Einen Teil des Chemnitzer Kleinodes gibt es noch. Mit einer Ratsanfrage hatten wir diesen im Bauhof der Stadtverwaltung Chemnitz im Küchwald aufgespürt. Dort steht am Waldrand das große Brunnenbecken des Bärenbrunnens, das viele sicher noch aus ihrer Kindheit als Teil des Wasserspiels vor dem Sporthaus an der Theaterstraße kennen.
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Dieses Brunnenbecken war um 1960 nach dem Umzug des Bärenbrunnens von der Brückenstraße zum Vorplatz am neuen Sporthaus angefertigt worden. Die Plastik mit den drei Bären ist wie bekannt, Anfang 2000 gestohlen worden. Die Stele auf der sich die Plastik befand war vor dem Abtransport des Wasserspiels von der Theaterstraße noch vorhanden, ist heute aber nicht mehr auffindbar.
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Wir setzen uns für eine Rekonstruktion des Bärenbrunnens und einem Wiederaufstellen des beliebten Chemnitzer Wasserspiels ein. Dazu müssen das Brunnenbecken aufgearbeitet werden, die Plastik anhand von Fotografien und Filmaufnahmen neu angefertigt werden ebenso die Stele auf der sich die Plastik befand sowie die Bodenplatte des Bärenbrunnens und es muss eine neue Technische Anlage für das Wasserspiel gebaut werden.
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Viele Chemnitzer Bürgerinnen und Bürger sowie Menschen aus ganz Deutschland und der Welt haben uns in den vergangenen Wochen mit Ihrer Unterschrift und Ihren Kommentaren für die Online-Petition „Ja zur Wiedererrichtung des Chemnitzer Bärenbrunnens“ unterstützt und motiviert.  Vielen Dank dafür.
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Die Online-Petition kann noch bis zum 18.08.2017 gezeichnet werden. Wir bitten weiter um Unterschriften und freundlichen Kommentaren zu dem Vorhaben.
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Sie finden die Petition unter dem folgenden [Link]:
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Sandro Schmalfuß, Yvonne Weber, Lars Faßmann - Initiative zur Wiedererrichtung des Chemnitzer Bärenbrunnens
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Fotografien:
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(1) Das Brunnenbecken des Bärenbrunnens im Bauhof Küchwald
(2) Sandro Schmalfuß, Yvonne Weber, Lars Faßmann und Andreas Wolf-Kather am Brunnenbecken
(3) Der Bärenbrunnen am Sporthaus in den 1960er Jahren

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31.05.2017
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Ja zum Bärenbrunnen - Das sagen die Bürger
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Seit einigen Tagen ist die Petition „Ja zur Wiedererrichtung des Chemnitzer Bärenbrunnens“ online und wurde bereits 775 Mal unterschrieben.  Die Unterzeichner verfassten in der kurzen Zeit auch 190 Kommentare zur Petition und deren Ziel. Diese Kommentare sind geschlossen ein Votum für die Wiedererrichtung des Bärenbrunnens und ein Chemnitz das sich bei der Stadtentwicklung mehr seiner Historie erinnert und widmet. Die Bürger haben erkannt, dass dies unserer Stadt fehlt.
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Warum der Stadtrat und die Stadtverwaltung bei ihren Plänen und Entscheidungen diesbzgl., wie z.B. den Abrissen der vielen Gründerzeithäuser, Fabriken und Ballhäuser, dem Abrissvorhaben des Eisenbahnviadukts Annaberger  Straße, dem Abrissvorhaben des Stadionturmes im Sportforum, dem allzu unbedarften Umgang mit Neubauprojekten und deren „moderner“ Architektur in der Innenstadt, dem jahrelangen Nein zu einem Marktbrunnen, dem Nein zur dauerhaften Öffnung des Hohen Turmes oder zuletzt dem Nein zur Wiedererrichtung des Bärenbrunnens und den vielen Ideen für Chemnitz, die ob dieser Haltung in Politik und Verwaltung gar nicht erst vorgetragen werden und kein Engagement finden so weit weg vom Bedarf der Bürger an Heimat, Schönheit, Qualität und Identität sind, lässt sich nur damit erklären, das wenige Entscheider in der Kommunalpolitik und der Stadtverwaltung mit der Möglichkeit ihrer Positionen und ihres Talentes immer wieder ihre eigenen Ansichten durchsetzen und nicht auf die Bürger eingehen.
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Anbei finden Sie einige der Kommentare.
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Alle Kommentare und deren Verfasser können Sie unter diesen [Link] lesen:
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* Weil ich den Brunnen aus meiner Kindheit kenne und die Bären als kleines Kind geliebt habe! Das sollte man den heutigen kleinen Chemnitzern nicht vorenthalten!
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* Weil der Bärenbrunnen einfach schön ist und eine Stadtbelebung wäre. Eine Stadtbelebung, die Chemnitz dringend braucht, denn nicht nur Lärm zieht Menschen in eine Stadt, sondern auch Oasen der Ruhe. Chemnitz hat auch eine Geschichte, von der im Krieg leider sehr viel zerstört wurde, die man aber wenigstens an einigen kleinen Punkten wieder aufbauen kann.
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* Mein Vorname ist URSULA...! Logisch, dass ich da für die Restaurierung des Chemnitzer Bärenbrunnens bin! Helft bitte, ALL IHR ANDEREN! Unterschreibt diese Petition!
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* Weil ich von der Ansicht der Stadträte maßlos enttäuscht bin und diese gerade sehr rückwärtsgewannt und kurzsichtig empfinde. Das Stadtbild könnte noch viel mehr bildhauerische Denkmale, Brunnen, gartenarchitektonische Gestaltung vertragen. Modernes und Traditionelles bringen, stehen für Vielfalt und auch Geschichtsbewusstsein, ohne den es die Gegenwart nicht gebe. Es ist einfach nicht zu glauben, was für ein Geist sich da unter den Stadträten breit gemacht hat. Ich werde innerhalb meiner Volksbühnenmitglieder um Zustimmung zur Petition nachsuchen. Gut, dass es diese Petition gibt.
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* Der Brunnen ist mir noch augensichtlich bekannt und gehört zu meiner Heimatstadt CHEMNITZ !!!
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* Mir ist es wichtig, dass Kunstwerke aus vergangener Zeit für die nächsten Generationen erhalten bleiben bzw. wieder hergerichtet werden.
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* Als gebürtiger Chemnitzer empfinde ich die bisherige Entscheidung als Katastrophe. Es grenzt an Bilderstürmerei. Der Brunnen hat zwei Weltkriege überstanden und wird nun mit unangemessenen Argumenten torpediert. Das kann und darf nicht sein.
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* Die Bürger lieben diesen Brunnen, er ist außerdem ein Kunstwerk. Er gehört einfach in das Stadtbild!
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* Als geborener Chemnitzer vom Jahrgang 1939 erfreute ich mich als Kind an den 3 Bären noch an der Brückenstraße. Muss man sich seiner Stadtgeschichte schämen? Und diese Stadträte wollen Chemnitz zur Kulturhauptstadt machen? Was in Chemnitz an Denkmalen als modern gilt ist am Projekt Marktbrunnen ersichtlich wo steht er?
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* Den Brunnen kenn ich noch als Kind. Nicht alles war schlecht.
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* Als gebürtiger "Karl-Marx-Städter“ ist mir dieser Brunnen aus meiner Kindheit noch gut bekannt. Er gehört zur Tradition von Chemnitz/Karl-Marx-Stadt. Wenn er nicht so frevelhaft geklaut worden wäre, würde er heute noch am Sporthaus stehen. Aus diesem Grunde soll er auch wieder entstehen.
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* Da es nur so geht und normale Kritik untergeht.
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* Weil zu einer Stadt der Moderne auch Denkmäler aus der Vergangenheit gehören.
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* Wir hatten schon mal eine Zeit, in der von "Oben" bestimmt worden ist, was an KUNST in dieser Stadt ausgestellt werden darf. Am Kunstverständnis einiger unserer Stadtverordneten wage ich sehr zu zweifeln.
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* Zum Erhalt historischer Stätten in allen europäischen Kommunen.
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* Ich bin 48 und wohne seither in Chemnitz, schlimm genug daß der Brunnen zerstört wurde, umso schlimmer die negativen Einstellungen zum Wiederaufbau!
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* Diese Petition ist mir wichtig, weil es mein Anliegen ist, altes Kulturgut zu erhalten.
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* Ich bin Jahrgang 1985. Häufig bin ich als Kind an diesem Brunnen vorbei gegangen und habe mich immer über diesen schönen Brunnen gefreut. Darüber hinaus halte ich es für falsch diesen Brunnen als "historisch" zu bezeichnen, auch wenn er vor über 100 Jahren aufgestellt wurde. Die Plastik ist jedoch zeitlos schön. Außerdem stellt sich mir die Frage, warum denn in einem möglichen neuen Johannisquartier nicht etwas stehen soll, was in Chemnitz schon länger bekannt ist. Dies könnte man nämlich auch als verbindendes Element des neuen Viertels mit der "alten" Stadt erkennen.
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* Weil der Bärenbrunnen nun mahl zu Chemnitz gehört und er mich an meine Großeltern erinnert ...
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* Der Bärenbrunnen war mir in meiner Kindheit sehr vertraut. Historische Kleinode wie dieses sind in Chemnitz äußerst rar. Um sich in einer Stadt heimlich zu fühlen bedarf es Urbanität und Tradition. Eine Wiedererrichtung des Bärenbrunnens könnte dazu einen Beitrag leisten. Es ist ein Jammer das derartige Anliegen in unserer Stadt kein Gehör finden.
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* Es ist der Bärenbrunnen und er gehört zum Stadtbild dazu wie auch der Rote Turm.
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* Weil dieser Brunnen einfach zu "meiner Stadt" gehört. Ich kenne ihn, seit ich denken kann. Den "braunen" Hintergrund, den die Grünen da aus dem Hut gezaubert haben ist ein Witz und macht diese Truppe (offenbar Abgehängter) noch unwählbarer. Mögen sie schnell in der Schublade der Geschichte verschwinden.
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* Kann der Argumentation der Gegner nicht folgen. Die Gründe für die Ablehnung sind an den Haaren herbeigezogen. Für mich ist das Bilderstürmerei
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* Gebt den Menschen Poesie und Romantik, auch in der sog. "modernen" Stadt! In bloßen Betonschließfächern "moderner" Städte degenerieren sie! Es geht um die Bewahrung des Einmaligen, des Unwiederbringlichen, des Unverwechselbaren, des Liebenswerten, um all das, was mich erkennen lässt, hier ist meine Heimat, hier fühle ich mich heimisch und wohl, jetzt! Wohl jeder, der lange weg war, möchte doch bei der Heimkehr sagen können: "Mir wird warm ums Herz, wenn ich den Bärenbrunnen wieder sehe!" "Die Entwurzelung ist bei weitem die gefährlichste Krankheit der menschlichen Gesellschaft." Sie begünstigt Vandalismus, sogar in der ach so "modernen" Stadt!
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* Weil es um Chemnitzer Geschichte und Chemnitzer Kultur geht. Wir wollen nächstes Jahr ein Stadtjubiläum feiern? Wir bewerben uns um den Titel "Kulturhauptstadt Europas? Das hat auch alles mit Kultur und Geschichte zu tun, die eben nicht erst nach 1945 oder 1990 anfängt, sondern sehr viel früher. Damit sollten sich unsere Damen und Herren Stadträte dringend auseinandersetzen und ihre Hausaufgaben im Fach "Chemnitzer Geschichte" machen.
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* Weil ich für den Bärenbrunnen stimme.
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Wir engagieren uns für die Wiedererrichtung des Chemnitzer Bärenbrunnens mit dem noch vorhanden Brunnenbecken und einer Replik der auf zahlreichen Fotografien und Filmaufnahmen dokumentierten Brunnenplastik von Otto Pilz.
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Bitte helfen Sie mit und unterzeichnen Sie die Petition: Ja zur Wiedererrichtung des Chemnitzer Bärenbrunnens.
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Sie finden die Petition unter folgendem [Link]:
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Sandro Schmalfuß, Yvonne Weber, Lars Faßmann – Initiative zur Wiedererrichtung des Chemnitzer Bärenbrunnens

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28.05.2017
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Wie der Bärenbrunnen nach Chemnitz kam
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Das künstlerische Kleinod mit den drei Bären des Tierbildhauers Otto Pilz, das Generationen von Chemnitzer und Karl-Marx-Städter Kindern in der Erinnerung geblieben ist, war einmal an zwei Standorten in der Chemnitzer Innenstadt zu Hause. Zuerst, seit 1914, befand sich der Bärenbrunnen an der Brückenstraße, Ecke der damaligen Königstraße auf einer kleinen Straßeninsel vor dem Zeitungskiosk der dort damals stand. Das war noch bis in die zweite Hälfte der 1950er Jahre so, als sich an der Straßenkreuzung nach der Zerstörung der alten Gebäude im Zweiten Weltkrieg, interimsweise ein Neubau mit Verkaufseinrichtungen befand.
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Damals besaß der Bärenbrunnen noch sein originales rundes Brunnenbecken. Es bestand aus Muschelkalk und wurde von einem quadratischen Sockel getragen. Darauf befand sich innenliegend ein großer Würfel auf den die drei Braunbären aus Bronze, neugierig nach vorn bzw. in das Wasserbecken schauten. Der Brunnen war ca. 2 Meter hoch.
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Zum ersten Mal öffentlich zu sehen war der Bärenbrunnen im Jahr 1910 in Dresden bei der 1. Ausstellung der Künstlervereinigung Dresden in den Räumen der Königlichen Kunstakademie im Ausstellungspalast an der Brühlschen Terrasse. In Chemnitz wurde man im Jahr 1913 auf den Bärenbrunnen aufmerksam als er auf der internationalen Baufachausstellung in Leipzig ausgestellt war.
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Am 27.03.1914 berichtete das Chemnitzer Tageblatt Nr. 86 folgendes:
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Bärenbrunnen Chemnitz
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Auf der Internationalen Baufachausstellung in Leipzig war ein kleiner Zierbrunnen von Bildhauer Otto Pilz in Blasewitz aufgestellt, der insbesondere auch in seiner Bekrönung mit einer Gruppe junger Bären sehr reizvoll wirkte und den Wunsch auftauchen ließ, ihn für unsere an solchen Schmuck armen Stadt zu erwerben und hier auf öffentlichen Platze aufzustellen. Herr Fabrikdirektor Bruno Salzer erklärte sich Herrn Stadtrat Lehmann, Vorsitzenden des Verschönerungsvereins, gegenüber in dankenswerter Weise bereit, die Mittel für Erwerbung und Aufstellung des Brunnens zu stiften, während die Stadt nur die Kosten für die Wasserzuführung zu tragen hat.
Als Platz der Aufstellung wurde im Einvernehmen mit Herrn Stadtbaurat Möbius und Architekt Wagner der Vorplatz vor dem Zeitungshäuschen an der Brückenstraße, im Zuge der Königstraße, gewählt, nicht in axialer Stellung, sondern seitlich vor dem Fenster des Häuschens.
Die Bärengruppe ist aus Bronze, der übrige Brunnen mit Wasserbecken aus Muschelkalk. Die Höhe des Brunnens, der auf einem etwa 20 cm hohen Podest zur Aufstellung gelangt, beträgt 2 Meter.
Die Stadtverordneten beschäftigen sich in ihrer gestrigen Sitzung mit dieser Brunnenstiftung. (Siehe Sitzungsbericht) Berichte des Verfassungsausschusses.

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Herr Dr. Bräger berichtet zur Ratsvorlage, betreffend die Aufstellung eines der Stadtgemeinde schenkungsweise überlassenen Brunnens (Bärenbrunnen) an der Brückenstraße. Der Verfassungsausschuß empfiehlt dem Kollegium durch den Berichterstatter, dem Ratsbeschlusse beizutreten und sich mit der Aufstellung des Bärenbrunnens an der Brückenstraße einverstanden zu erklären, sowie die Kosten für die Wasserzuführung im Betrage von 310 M. aus laufenden Mitteln zu bewilligen. Dem Vorschlag wird debattenlos gegen einen Stimme zugestimmt.
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Der Bärenbrunnen überstand zwei Weltkriege und alle politischen Umbrüche im 20. Jahrhundert. Einmal bestand jedoch die Gefahr der Einschmelzung der Bären. Mit einem als „Geheim“ bezeichneten Formblatt zur Meldung von Bronze- und Kupferbildwerken wurden 1917 die Bären mit einem Metallgewicht von 125 kg und einem geforderten Preis für die Plastik von 2.400 M. zur Meldung an die Metall-Mobilmachungsstelle der Kriegsrohstoff-Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums Berlin erfasst. Letztendlich wurde aber dem Antrag der Stadt Chemnitz auf Erhaltung wegen des künstlerischen Wertes und als einer „glücklichen Bereicherung der an guten künstlerischen Schmuck armen Innenstadt“ entsprochen.
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Mit der Umgestaltung der Karl-Marx-Städter Innenstadt und dem Umbau der Brückenstraße zur Karl-Marx-Allee ab ca. 1960 bekam der Bärenbrunnen einen neuen Platz im Stadtzentrum. Mit einem neuen Brunnenbecken wurde er am Platz vor dem neuen Sporthaus an der damaligen Wilhelm-Pieck-Straße (Theaterstraße) aufgestellt. Dort saßen die drei Bären auf einer quadratischen Säule aus glattem, rötlichem Gestein, welche sich vor dem Wasserauffangbecken befand.
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Dort ist die Brunnenplastik im Zeitraum vom 10.-23. Februar 2000 gestohlen worden.
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Quelle: Otto Pilz, Akademischer Tierbildhauer (1876-1934), Sein Leben und Wirken
Fotografie: Der Bärenbrunnen an der Brückenstraße in Chemnitz um 1940, Filmarchiv Chemnitz, Fotosammlung

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21.05.2017
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Petition: Ja zur Wiedererrichtung des Chemnitzer Bärenbrunnens
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Anliegen:
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Die Stadtverwaltung Chemnitz und der Stadtrat der Stadt Chemnitz werden mit der Rekonstruktion des historischen Chemnitzer Bärenbrunnens, unter der Verwendung der erhaltenen Teile des Brunnenbeckens und mit einer detailgenauen Kopie der Brunnenplastik von Otto Pilz aus dem Jahr 1914, wie sie sich bis zu deren Diebstahl im Jahr 2000 auf dem Zierbrunnen befand, sowie dem funktionstüchtigen Aufstellen des Zierbrunnens in der Chemnitzer Innenstadt beauftragt. Der Standort des Wasserspiels soll sich entweder an seinem alten Standort vor dem Sporthaus an der Theaterstraße befinden und mit Mitteln der Kommune finanziert werden oder auf dem Platz im neu entstehenden Innenstadtquartier "Neue Johannisvorstadt" und dort hauptsächlich aus den Erlösen aus den Grundstücksverkäufen für die dortigen Bauprojekte finanziert werden.
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Einen entsprechenden Beschlussantrag zur Wiedererrichtung des Chemnitzer Bärenbrunnens lehnte der Stadtrat der Stadt Chemnitz in der Stadtratssitzung am 10. Mai 2017 hauptsächlich mit diesen Begründungen ab:
Zitate aus der Debatte im Stadtrat:

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- „Diese Art der Romantik gehört nicht in unsere Zeit“
- „Zu dem modernen Wohnquartier „Neue Johannisvorstadt“ in der Chemnitzer Innenstadt [wo der Bärenbrunnen neu aufgestellt werden sollte] gehören auch moderne Kunstwerke und nichts Altes."
- „Wir leben in der jetzigen Zeit und in der jetzigen Zeit soll es jetzige Kunstwerke geben.“
- „So eine Stadt entwickelt sich ja auch in dem es, was Neues gibt und nicht dadurch, dass man alles was schon Mal da war, was schön war, auch wieder hinstellt.“
- „Den Bärenbrunnen gibt es nicht mehr und es ist nicht Aufgabe der Stadt einen neuen Bärenbrunnen zu schaffen.“
- „Der Standort „Neue Johannisvorstadt“ soll es nicht sein.“
- „Wir müssen auch nicht alles, was in der Stadt mal da war, neu hinstellen.“

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Der Dresdner Künstler des Brunnens Otto Pilz war fast 20 Jahre nach dem Bau des Bärenbrunnens 1914, mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933, in die NSDAP eingetreten und starb ein Jahr später. Ein Stadtrat trug dies in der Debatte als Argument gegen die Rekonstruktion des Bärenbrunnens vor.
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Eine Ratsfraktionen forderte in der Stadtratssitzung einen Prüfauftrag für die Rekonstruktion des Bärenbrunnens und erklärte, dass sie diesem zustimmen würde, brachte dazu aber keinen Änderungsantrag zur Abstimmung ein sondern stimmte gegen den Beschlussantrag zur Wiedererrichtung des Chemnitzer Bärenbrunnens.
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Wir lehnen die im Stadtrat vorgetragenen Gründe gegen eine Widererrichtung des Chemnitzer Bärenbrunnens ab und möchten, dass das bekannte Wasserspiel für die Chemnitzer Bevölkerung und deren Gäste rekonstruiert und wieder in der Chemnitzer Innenstadt aufgestellt wird. Wir sehen in der Chemnitzer Innenstadt einen Bedarf für Tradition und Identität.
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Begründung:
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Der Bärenbrunnen gehörte seit seiner Errichtung im Jahr 1914, bis zum Diebstahl der Brunnenplastik und dem Abbau des Brunnenbeckens im Jahr 2000, zu den künstlerischen Kleinoden in der Chemnitzer Innenstadt. Der Zierbrunnen, welcher sich ursprünglich an der Königstraße, Ecke Brückenstraße und dann vor dem Sporthaus an der Theaterstraße in der Chemnitzer Innenstadt befand, war über Generationen bei der Chemnitzer Bevölkerung und bei Gästen der Stadt beliebt. Das Brunnenbecken des Zierbrunnens ist noch vorhanden und bei der Stadtverwaltung Chemnitz eingelagert.
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Die Brunnenplastik ist anhand detailgenauer Fotografien und Filmaufnahmen so gut dokumentiert, dass diese zur originalgetreuen Rekonstruktion der Plastik dienen können.
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In der Chemnitzer Innenstadt gibt es fast ausschließlich Bau- und Kunstwerke aus der jüngeren Vergangenheit.
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Bitte zeichnen Sie die Petition, damit der Chemnitzer Bärenbrunnen wieder entsteht und in der Innenstadt, der Stadt der Moderne, neben Neuem auch Tradition und Schönheit ihren Platz haben können.
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Im Namen aller Unterzeichner/innen.
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Chemnitz, 19.05.2017
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Die Petition kann bis zum 18.08.2017 gezeichnet werden.
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[Link zur Petition]
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Einreicher der Petition:
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Sandro Schmalfuß, Yvonne Weber, Lars Faßmann
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07.04.2017
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Café am Roten Turm anstatt „Beschleuniger“
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Zur Diskussion um ein Gebäude am Park am Roten Turm
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Als vor etwas mehr als zwei Jahren die Stadtverwaltung Chemnitz ein Gutachterverfahren zur Weiterentwicklung der Chemnitzer Innenstadt initiierte, war das der Startschuss die bauliche Entwicklung der Chemnitzer Innenstadt weiterzuführen. Viele Jahre warteten wir auf solch eine Initialzündung und lebten bis dahin von der Erinnerung an das Baugeschehen in der Chemnitzer Innenstadt Anfang der 2000er Jahre. Derweil glänzten andere ostdeutsche Großstädte mit einem Innenstadt-Bauprojekt nach dem anderen und Chemnitz als „Stadt der Moderne“ geriet dahingehend ins Abseits.
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Wenn eine Stadt die Möglichkeit hat, ihre Innenstadt in solch einem Umfang neu zu bauen, wie das in Chemnitz der Fall ist, dann bietet das vor allem Chancen. Für Chemnitz ist das die Chance, einen Zustand hinter sich zu lassen, in den die Stadt im 20. Jahrhundert ob weltpolitischer Ereignisse geführt wurde.
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Chemnitz ist mit der Vorgabe einer solchen Beeinflussung allerdings nicht alleine in der Welt. Auch nicht mit der Vorgabe, in der Nachbarschaft Städte zu haben, die bessere Voraussetzungen und ihr Potential schon entwickelt haben. Es gibt eine Reihe an Beispielen von faszinierenden Transformationen von Städten. Kann Chemnitz so etwas auch? Eine Veränderung hin zu einer Stadt, die ihren Platz in Europa hat und sich nicht mit dem Anspruch einer drittgrößten Stadt in Sachsen zufrieden gibt? Und kann diese Veränderung vor allem auch im Stadtbild durch bauliche Verdichtung und moderne Architektur sichtbar werden?
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2017 ist das Interesse der Immobilienwirtschaft an Chemnitz noch größer, als es sich mit Beginn des Gutachterverfahrens andeutete. Das Interesse beschränkt sich dabei nicht mehr nur auf das Sanieren von Altbauten. Investoren interessieren sich nun auch dafür in einem größeren Umfang Neubauten in der Chemnitzer Innenstadt zu errichten. Damit klopft das große Glück an die Tore der Stadt Chemnitz. Denn Chemnitz braucht die weitere bauliche Entwicklung der Innenstadt.
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Unter den vier Büros, die Planungsentwürfe für die Weiterentwicklung der Chemnitzer Innenstadt in den definierten Bereichen des Gutachterverfahrens an der Johanniskirche, am Kaufhaus Schocken und hinter dem Gebäudekomplex am Karl-Marx-Monument eingereicht hatten, ging der Entwurf als Sieger hervor, der einen ganzheitlichen Ansatz bei der baulichen Innenstadtentwicklung verfolgte und die neuen Quartiere aufeinander bezog, sich der Kleinteiligkeit der Chemnitzer Altstadt annäherte und bestehende Bauten organisch in die neuen Teile der Innenstadt einbezog.  Die Planer, die sich auch mit Wegebeziehungen in den von großteiligen Strukturen geprägten Bereichen in den im Gutachterverfahren betrachteten Teilen der Innenstadt beschäftigten, schlugen auch ein Gebäude am Park am Roten Turm vor um an dieser Stelle eine Verbindung zwischen dem nach 2000 um das Rathaus neu gebauten Teil der Innenstadt und der Straße der Nationen oberhalb der Brückenstraße zu schaffen.
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Im Laufe der um dieses Gebäude in der Öffentlichkeit geführten Diskussion, gerieten erst die Idee zu einem solchen Gebäude, dann die gesamte bisherige Innenstadtentwicklung und zuletzt der Investor der sich um den Bau des Gebäudes beworben hat, in die Kritik.
Wie bereit sind die Teile der Chemnitzer Bevölkerung, die sich in der Diskussion mit dem Argument des Festhaltens am Alten und dessen angeführter Qualität zu Wort gemeldet haben, sich mit den bevorstehenden Veränderungen in der Chemnitzer Innenstadt und deren Notwendigkeit, auseinanderzusetzen?

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Wollen wir in Chemnitz städtebauliche Strukturen pflegen die von einer Diktatur angelegt wurden um Menschen zu sammeln und zu führen oder wollen wir für Chemnitz ein Stadtzentrum bauen, das sich in einer neuen Art wieder dem Bild des Stadtzentrums einer europäischen Großstadt nährt, wie es Chemnitz schon einmal bis 1945 besaß?

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Das vorgeschlagene Gebäude am Park am Roten Turm ist ein städtebaulicher Planungsentwurf um die Idee einer funktionellen Veränderung in diesem Bereich zu veranschaulichen. Die Straße der Nationen ist heute nicht mehr die Hauptverkehrsstraße des Jahres 1974 als der Park angelegt wurde. Um das Rathaus existiert seit einem Jahrzehnt ein neu gebauter Teil der Innenstadt. Die Planer im Gutachterverfahren erkannten die Notwendigkeit einer Verbindung dieses neuen Teiles der Innenstadt und der zukünftig mit Neubauten angedachten Erweiterung der Innenstadt in Richtung des Theaterplatzes und der Straße der Nationen oberhalb der Brückenstraße.
Freilich, der Name des Gebäudes „Beschleuniger“ und dessen in den Modellen vorgestellte Kubatur irritierte und lud nicht dazu ein, die Idee wie vorgesehen weiterzuentwickeln.

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Wie kann man aber auf eine Diskussion eingehen deren Argumentationen sind: die Innenstadt wäre nach 1990 zugebaut worden, der Park würde nun zugebaut werden, er wäre das letzte Grün in der Stadt, die Ostmoderne würde ein weiteres Mal beschädigt werden, das neue Technische Rathaus wäre ein Betonklotz, es würde den Weg zum Sonnenberg blockieren, „dem Kellnberger gehört die ganze Innenstadt“, „der würde sich eine goldene Nase mit Chemnitz verdienen“ ???
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Wir möchten die Diskussion um dieses Gebäude gerne weiter führen aber auf Grundlage der Vernunft und der Beschäftigung mit der Chemnitzer Stadtentwicklung, mit Städtebau und mit moderner Architektur und unbedingt auf Grundlage der historischen Entwicklung der Chemnitzer Innenstadt. Und wir erwarten, das sich auch die Stadträte, die ja im Gutachterverfahren die Idee eines solchen Gebäudes mitentwickelt haben und sich am Anfang der Diskussion dafür aussprachen weiter mit in diese Diskussion einbringen und diese nicht schweigend zur Kenntnis nehmen und aus dem Ruder laufen lassen, wie es in den letzten Wochen geschehen ist. Schon bastelt sich eine Fraktion, die sich erst für den Bau eines solchen Gebäudes ausgesprochen hat Argumente man müsse erst einmal warten was gegenüber passiere. Ja, auf was sollen wir denn warten? Auf das Engagement der Ratsfraktionen für die Entwicklung des Theaterquartiers oder, dass das Land Sachsen dort endlich loslegt?  Heute hat Chemnitz das Angebot eines Bauträgers, der sich vorstellen kann ein solches Gebäude zu bauen. Das begreifen wir als Chance für die Innenstadt und auch als Initialzündung für die angedachte städtebauliche Entwicklung eines „Theaterquartiers“ hinter dem Gebäudekomplex am Karl-Marx-Monument.
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Weil die Firmengruppe Kellnberger daran Interesse hat ein solches Gebäude zu errichten, hat sie uns, einen kritischen Betrachter dieses Vorhabens dazu eingeladen, die Idee des „Beschleunigers“ weiterzuentwickeln. Wir waren bei Herrn Kellnberger und seinen Mitarbeitern und haben uns dazu ausgetauscht und die Idee mitgebracht, anstatt eines großen Gebäudes am Park, zwei kleinere Gebäude mit einem Durchgang in den Park zu bauen. Ein Kern der Idee ist auch, ein neues Café am Roten Turm mit einer Terrasse am Park im Vorderen der beiden Gebäude einzurichten. Vorgeschlagen haben wir auch, die Tourist-Information der Stadt vom Rathaus in dieses Gebäude zu verlegen. Dann bliebe am Marktplatz, Raum für eine neue Gastronomie vor dem neuen Marktbrunnen. Herr Kellnberger hat diesen Vorschlag als Modell bauen lassen. Es handelt sich dabei um einen städtebaulichen Entwurf. Für den architektonischen Entwurf des Gebäudes ist angedacht ein Chemnitzer Büro zu beauftragen. In einem zweiten Termin wurde das Modell dem Chemnitzer Baubürgermeister vorgestellt. Abgestimmt wurde auch, dass ein solches Bauvorhaben einen gehobenen Anspruch an Architektur haben muss. Dazu wurde ein Gremium vorgeschlagen, das sich beratend in die Entwicklung der Gebäude einbringt. Wir sind dazu eingeladen, ehrenamtlich diesem Gremium anzugehören.
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Diese Variante von Gebäuden am Park am Roten Turm ist ein Vorschlag für den aus dem Gutachterverfahren zur Weiterentwicklung der Chemnitzer Innenstadt hervorgegangenen städtebaulichen Entwurf am Park am Roten Turm, den wir unter der Vorgabe an einen Bauträger der architektonischen Qualität der neuen Gebäude, unterstützen.
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11.02.2017
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Neue Vorbilder für Chemnitz
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Darf man das oft vorgetragene Wort von der Stadt der Veränderung ernst nehmen und dieses für die Entwicklung der Stadt Chemnitz in den kommenden Jahren zum Leitmotiv machen?
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Chemnitz verändert sich. Das ist leicht so hingesagt und wird politisch zum Leistungsnachweis auch gerne vorgetragen. Diesmal ist es aber wirklich so. Die in den kommenden Jahren zur Umsetzung anstehenden Bauprojekte in der Innenstadt haben eine Masse, welche nicht nur das Bild der Stadt verändern werden sondern auch deren Wahrnehmung und Ansehen. Auf diese Veränderungen freuen wir uns. Es wird Neubauten geben auf den großen Brachflächen in der Innenstadt, kleinteilig nahe dem Rathaus, am Eingang zur Innenstadt baut die Stadt einen Schulkomplex und ein neues Kongresszentrum direkt im Herzen der Stadt wir es nun auch geben. In den Vierteln ist ein Wettstreit um Neubau- und Sanierungsprojekte entstanden. Genial, dies mit dem Vorhaben, der Bewerbung um den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2025 zu verbinden. Das ist eine wirkliche Chance die Stadt aus Vorurteilen und der Unbedeutsamkeit zu befreien, selbst schon im Bewerbungsprozess.
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Lange war Chemnitz in einer Art Orientierungslosigkeit gefangen und schaute auf Vorbilder denen die Stadt nicht nahe gekommen ist: Dresden und Leipzig. Nicht aber weil Chemnitz schlechter ist als diese beiden Städte, keine Altstadt besitzt, bloß eine Industriestadt ist oder weniger Einwohner hat sondern weil diese Städte ganz anders sind wie Chemnitz. Sie haben eine andere Geschichte, sie sind anders gebaut und sehr bevorzugt. Chemnitz aber kann mehr sein. Suchen wir nach anderen Vorbildern, international und machen aus Chemnitz etwas Besonderes, mit dem niemand gerechnet hat. Rotterdam ist so eine Stadt, die als Vorbild für Chemnitz taugt. Auch hier ging das alte Gesicht der Stadt im Zweiten Weltkrieg verloren und die Stadt hat mit Amsterdam einen Nachbarn der erdrückend schön und selbstbewusst ist. Rotterdam ist aber nicht untergegangen sondern hat sich neu erfunden und wurde zum Beispiel dafür, dass man mit moderner Architektur auch eine Stadt bauen kann, die schön ist und die Emotionen weckt. Das kann Chemnitz auch schaffen. Chemnitz braucht nicht bloß wie Leipzig und Dresden oder eine Erinnerung an die alte Industriestadt zu sein.
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Rotterdam ist heute dort angekommen wo Chemnitz im Jahr 2000 angefangen aber nicht weitergemacht hat. Moderne Architektur, mutig und extravagant im Entwurf, gezeichnet von in der Welt berühmten Architekten. Das war der richtige Weg und dort muss Chemnitz wieder hin.
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Chemnitz hat ein Stadtoberhaupt, das für den baulichen Stadtentwicklungsprozess kein Talent gezeigt hat und diesen nicht moderiert. Das ist ein großes Defizit für Chemnitz. Die Chemnitzer Bürgerschaft kennt ein Jahrzehnt nur den Neubau zweier Hochgaragen und den eines Verwaltungsgebäudes in der Innenstadt. Wie sehr das Vertrauen der Chemnitzer Bürgerschaft bei der baulichen Stadtentwicklung in die Kommunalpolitik und die Stadtverwaltung verloren gegangen ist, zeigt die aktuelle Diskussion um den Bau eines Gebäudes am Park am Roten Turm.
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Auch in Rotterdam gab es Fehlentwicklungen und Kämpfe. Gebäude wurden wieder abgerissen. Wir haben diese Erfahrungen in Chemnitz auch gemacht und große Kämpfe dazu ausgetragen. Bei den kommenden Bauprojekten müssen wir die Qualität für Chemnitz wollen, die wir in anderen Städten bewundern und wir müssen einander zuhören und bereit sein zu lernen. Dann kann Chemnitz noch alles werden, eine schöne und bewunderte Stadt und Kulturhauptstadt Europas 2025.
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19.11.2016
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Die Rückkehr des Bärenbrunnens in die Chemnitzer Innenstadt
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Um es vorweg zu nehmen, die Plastik des Brunnens ist nicht wieder gefunden worden. Aber der Gedanke, das der bekannte Brunnen mit den drei Bären, der im alten Chemnitz wie auch in Karl-Marx-Stadt zu den Lieblingsorten der Einwohner und Gäste der Stadt gehörte, eines Tages wieder in der Innenstadt stehen könnte, faszinierte uns sehr. Das dabei die im Jahr 2000 gestohlene Brunnenplastik noch wiedergefunden wird, ist inzwischen nicht mehr zu erwarten.
Mit der Zeit sammelten sich bei uns eine ganze Reihe an Fotografien und Filmaufnahmen des Brunnens an, welche die Plastik von allen Seiten zeigt. So entstand die Idee, dass es möglich sein könnte, die Brunnenplastik nacharbeiten zu lassen. Eine Anfrage bei der Stadt ergab, dass das Brunnenbecken selbst, noch vorhanden und bei der Stadtverwaltung eingelagert ist.

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Der Bärenbrunnen ist ein Stück altes Chemnitz. Er wurde 1914 von dem bekannten Industriellen Bruno Salzer (Schubert & Salzer AG) gestiftet. Die Plastik mit den drei Bären hat der für seine Tiermotive bekannte Bildhauer Otto Pilz (1876 – 1934) entworfen. Bis in die Nachkriegszeit befand sich der Brunnen an der Königstraße (Straße der Nationen), Ecke Brückenstraße und wurde später mit einem neuen Becken versehen, an das Sporthochhaus versetzt. Wie auch schon im alten Chemnitz zeigen ihn dort viele Postkarten aus den vergangenen Jahrzehnten.
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Mit dem Ergebnis des Gutachterverfahrens zur baulichen Weiterentwicklung der Chemnitzer Innenstadt auf der Fläche an der Johanniskirche, entstand die Idee, den Brunnen auf dem dort neu entstehenden Platz aufzustellen und dessen Rekonstruktion über eine Umlage von den dort bauenden Investoren, finanzieren zu lassen. Ein Verfahren, wie es bei großen innerstädtischen Bauprojekten in anderen Städten zur Gestaltung neu entstehender öffentlicher Räume, nicht selten zur Entlastung der Kommunen angewandt wird.
Vor einigen Wochen hatten wir die Gelegenheit, diese Idee dem Chemnitzer Baubürgermeister, Michael Stötzer vorzustellen und erfuhren von ihm, das der Stadtrat schon beschlossen hat, einen Teil aus dem Verkaufserlös der Grundstücke auf dem Baufeld, für die Gestaltung des öffentlichen Raumes einzusetzen. Im Gespräch sagten wir zu, das umfangreiche Material für eine authentische Rekonstruktion der Plastik, der Stadtverwaltung zur Verfügung zu stellen. Weiterhin bestünde die Möglichkeit an der dem Bärenbrunnen ähnlichen Bären-Plastik am Grab von Otto Pilz auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden die Machart der Arbeit des Künstlers zu studieren.

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Die Planungsentwürfe für das Quartier Neue Johannisvorstadt zeigen, das der geschlossen umbaute Platz in der Mitte des Quartiers einen eher intimen Charakter haben wird. Der Bärenbrunnen würde mit seiner Größe sehr gut an diese Stelle passen und im neuen Viertel auf historischem Grund in Sichtweite zur Johanniskirche ein sehr schöner und identitätstiftenter Verweis auf die alte Stadt Chemnitz sein. Heute ist der Bärenbrunnen bei vielen Chemnitzern noch im Gedächtnis und ein vermisstes Stück Heimat.
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Die Rekonstruktion des Bärenbrunnens für den neuen Platz in der Neuen Johannisvorstadt ist eine Idee, die wir kommunizieren und für deren Umsetzung wir beim Stadtrat der Stadt Chemnitz und der Stadtverwaltung Chemnitz werben möchten.
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08.11.2016
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Fahrt mit einer Dampflokomotive auf dem Chemnitzer Reichsbahnbogen
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Eine Fahrt wie in den 1930er Jahren durch das Chemnitzer Stadtgebiet wie sie Reisende damals erlebt haben - der Chemnitzer Reichsbahnbogen ist ein Denkmal der Verkehrsgeschichte. Zwar fehlen heute viele Gebäude der damaligen Zeit an der innerstädtischen Strecke aber noch kann man hier historische Bauwerke aus der Eisenbahngeschichte der Stadt Chemnitz erleben.
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Aus dem Hauptbahnhof zog am 5. November 2016 Dampflok 03 2155-4 einen Sonderzug von Leipzig in das bayerische Neuenmarkt-Wirsberg. Die 1934 bei Borsig in Berlin gebaute Schnellzugdampflok ist heute im Bahnbetriebswerk Nossen stationiert und wird für Traditionsfahrten eingesetzt.
Vom Hauptbahnhof ging es durch die Brücke am Dresdner Platz auf den Reichsbahnbogen über die historischen Eisenbahnbrücken an der Augustusburger Straße und der Reichenhainer Straße, über das Eisenbahnviadukt an der Annaberger Straße, vorbei an den innerstädtischen Bahnhöfen Süd und Mitte. Auf der Rückfahrt in der Nacht, erlebten die Fahrgäste das Flair der nächtlichen Fahrt auf der Strecke durch die beleuchtete Stadt.

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Chemnitz ist in Deutschland ein Zentrum für Traditionsfahrten mit Dampflokomotiven. Das hat seinen Grund in mehreren Vereinen in und um Chemnitz, die Dampflokomotiven betriebsbereit erhalten und einsetzen sowie an den attraktiven Reisezielen Erzgebirge und Bayern. Aus ganz Deutschland nehmen Fahrgäste an den Traditionsfahrten teil und die sehr aktive Szene trägt mit Fotografien und Videos ein Bild von Chemnitz nach außen, wie man es hier vielleicht gar nicht erwartet und kennt. Nicht überall im Land, kann man so etwas erleben. Dabei ist Chemnitz sogar eine Stadt in der einst Dampflokomotiven gebaut wurden.
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Achten wir in Chemnitz darauf, dass uns die historischen Eisenbahnbauwerke nicht verloren gehen. Derzeit stehen sie im Grunde alle zum Abriss bzw. vor großen baulichen Eingriffen. Der Wasserturm am Hauptbahnhof soll abgerissen werden, ebenso die historischen Eisenbahnbrücken über die Augustusburger Straße, Reichenhainer Straße und Annaberger Straße. Die beiden innerstädtischen Bahnhöfe Süd und Mitte sehen traurig aus. Auch erkennt man an der Strecke die städtebaulichen Eingriffe der jüngeren Vergangenheit. Die Rembrandtstraße ist ein Beispiel dafür. Bereits verloren gegangen sind alle historischen Stellwerke am Hauptbahnhof.
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Noch viel weniger als für die ganze Stadt gilt für die Chemnitzer Bauwerke der Eisenbahngeschichte, das Chemnitz eine Stadt der Veränderung ist bzw. sein sollte. Chemnitz ist auch eine Stadt der Beständigkeit und Traditionen.
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08.10.2016
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Pläne für Neubauten am Getreidemarkt herbe Enttäuschung
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In der Ausgabe der Freien Presse vom 08.10.2016 werden der Öffentlichkeit zum ersten Mal Visualisierungen der geplanten Neubauten an der Lohstraße, Ecke Kirchgässchen und Börnichsgasse im Bereich des Quartiers Getreidemarkt gezeigt.
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Zu sehen sind drei Neubaublöcke in einer nicht geschlossenen Bebauung. Dabei zeigt der Entwurf weder architektonisch noch städtebaulich einen Bezug zum Standort oder zur restlichen Bebauung in der Chemnitzer Innenstadt. Vielmehr sind Gebäude zu sehen, wie sie derzeit in Chemnitz und überall anders auf der grünen Wiese en Masse errichtet werden. Der städtebauliche Entwurf für die Neubauten entfernt sich dabei zudem von allen bisher vorgestellten Planungsentwürfen der Stadtverwaltung. Diese sahen für den Standort eine geschlossene Blockrandbebauung vor. Die zurückversetzten Gebäude an der Börnichsgasse und der geplante Aufbau des Straßenzuges mit drei einzeln stehenden Gebäudeblöcken wird keine geschlossenen Straßenzüge mit urbanen Flair entstehen lassen, wie sie die Chemnitzer Innenstadt eigentlich dringend notwendig hat.
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Wir haben uns jahrelang intensiv für eine bauliche Weiterentwicklung der Chemnitzer Innenstadt engagiert und gerade auch für den Bereich der Baufelder am  Getreidemarkt an die Stadtverwaltung und die Kommunalpolitik viele Hinweise gegeben. Diese Hinweise waren nie unrealistische Anforderungen an Neubauten dort sondern orientierten sich an langfristige Anforderungen an die Chemnitzer Innenstadt in Bezug auf eine architektonische und städtebauliche Qualität und einen Bezug der neuen Gebäude dort auf den Makrostandort Chemnitzer Innenstadt, der eben andere Anforderungen hat als das bloße Schaffen von Wohn- und Gewerbeflächen.
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Das dies offensichtlich ganzheitlich ignoriert wird, es im Grunde nun noch schlimmer kommt und in der Innenstadt wieder Gebäude in der Qualität des Bürgerhaues am Wall oder des Parkhauses am Johannisplatz gebaut werden sollen, ist eine herbe Enttäuschung für uns und es stellt sich uns die Frage ob Bürgerengagement in Chemnitz überhaupt sinnvoll ist.
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Der nun vorgestellte Entwurf sieht aus als hätte die Stadtverwaltung Chemnitz keinerlei Einfluss auf die Qualität der Architektur der Gebäude oder die städtebaulichen Anforderungen im Quartier Getreidemarkt genommen. Derart Würfelbauten mit Flachdächern und weißen Fassaden entstehen derzeit überall in Deutschland als Investorenprojekte. Um den Anschein einer innerstädtischen Blockrandbebauung zu wahren, hat man sie für den Entwurf am Getreidemarkt in Chemnitz im Grunde nur durch Ladenzonen verbunden. Wenn man diesen Entwurf mit Neubauten in den zentralen Lagen in anderen Innenstädten in ostdeutschen Großstädten vergleicht wird Chemnitz mit diesen Neubauten weit abgehängt bleiben und die selbst gewählte Überschrift der Stadt „Stadt der Moderne“ wird für viele Menschen weiterhin ein Witz bleiben.
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Freie Presse, 08.10.2016, So soll der neue Getreidemarkt aussehen [Link zum Artikel]
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11.09.2016
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Ein Chemnitzer Augenblick
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Zu den schönsten Erlebnissen die man als Denkmalfreund in Chemnitz haben kann ist, wenn eine Dampflok über das historische Eisenbahnviadukt an der Annaberger Straße fährt. Da wird das Baudenkmal lebendig und für einen kurzen Augenblick ist das alte Chemnitz gegenwärtig. Wenn die Überfahrt dann zudem noch in der Nacht satt findet, ist Gänsehaut garantiert.
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Dieser Augenblick findet nur wenige Male im Jahr statt. Am gestrigen Samstag war es einmal wieder so weit. Um 22:48 Uhr zog Dampflok 50 3648-8 mit langem und kräftigen Signal den Sonderzug Chemnitz-Freyburg auf der Rückfahrt über das Viadukt in den Chemnitzer Hauptbahnhof. Dabei haben die im Jahr 1941 in Dienst gestellte Dampflok und unser altes Viadukt einen Genuss für alle Sinne geboten.
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Diesen Chemnitzer Augenblick durften wir wieder ganz alleine genießen. Doch ist uns das allemal lieber als die inzwischen in Mode gekommene Verramschung des Viadukts mit Bratwürsten und Bläserensemble. Es war das authentische alte Bauwerk, das für das Beste an Chemnitz stand und das Desinteresse aller, das uns dazu inspiriert hatte, die Rettung des Viadukts anzugehen. Nun ist das Viadukt, das bekannteste und das beliebteste Baudenkmal in Chemnitz und das erste was ihm nach langer Geringschätzung widerfährt ist, dass es vereinnahmt wird.
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Wir haben allerdings noch einen Wunsch für die Zukunft des Viaduktes; lasst doch bitte den Lärmschutz auf dem Viadukt weg, so dass uns der Blick auf die Dampflok erhalten bleibt.
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06.09.2016
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Chemnitz auf dem Weg in die Zukunft
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Das fünfte Rad am Wagen unter den deutschen Großstädten ist entdeckt worden oder besser, es hat sich endlich entdecken lassen. Durch eine langjährige kleinteilige Arbeit einzelner engagierter Bürger aber auch infolge personeller Veränderungen in der Stadtverwaltung und bei städtischen Unternehmen, öffnete sich die Stadt in den vergangenen beiden Jahren den lange geforderten Veränderungen. Allem voran, dem Weiterbau der Innenstadt. Derzeit findet Chemnitz bei Immobilieninvestoren großes Interesse. Das reicht von einem umfangreichen Interesse an unsanierten Altbauten in Chemnitz bis hin zu einem Interesse an der Entwicklung der Baufelder in der Innenstadt.
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Zusätzlich zu den derzeitigen Baumaßnahmen in der Innenstadt im Contiloch, an der Deutschen Bank und an der ehemaligen Aktienspinnerei werden nach unseren Informationen folgende Bauprojekte in der Innenstadt umgesetzt werden:
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- ein kleinteiliger Neubau der Innenstadt zwischen der Augustusburger Straße und dem Kulturkaufhaus DAStietz
- die Sanierung der Gebäude neben dem Stadtwerkehaus an der Dresdner und der Augustusburger Straße
- die Sanierung der Gebäude an der Karl-Liebknecht-Straße am Schillerplatz
- der Neubau einer Straßenseite an der Lohstraße mit Wohnhäusern und Geschäften

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Weiterhin haben der Stadtrat und die Stadtverwaltung folgende Vorhaben in der Innenstadt auf dem Weg gebracht bzw. sind schon beschlossen:
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- der Neubau eines Schulgebäudes an der Hartmannstraße, Ecke Fabrikstraße
- die Umgestaltung der Brückenstraße und der Theaterstraße
- die Neugestaltung des Marktplatzes mit Marktbrunnen und Bäumen

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Diese Projekte werden die Innenstadt nachhaltig positiv verändern und auch auf ganz Chemnitz wirken. Man stelle sich vor, die großen Brachflächen an der Bahnhofstraße werden mit neuen Wohn- und Geschäftshäusern nach einem kleinteiligen städtebaulichen Entwurf bebaut sein. Allein das wird Eindruck machen.
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Aber auch in den Stadtteilen tut sich einiges. Es gibt unzählige Sanierungsprojekte an Altbauten, neu sind hier die bevorstehenden Sanierungen historischer Fabrikkomplexe, die bisher als Ruinen die Stadt mitprägten. Die Nachfrage nach diesen Gebäuden ist groß. Aktuell muss allen klar geworden sein, dass die umfangreichen Abrisse von Altbauten in Chemnitz falsch waren und Chemnitz geschadet haben.
Es gibt zudem Neubauprojekte in den Stadtteilen. Wohnhäuser, meist Eigentumsanlagen zeigen teilweise moderne interessante architektonische Entwürfe und werden das Stadtbild bereichern.

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Folgende weitere große Vorhaben für Chemnitz werden aktuell überlegt:
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- eine Bewerbung der Stadt Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas 2025
- die städtischen Theater baulich zu verändern und in der Innenstadt zu erweitern
- die Stadthalle Chemnitz um ein Kongresszentrum zu erweitern
- der Bau von Gebäuden am Rande des Stadthallenparkes

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Was aber bringen diese großen Veränderungen mit sich? Diese Vorhaben werden nach unserer Einschätzung einen weiteren Bedarf für Veränderung mit sich bringen. Wie offen werden die Chemnitzer, vor allem die Entscheidungsträger in Chemnitz; der Stadtrat und die Stadtverwaltung dem begegnen? Wird man weiterhin nicht zusammenfinden und Chemnitz als Provinzstadt klein halten oder wird man sich dieser Entwicklung öffnen und die Stadt sich in Richtung einer europäischen Großstadt entwickeln und verändern lassen? Bisher gab es hier große Defizite. Wenn die Investoren jetzt in Chemnitz in einem größeren Umfang bauen wollen, sollten wir sie nicht wegschicken und ihnen Angebote machen. Die Innenstadt hat trotz der beschriebenen Projekte noch ein großes Potential für Veränderungen. Da sind die „offiziellen“ Baufelder neben dem Kaufhaus Schocken, vor der Schmidtbankpassage, zwischen dem Moritzhof und der Deutschen Bank, am Kirchgässchen und einige mehr. Es wird aber auch dazu kommen, dass Bereiche in der Innenstadt, die heute noch nicht für Veränderungen angedacht sind, sich in ihrem aktuellen Zustand nicht mehr halten lassen können. Wie wird in einer zukünftig in großen Teilen kleinteilig neu gebauten Innenstadt, das Plattenbauviertel des Rosenhofes gesehen werden? Dürfen wir in Chemnitz über dessen Abbruch und den Neubau eines kleinteiligen Innenstadtquartiers dort mit einem neuen Roßmarkt und Holzmarkt nachdenken? Andere Städte wagen bereits so große Eingriffe. Die Rückkehr altstädtischer Strukturen ist zu einem Trend in deutschen Großstädten geworden.
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Es gibt weiteren Handlungsbedarf. Wenn der Stadtrat eine städtebauliche Leitlinie nach den Entwürfen von Speer&Partner beschließt, einen unterirdischen Regenüberlaufbehälter dafür mit zusätzlichen Aufwand in Millionenhöhe für einen anderen Standort vorsieht, dann muss allen klar sein, der Abriss der Plattenbauten an der Mühlenstraße muss kommen und das wird wahrscheinlich politisch nicht einfach umzusetzen sein. Dem muss man sich in der Politik und der Stadtverwaltung aber stellen. Hier müssen die Verwaltung und der Stadtrat nach unserer Ansicht zwingend zu einem neuen Verhältnis zur GGG finden. Die bisherige Verfahrensweise dahingehend, des Abwartens und Hoffens, das die Geschäftsführung der GGG selbst auf die Notwendigkeiten kommt, hat nicht funktioniert und war mit ein Grund, warum Chemnitz bei der Stadtentwicklung in eine Stagnation geraten ist. Mit welchem Aufwand musste die GGG dazu gebracht werden, die Gebäude am Brühl zu verkaufen, dass es dort endlich losgehen konnte?
Die in letzter Zeit diskutierten Vorhaben für Neubauten für die Städtischen Theater hinter dem Opernhaus und die vom Land Sachsen geforderte bauliche Entwicklung hinter dem Gebäude am Karl-Marx-Monument können unmöglich als singuläre Projekte angesehen werden. Sie berühren direkt die bestehende Bebauung der GGG an der Mühlenstraße. Diese Einschätzung stammt nicht von uns, mehre Fachleute, welche die Stadt über die Jahre selbst eingebunden hat, haben das so als erforderlich angesehen.

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Auch am Getreidemarkt müssen alte Zöpfe abgeschnitten werden. Es kann nach unserer Ansicht nicht sein, das die Stadtverwaltung einen Entwurf für eine komplette und im Grunde auch gelungene städtebauliche Neuordnung des Quartiers anfertigt, der erste Investor in den Startlöchern steht, wir aber nicht über ein Hauptdefizit dieses Teiles der Innenstadt sprechen, nämlich den Plattenbau auf dem Grundstück der Paulikirche, welche die SED einst abreisen ließ. Was wollen wir mit einer Straße die von der Inneren Klosterstraße durch ein neu gebautes Viertel führt und vor einem Plattenbau endet? Das ist zumindest aus städtebaulicher Sicht, wenn man sich aufmacht so einen wichtigen Teil der Innenstadt neu zu bauen, Unsinn. Hier muss die Verwaltung, die sicher städtebauliche Zusammenhänge erkennt, das hat sie mit dem Entwurf dafür – in der Version ohne den Plattenbau – bewiesen, mutiger und fordernder werden und der Stadtrat muss die Verwaltung unterstützen.
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Chemnitz muss sich städtebaulich und architektonisch verändern und entwickeln um in der Reihe der europäischen Großstädte beachtet und anerkannt zu werden. Jetzt scheint uns mit den beschriebenen Vorhaben ein gutes Fundament dafür gelegt zu sein. Mit halber Kraft wird diese Entwicklung aber nicht funktionieren. Das war die Erfahrung der Jahre seit 2006.
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11.05.2016
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Diskussion um die Zukunft des Chemnitztalviaduktes weiterentwickeln
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Wie würde Chemnitz in Zukunft mit dem Chemnitztalviadukt umgehen, wenn die Deutsche Bahn dieses tatsächlich erhalten und sanieren würde?  Schon wegen des breiten öffentlichen Erhaltungsansinnens wäre das sanierte historische Viadukt dann im Mittelpunkt eines nachhaltigen Interesses.
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Eine weiterführende Diskussion zum Erhalt des Viadukts in Bezug auf Anforderungen an die Stadt Chemnitz hat es bisher nicht gegeben.
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Wir möchten, dass ein finanzieller Aufwand von mehreren Millionen Euro in die Rekonstruktion des Viadukts investiert wird, haben uns aber bisher noch nicht mit der zukünftigen städtebaulichen Einordnung des Viaduktes beschäftigt.
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Fast das gesamte nähere Umfeld des Chemnitztalviaduktes hat städtebauliche Defizite. Der Bereich um das Viadukt ist geprägt von Gewerbebauten, unter dem Viadukt findet sich eine Unordnung an abgestellten Containern, Stahlteilen und Autoreifen. In der Häuserzeile vor dem Viadukt gibt es eine Abbruchlücke mit Maschendrahtzaun aus der jüngeren Vergangenheit, die neben dem Viadukt negativ stadtbildprägend wirkt.
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Die städtebauliche Situation des Viadukts ist heute eine ganz andere, wie zu dessen Erbauungszeit. Das Viadukt war ursprünglich geschickt in die damalige gebaute Stadtlandschaft eingepasst. Diese Gebäude, direkt am Viadukt, existieren heute nicht mehr. Anders wie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als nur die beiden architektonisch betonten Bögen des Viadukts sichtbar waren, ist heute auch der eher funktional gebaute Mittelteil des Viadukts offen zu sehen.
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Die städtebaulichen Defizite am Viadukt müssen in der Stadtverwaltung und der Kommunalpolitik ein Gesprächsthema werden. Es ist nach unserer Ansicht insbesondere eine Diskussion darüber notwendig, wie das Umfeld des Viadukts, dessen architektonischer Qualität, wenn es rekonstruiert würde, angepasst werden könnte.
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Es steht nach unserer Ansicht dahingehend außer Frage, dass in dem Fall der Gewerbebau vor dem Viadukt keinen Bestand mehr haben könnte. Der Gewerbebetrieb dort müsste dann einen anderen Standort in der Stadt finden. Das könnte z. B. mit einem Grundstückstausch zu einer Fläche der Stadt in einem Gewerbegebiet geregelt werden. Es wäre auch eine Neubebauung des Areals vor dem Viadukt diskussionswürdig. Damit könnte eine städtebauliche Situation neu geschaffen werden, die sich an die historische bauliche Situation anlehnt. Das Viadukt könnte so wieder, wie ursprünglich und so wie wahrscheinlich auch von den Architekten des Viadukts gedacht, über die beiden Bögen wirken.
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Auch die Abbruchlücke in der Häuserzeile vor dem Viadukt kann so nicht erhalten bleiben und muss mit einem adäquaten Neubau, geschlossen werden.
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Die Stadtverwaltung Chemnitz und die Kommunalpolitik müssen sich heute schon damit befassen, wie Chemnitz ein saniertes historisches Viadukt städtebaulich neu einordnen würde. Das wäre in der Diskussion um den Erhalt des Viadukts als nächster Schritt wünschenswert und nach unserer Ansicht eine wichtige Grundlage für die weitere Argumentation gegenüber der Deutschen Bahn AG.
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13.03.2016
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Der vergessene Vorgänger des Chemnitztalviadukts
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Viel ist im Rahmen der Diskussion um den Erhalt des historischen Eisenbahnviadukts an der Annaberger Straße, über dessen architektonische und konstruktive Besonderheiten berichtet worden. Weniger bekannt ist, dass dieses Eisenbahnviadukt einen Vorgänger hatte. Dieses nicht minder interessante Bauwerk hat nach unserem Kenntnisstand, in unserer Zeit, noch nie eine Betrachtung erfahren. Das mag vielleicht daran liegen, dass von diesem Bauwerk nur eine historische Ansicht aus dem 19. Jahrhundert bekannt ist. Diese farbige Lithografie zeigt eine elegante Steinbogenbrücke, die über die Chemnitz und die damalige Annaberger Chaussee führt. Es ist eine völlig andere Ansicht im Vergleich zu heute, an einem Ort, der jedem Chemnitzer vertraut ist.
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Diese damalige „Überbrückung Chemnitz“ ist ein Beispiel von mehreren ähnlichen Bauwerken, die im Zuge des Ausbaus der Eisenbahn Mitte des 19. Jahrhunderts in unserer Region entstanden. Das Chemnitzer Viadukt wurde 1858 im Rahmen des Neubaus der Eisenbahnstrecke Chemnitz-Zwickau errichtet. Diese Eisenbahnverbindung war ein Teil der zwischen 1858 und 1869 in mehreren Abschnitten eröffneten Bahnstrecke Dresden-Werdau.
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Chemnitz war in den 1850er Jahren eine Stadt von ca. 40.000 Einwohnern und schon über ein halbes Jahrhundert eine Industriestadt. Ab dem 1. September 1852 besaß Chemnitz mit der Eisenbahnverbindung nach Riesa einen Eisenbahnanschluss. Das Chemnitzer Stadtbild zeigte sich zu dieser Zeit, bis auf die ersten Stadterweiterungen über die ehemaligen Wallanlagen hinaus noch als die Biedermeierstadt, die in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts entstanden war.
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In den 1850er Jahren waren allerdings schon die ersten großen Neubauten, in der dann später das Stadtbild bestimmenden Gründerzeitarchitektur, errichtet worden, so z. B. das Manufakturgebäude der Kattundruckmanufaktur Schüffner, 1851, das erste Bahnhofsgebäude von Chemnitz, 1854, die Aktienspinnerei, 1858 und das neue Postgebäude neben dem alten Chemnitzer Tor, 1859. Das erste Eisenbahnviadukt kann zu der Reihe dieser frühen Gründerzeitbauten in Chemnitz hinzugezählt werden.
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Zur Bauzeit dieses Viaduktes war Richard Hartmann als Fabrikant von Dampflokomotiven in Chemnitz aktiv. Eine solche frühe Dampflok, wie auf der Lithografie zu sehen, hat sich mit der „Muldenthal“, gebaut 1861 bei Hartmann in Chemnitz, erhalten und ist heute im Verkehrsmuseum Dresden zu sehen.
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Mit der Fertigstellung des neuen Eisenbahnviaduktes 1909 wurde die alte Steinbogenbrücke abgerissen. Aus dieser Zeit, stammen die einzigen bekannten Fotografien des alten Viadukts.
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Chemnitz ist eine Stadt, deren Stadtbild mehrmals grundlegend verändert wurde. Praktisch an jeder Stelle sah die Stadt schon einmal ganz anders aus. Immer zeigt sich in den historischen Ansichten aber etwas ganz eigenes, Chemnitz-Spezifisches. Die Qualität der Kleinteiligkeit, der schlichten Eleganz und die der Enge: Das macht einen Teil der Faszination Chemnitz aus. Unendlich viele Möglichkeiten die bald 875-jährige Stadt zu entdecken und daraus Ideen für das Chemnitz von heute zu entwickeln. Die alte Steinbogenbrücke über die Chemnitz zeigt wie wunderschön in der Vergangenheit Funktion und Gestaltung verbunden wurde. Die „Überbrückung Chemnitz“ von 1858 ist eine echte Chemnitzer Wiederentdeckung.
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Sandro Schmalfuß
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Lithografie: © Verlag Heimatland Sachsen, Jörn Richter
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09.03.2016
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Dauerhafte Öffnung des Hohen Turmes mit Ausstellungsraum und Aussichtsplattform
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In der April-Sitzung des Chemnitzer Stadtrates ist vorgesehen, die Stadtverwaltung Chemnitz über einen Beschlussantrag der Ratsfraktionen zu beauftragen, zu prüfen, ob eine ständige Öffnung des Hohen Turmes hinter dem Alten Rathaus mit der Aussichtsplattform und dem Ausstellungsraum möglich ist.
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Das Vorhaben, den Hohen Turm als eines der bedeutendsten historischen Bauwerke der Stadt Chemnitz, in Zukunft über die Öffnung bei Stadtführungen hinaus zugänglich zu machen, damit das Bauwerk und die Innenstadt aus einer anderen Perspektive erlebbar zu machen, soll ein Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt, u. a. für Touristen, sein und trägt auch als ein weiteres Alleinstellungsmerkmal zur positiven Entwicklung der Chemnitzer Innenstadt bei.
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Mit dem Angebot den Hohen Turm ständig besichtigen und die Innenstadt von der Aussichtsplattform des Hohen Turmes erleben zu können, schlösse sich Chemnitz einem beliebten touristischen Angebot vieler Städte in Deutschland und Europa an.
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In vielen Städten, sind mittelalterliche Stadt- und Kirchtürme permanent begehbar. Der Hohe Turm in Chemnitz bietet für ein solches Vorhaben, u. a. wegen seiner jungen Bausubstanz, gute Voraussetzungen.
Die Kosten für die technische Realisierung und deren Unterhalt sind überschaubar und amortisieren sich über die Eintrittsgelder.

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Die Öffnung des Hohen Turmes zu definierenden Öffnungszeiten soll mit Hilfe eines elektronischen Stativdrehkreuzes im Eingangsbereich des Hohen Turmes hergestellt werden, dass sich nach dem Einwurf von Eintrittsgeld öffnet.
Die Überwachung des Turmes soll über Kameras durch die Mitarbeiter am Empfang des Neuen Rathauses erfolgen. Zusätzliches Personal für das Vorhaben soll nicht erforderlich sein.

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Ziel des Prüfantrages wird ein Konzept sein, dass die technische Realisierung, die Definition der Öffnungszeiten, die Investitionsrechnung, die Ertragsrechnung sowie die Konzeption der sonstigen Erforderlichkeiten für das Vorhaben, enthält.
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Sandro Schmalfuß
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04.03.2016
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Chemnitzer Marktbrunnen als "Agricolabrunnen"
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Marktplätze genießen in Städten einen besonderen Stellenwert. Historisch überkommen sind sie in den meisten europäischen Städten deren Mittelpunkt. Architektonisch meist besonders aufwendig gestaltet, gehören Marktplätze zu den wichtigsten Imageträgern der Städte und werden als deren "Gute Stube" wahrgenommen.
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Die "Möblierung" von Marktplätzen ist dementsprechend auch besonders hochwertig. In jeder Stadt gehört zum Marktplatz ein Wasserspiel oder ein Denkmal.
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Auch in Chemnitz war das nicht anders. Die ersten überlieferten bildlichen Aufnahmen der Stadt aus dem frühen 19. Jahrhundert zeigen auf dem Marktplatz einen Brunnen mit klassizistischer Einfassung. Später, nach dem Bau der Straßenbahn über den Marktplatz, fand ein aufwendiges Zierwasserspiel mit Grünanlage auf dem Neumarkt seinen Platz. Der Marktplatz selbst erhielt drei große Standbilder - Postkartenmotive für Jahrzehnte. In der DDR war der Marktplatz, der "Rathausmarkt", mit Blumenrabatten gestaltet.
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Seit ca. 20 Jahren befindet sich nichts dergleichen mehr auf dem Chemnitzer Marktplatz.
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Kommt der Besucher von überregional, und wahrscheinlich in jedem Fall aus einer Stadt mit einem Wasserspiel auf dem Marktplatz, nach Chemnitz und besucht unseren Marktplatz, begrüßt ihn dort ein ganzheitliches Nichts. Kein Wasserspiel, keine Plastik, kein Denkmal. Es ist anzunehmen, dass der überregionale Besucher das nicht besonders attraktiv findet. Hat derjenige dann noch einen Blick für das Detail, sieht er auf dem Marktplatz große Funktionsbeleuchtungsanlagen und ein schiefes Straßenschild der Marke "hat nicht viel kosten dürfen", direkt neben dem Eingang zum Neuen Rathaus. Da erinnert sich der Besucher sicher gerne an das Wasserspiel und die schönen Laternen auf dem Marktplatz seiner Stadt.
Der Chemnitzer Bürger sieht das nicht anders und reist viel. Die Stadtverwaltung Chemnitz und die Politik unserer Stadt fragen sich hingegen regelmäßig, warum das Stadtzentrum nicht so richtig angenommen wird.

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An Ideen zur Gestaltung des Marktplatzes und dem Bau eines Wasserspiels dürfte es dabei nicht fehlen, denn die an Traditionen und Geschichte reiche Stadt Chemnitz, bietet eine Menge Vorlagen für gute Ideen. Die Stadtverwaltung selbst hat einen ausgezeichneten Entwurf für die Gestaltung des Marktes und des Neumarktes erarbeitet. Er sieht den Bau eines Wasserspieles vor dem Alten Rathaus und die Anlage einer Baumreihe vor der Neumarktfassade der Galerie Roter Turm vor. Ein stimmiger Entwurf. Warum wird dieser aber nicht umgesetzt?
Teile der Chemnitzer Politik setzen andere Prioritäten, sie verstehen zudem nicht, den Mehrwert, den derartige Investitionen für Chemnitz schaffen. Dabei wiegen sie die Finanzierung einer solchen Maßnahme mit anderen Notwendigkeiten in der Stadt auf. So verwundert es allerdings, dass zuletzt die Planung für ein Wasserspiel auf dem Jacobikirchplatz und das Pflanzen eines einzelnen Baumes vor der Fassade der Galeria Kaufhofs, konkret wurde. Beides mit einem finanziellen Aufwand, der an die Kosten für den Entwurf, für das Wasserspiel auf dem Marktplatz, heranreicht. Kompromisse derart sollten aber nicht zur Ausführung kommen. Nicht auf dem Chemnitzer Marktplatz. Der Marktplatz ist auch die gute Stube von Chemnitz. Jeder der Chemnitz besucht, kommt dorthin und nimmt seine Eindrücke mit.

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Eine aufwändige Gestaltung des Marktplatzes als I - Punkt der Innenstadtentwicklung müssen Politik und Verwaltung als erforderlich erkennen und wollen. Das Aufwiegen eines solchen Vorhabens mit z.B. der notwendigen Sanierung von Kitas oder der barrierefreien Aufarbeitung des Marktplatzpflasters, kann dann nicht stattfinden. Auch bereits vorhandene Wasserspiele in der Innenstadt dürfen kein Argument gegen ein Wasserspiel auf dem Marktplatz sein. Der Rosenhof und die Straße der Nationen sind nicht der Marktplatz. Alternativ bleibt weiterhin alles so wie es ist und wir alle tragen die Konsequenzen für die Chemnitzer Innenstadtentwicklung.
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Was kann ein Thema für einen Chemnitzer Marktbrunnen sein, das am meisten Wirkung für die Stadt erzielt und eine breite Zustimmung in der Bevölkerung findet?
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Viele Städte in Ostdeutschland haben nach 1990 bei der Gestaltung ihrer Marktplätze und dem Neubau von Wasserspielen, auf Themenbrunnen zur Historie der Stadt gesetzt. Fast immer kam dort ein figürlicher Entwurf zu einem derartigen Thema zur Ausführung. Was könnte ein Thema für einen Marktbrunnen in Chemnitz sein? Georgius Agricola. Agricola gehört zu den international bekanntesten historischen Persönlichkeiten aus Chemnitz. Sein Lebenswerk besitzt alle Voraussetzungen, ihn mit einem derartigen Bauwerk zu ehren. Seine Wirkungsstätten waren direkt am Ort des geplanten Marktbrunnens im Alten Rathaus und an seinem Wohnsitz am späteren Standort des Siegertschen Hauses.
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Ein "Agricolabrunnen" würde nach unserer Ansicht sofort als Sehenswürdigkeit von Chemnitz wahrgenommen und wäre als diese, ob des Themas Agricola, auch anerkannt.
Wären sich alle über ein solches Vorhaben einig, könnte dessen Finanzierung über die nächsten Jahre, sicherlich organisiert werden. Als erster Schritt könnte mit einem Gestaltungswettbewerb ein Entwurf für einen Agricolabrunnen gefunden werden.

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Ein zeitliches Ziel ein solches Vorhaben zur Umsetzung auf den Weg zu bringen, könnte das Stadtjubiläum 2018 und die nächste Kommunalwahl, ein Jahr später sein. Ein Chemnitzer Agricolabrunnen sollte nach unserer Ansicht allerdings ob der langfristigen Wirkung eines solchen Vorhabens in die Stadt und nach überregional, ein gemeinschaftliches Projekt aller demokratischen Parteien in Chemnitz, der Verwaltung und der Bürgerschaft sein. Im Vordergrund muss die Freude an einem solchen Projekt und die Erkenntnis dessen langfristiger positiver Wirkung für Chemnitz stehen.
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Fotografien: Beispiele für neu gebaute Wasserspiele in Quedlinburg als Themenbrunnen mit plastischer Darstellung.
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08.01.2016
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Hat Chemnitz einen „Führerturm“? - Stadtrat stimmte fast einstimmig dem Abriss des Turmgebäudes im Sportforum zu
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In der Stadtratssitzung vom 15.10.2014 hat der Stadtrat der Stadt Chemnitz im Rahmen des Grundsatzentscheids für Baumaßnahmen mit Planungsbeginn 2015 die Vorlage: B-278/2014 u. a. mit der Beschlussvorlage:
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"Rekonstruktion des Hauptstadions im Sportforum Chemnitz
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Sanierung des Hauptstadions - Abbruch/Rückbau Turmgebäude, Sanierung Haupttribüne, Sanierung Traversen für ca. 3000 Besucher, Flächen für mobile Tribünen, Abbruch der übrigen Traversen, Freilegung der Arkaden, Novellierung des oberen Rings der Traversen, Instandsetzung Flutlicht- und Beschallungsanlage, Einordnung funktionaler Räumlichkeiten (Wettkampfbüro, Sanitärräume, Lagerräume etc."
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mit 45 Ja-Stimmen bei  5 Stimmenthaltungen  bestätigt und damit dem Abriss des bekannten unter Denkmalschutz stehenden historischen Turmgebäudes zugestimmt.
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Zur Geschichte des Turmes, insbesondere zu dessen Erbauungszeit in der Zeit des Nationalsozialismus, wird in Chemnitz derzeit eine öffentliche Diskussion geführt. Unter anderem soll der Turm von der Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, Barbara Ludwig als „Führerturm“ bezeichnet worden sein. [Quelle: Freie Presse, Streit um Sportforum: Behörde lehnt Abriss des Stadionturms ab, 06.01.2016]
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Wir haben uns mit der Geschichte der ehemaligen „Großkampfbahn“ und der des späteren „Ernst-Thälmann-Stadions“ beschäftigt.
Im Ergebnis haben wir keine historische Quelle dafür finden können, dass das Turmgebäude in der Vergangenheit als „Führerturm“ bezeichnet und in derart genutzt wurde. Die weitere gebräuchliche historische Bezeichnung des Turmgebäudes als "Befehlsturm" ist auf einer Postkarte aus der Erbauungszeit zu lesen und damit als Bezeichnung für den Turm in der Erbauungszeit belegt. Eine andere Postkarte aus der Erbauungszeit der Großkampfbahn bezeichnet das Turmgebäude als "Hauptportal mit Turm".

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Um die Bezeichnung des Turmgebäudes als „Führerturm“, eine derartige Nutzung und die Benutzung des Turmgebäudes für politische Propaganda in der Zeit des Nationalsozialismus zu klären, müssten die Historiker der Stadt Chemnitz im Schloßbergmuseum und im Stadtarchiv Chemnitz mit einer Begutachtung dazu beauftragt werden. In diesen Einrichtungen befinden sich die historischen Dokumente zu Chemnitz in der Zeit des Nationalsozialismus und können fachlich richtig beurteilt werden.
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Derzeit ist nach unserer Recherche die einzige Quelle für die Bezeichnung des Turmgebäudes als „Führerturm“, die Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, Barbara Ludwig.
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Ob zudem Adolf Hitler, auf den sich die Bezeichnung „Führerturm“ für das Turmgebäude bezieht, und der Chemnitz in der Zeit bevor er Reichskanzler war besucht hat, nach der Erbauung des damaligen Befehlsturms in Chemnitz und in der Großkampfbahn war, ist aus den uns bekannten Quellen nicht ersichtlich.
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Das Turmgebäude ist im Zusammenhang mit der Erweiterung der damaligen Südkampfbahn zur Großkampfbahn (1933 – 1938) nach einem Entwurf des bekannten Chemnitzer Architekten Fred Otto gebaut worden. Weitere Bauten dieses Architekten in Chemnitz sind u. a. die ehemalige Sparkasse am Falkeplatz (1928 – 1930), heute das Museum Gunzenhauser, das Stadtbad (1929 – 1935) und die Schloßteichanlagen mit zentralem Springbrunnen (1934 – 1938). Die Fertigstellung des Stadtbades und der Bau des Schloßteichparkes sind Bauprojekte die auf kommunaler Ebene in der Zeit des Nationalsozialismus befördert wurden.
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In der DDR hieß die Großkampfbahn ab 1950 „Ernst-Thälmann-Stadion“. Das Ernst-Thälmann-Stadion war über die gesamte Zeit der DDR ein viel zitiertes Postkartenmotiv in Karl-Marx-Stadt, mit dem nun als „Marathonturm“ bezeichneten ehemaligen Befehlsturm als zentrales Motiv.
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Seit der deutschen Wiedervereinigung trägt die Anlage den Namen „Sportforum“.
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Der ehemalige Befehlsturm im Sportforum zeigt die typische monumentale Architektur seiner Erbauungszeit. Er ist der einzige Großbau aus der Zeit des Nationalsozialismus in Chemnitz. Deshalb ist das Turmgebäude von den Denkmalbehörden als Kulturdenkmal eingestuft. (Ein Kulturdenkmal ist im allgemeinen Sprachgebrauch laut Duden ein Objekt oder Werk, „das als Zeugnis einer Kultur gilt und von [künstlerischem und] historischem Wert ist“. Quelle: Wikipedia/Kulturdenkmal).
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Monumentale Portalbauten als Eingang zu Sportstadien sind kein typisches Architekturmodell der Zeit des Nationalsozialismus.
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Die Erbauungszeit des Turmgebäudes kann u. a. aus den genannten Gründen nach unserer Ansicht nicht als einer der Gründe für den Abbruch des Turmes angeführt werden.
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Im Gedächtnis der Chemnitzer wird der Turm nach unserer Einschätzung weniger mit seiner Erbauungszeit, sondern vielmehr mit den Sport- und sonstigen Veranstaltungen im Ernst-Thälmann-Stadion und im Sportforum in Verbindung gebracht.
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Nach unserer Ansicht gehört das Turmgebäude im Sportforum Chemnitz zu den baulichen Wahrzeichen der Stadt Chemnitz.
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Die politische Diskussion um die Historie des Turmgebäudes ist nach unserer Ansicht von Polemik, von Unkenntnis der Geschichte des heutigen Sportforums und von persönlichen Ansichten getragen. Das halten wir ob der Bedeutung des Turmgebäudes für die architektonische Landschaft der Stadt Chemnitz für fahrlässig.
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Kritisch sehen wir nach den uns zur Verfügung stehenden Informationen zudem den bisherigen Umgang des Stadtrates und der Stadtverwaltung Chemnitz mit dem Turmgebäude. Nicht nur, dass das Turmgebäude noch heute in der Verantwortung stehender Stadträte und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Chemnitz über einen langen Zeitraum erst in den aktuellen schlechten baulichen Zustand gekommen ist, offenbar wurde der Beschluss zum Abriss des Turmgebäudes auch ohne Abstimmung mit den Denkmalbehörden vorbereitet und gefasst. Die inzwischen vom Landesdenkmalamt kommunizierte Ablehnung des Abrisses des Turmgebäudes war nach unserer Einschätzung auch schon zum Zeitpunkt der Beschlussfassung durch den Stadtrat abzusehen und führt nun dazu, das sich Stadtrat und Verwaltung korrigieren müssen oder es zu einem Rechtsstreit mit den Denkmalbehörden zum geplanten Abriss  kommt.
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Wir lehnen den Abbruch des historischen Turmgebäudes im Sportforum Chemnitz aus den beschriebenen Gründen ab.
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Wir schlagen vor, dass der Stadtrat der Stadt Chemnitz die Stadtverwaltung der Stadt Chemnitz beauftragt, Wege für die Finanzierung der Sanierung  des Turmes und Fördermöglichkeiten dafür zu finden/zu initiieren.
Wir schlagen auch vor, dass die Stadtverwaltung an der Nutzung des Turmes interessierte Bürger, Vereine etc. anhört und zu einer Mitwirkung am Projekt einlädt. Evtl. mögliche Eigenleistungen bei der Sanierung des Turmes (z. B. der Innenausbau) durch zukünftige Nutzer sollten mit in Betracht gezogen werden.

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Fotografien:
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(1) Das Stadion und das Hauptportal zur Erbauungszeit
(2) Postkartenmotiv Ernst-Thälmann-Stadion in Karl-Marx-Stadt
(3) Das Turmgebäude im Jahr 2014

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05.01.2016
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Chemnitzer Landtagsabgeordnete treten gemeinsam mit einem Schreiben an die Bahn für den Erhalt des historischen Chemnitztalvidukts ein
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Die Chemnitzer Abgeordneten im Sächsischen Landtag haben sich mit einem Schreiben an die Deutsche Bahn AG/DB Netz AG gemeinsam für den Erhalt des historischen Eisenbahnviaduktes - Chemnitztalviadukt - an der Annaberger Straße eingesetzt.
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Erhalt und Sanierung des Chemnitztalviadukts, Chemnitz
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Am 16.12.2015 fasste der Chemnitzer Stadtrat einstimmig den Grundsatzbeschluss (BA-066/2015) zum Erhalt und zur Sanierung des Ingenieurbauwerks Chemnitztalviadukt über die Annaberger Straße in Chemnitz.
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Die Chemnitzer Landtagsabgeordneten unterstützen diesen Beschluss einstimmig und bitten die Deutsche Bahn AG bzw. DB Netz AG sowie die Stadtverwaltung um Sanierung und Ertüchtigung des Chemnitztalviadukts im Zuge der Modernisierung der Sachsen-Franken-Magistrale und des Anschlussausbaus von Chemnitz an das Fernbahn- und Hochgeschwindigkeits-Schienennetz.
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Begründung:
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Die Planungen für einen Ersatzneubau anstelle des historischen Chemnitztalviadukts reichen zurück bis ins Jahr 2012. Genauso lange gibt es die Diskussion, ob das historische Bauwerk erhalten und entsprechend ertüchtigt werden kann.
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Die beiden hintereinander gestaffelten Brücken des Chemnitztalviadukts von deutlich unterschiedlicher Höhe gelten als stadtbildprägender Komplex und stehen unter Denkmalschutz. Aus diesem Grund setzen sich zahlreiche Bürgerinitiativen sowie der Chemnitzer Stadtrat für den Erhalt und die Modernisierung der historischen Eisenbahnbrücke ein.
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Wegen der identitätsstiftenden Wirkung des Viadukts für die Stadt Chemnitz wurde im Jahr 2013 eine Petition für den Erhalt des historischen Viadukts gestartet, die mehr als 7.000 Unterstützer gewinnen konnte. Schon dies zeigt, wie wichtig den Menschen in Chemnitz der Erhalt dieses historischen Bauwerks ist.
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Die technische Möglichkeit, das bestehende Viadukt zu erhalten und für die Bahnverkehre, auch den gewünschten Fernbahnverkehr, zu ertüchtigen, wurde anlässlich der Bürgeranhörung im November 2015 seitens der Bahn unter Hinweis auf mutmaßlich höhere Kosten gegenüber einem Neubau bestätigt.
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Chemnitz ist eines der industriellen und fortschrittlichen Zentren Deutschlands und Europas. Industrie ist für die Region Chemnitz Lebensgrundlage und über die verbundenen Bauwerke und Anlagen identitätsstiftend.
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Neben dem Erhalt des Chemnitztalviadukts bedarf es einer deutlichen Verbesserung der Schieneninfrastruktur. Seit zehn Jahren ist die Stadt Chemnitz nicht mehr an den Fernverkehr der Deutschen Bahn angeschlossen, ein Nachteil, den keine andere Stadt und Region dieser Größenordnung in der gesamten Bundesrepublik aufweist.
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Chemnitz, 17. Dezember 2015
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Das aus genieteten Flussstahlprofilen im Jahr 1901 im Zuge der Hauptstrecke Dresden-Werdau (heute: Sachsenmagistrale) über Annaberger Straße, Chemnitzfluss und Beckerstraße errichtete Viadukt gehört zu den herausragenden technischen Denkmalen des Freistaates Sachsen. Sowohl im gesamten Aufbau mit einer mehrfachen Abfolge von Bogenkonstruktionen und Balkenbrücken als auch in der Detailkonstruktion und -gestaltung stellt dieses ein exzellentes Beispiel der Eisenbahn-Ingenieurbaukunst dar. Die gut 275 m lange Stahlfachwerkkonstruktion à la Eiffelturm ist stadtbildprägend für das „Sächsische Manchester“, da sie in einem außerordentlich günstigen städtebaulichen Zusammenhang mit der Chance höchster Wahrnehmbarkeit steht. Die Kombination von stark frequentierter Einfallstraße mit Straßenbahntrasse, parallel fließender Chemnitz und geweitetem Gelände hinter der Beckerstraße sowie die Lage in einer langgezogenen Kurve schaffen eine Kulisse, die an urbaner Qualität und Individualität kaum zu steigern ist. Unmittelbar südlich an Brücke und Bahndamm schließt das Gelände der ehemaligen Maschinenbaufabrik Schubert & Salzer (heute Gewerbepark „Wirkbau“) mit dem charakteristischen Uhrenturm im expressiven Klinkerstil der 1920er Jahre an. Die Fassade ihres Verwaltungsbaus direkt neben dem Viadukt präsentiert sich nach aufwendiger Restaurierung in originaler Farbigkeit und trägt zur Stimmigkeit des Ensembles bei. Selbst in Chemnitz ist die besondere industrielle Vergangenheit der Stadt nur noch an wenigen Stellen so authentisch erlebbar.
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Die Chemnitzer Abgeordneten im Sächsischen Landtag
zum Schreiben vom 17. Dezember 2015 betreffend Erhalt des Chemnitztalviadukts

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Klaus Bartl, MdL (Die Linke)
Nico Brünler, MdL (Die Linke)
Alexander Dierks, MdL (CDU)
Hanka Kliese, MdL (SPD)
Peter Wilhelm Patt, MdL (CDU)
Ines Saborowski-Richter, MdL (CDU)
Susanne Schaper, MdL (Die Linke)
Jörg Vieweg, MdL (SPD)
Horst Wehner, MdL (Die Linke, Vizepräsident des Sächsischen Landtags)
Petra Zais, MdL (Bündnis 90/ Die Grünen)
Volkmar Zschocke, MdL (Bündnis 90/ Die Grünen, Fraktionsvorsitzender)
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