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BEITRÄGE 2014
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17.12.2014
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Brücke an der Deutschen Bank heißt wieder Aubrücke
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Der Stadtrat hat unserem Bürgerantrag zur Benennung der Brücke an der Deutschen Bank in "Aubrücke" der über die Fraktion der Vosi/Piraten in den Stadtrat eingebracht wurde, heute zugestimmt. Heute hat Chemnitz wieder eine Aubrücke und in Zukunft vielleicht wieder eine Nicolaibrücke. So entsteht wieder Identität in der Innenstadt. Vielen Dank an alle die mitgeholfen haben.
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09.12.2014
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Chemnitztalviadukt
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Über 800 Unterstützer nach nur einer Woche für die Petition zugunsten des Erhaltes des historischen Viadukts an der Annaberger Straße. Das ist großartig. Vielen Dank!
Nach einem Gespräch gestern mit der Chemnitzer Denkmalbehörde, sind wir überzeugt, das sich auch die Stadt und das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen für den Erhalt des Viadukts nachhaltig engagieren. Man wird starke Argumente gegen den Abriss anbringen. Eine weitere Bürgerinitiative wird mit Fachleuten und der Bahn ein Fachforum durchführen. Hier geht es um den Erhaltungszustand des Viadukts und um eine realistische Kostenschätzung für dessen Sanierung. 2015 findet dann das entscheidende Planfeststellungsverfahren zum Bauprojekt statt.

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Wenn Ihnen an Chemnitz liegt und Sie dahingehend den Erhalt des Viadukts unterstützen möchten, zeichnen Sie bitte die Petition und machen Sie diese bekannt. Nur mit einer starken Bürgerschaft können solche Vorhaben gelingen.
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Sie finden die Petition hier [Link]:
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Unterschriften können auch handschriftlich abgegeben werden. Dafür können Sie hier ein Formular ausdrucken [Link]:
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Das Formular kann unter dem Link, rechts auf der Petitionsseite wieder hochgeladen werden.
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08.12.2014
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Gutachterverfahren zur "Weiterentwicklung der Innenstadt im Umfeld der Bahnhofstraße und Brückenstraße"
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Im Rahmen des vom Dezernat 6/Amt 61 durchgeführten „Gutachterverfahrens zur Weiterentwicklung der Innenstadt im Umfeld der Bahnhofstraße und Brückenstraße" wird auch die städtebauliche Entwicklung des Areals zwischen der Augustusburger Straße und der Zschopauer Straße in der Chemnitzer Innenstadt, im Rahmen des Verfahrens als Baufeld E4 bezeichnet, geplant.
Im Rahmen des Verfahrens ist vorgesehen, dass nach Fertigstellung der Planungsentwürfe die Bürger der Stadt Chemnitz über drei stimmberechtigte Stadträte am Planungsprozess teilnehmen dürfen. Bei dem Areal zwischen der Augustusburger Straße und der Zschopauer Straße handelt es sich um ein wichtiges, stadtbildprägendes Baufeld, dass zudem eine besondere Historie besitzt. Das Umfeld der Johanniskirche gilt als einer der Gründungsorte der Stadt Chemnitz. Im modernen Chemnitz des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts befand sich dort ein wichtiger Verkehrskreuzungspunkt. Baulich war das Gebiet sehr kleinteilig entwickelt. Uns ist nicht bekannt, ob im Vorfeld der Beauftragung der Planer diese von der Stadt mit entsprechenden Informationen versorgt und aus dieser Vorgabe, entsprechend Ansprüche an die neuen Planungen, formuliert wurden. Wir möchten deshalb auf diesem Weg einige Ideen zur zukünftigen Gestaltung des Areals einbringen.

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- Die Johanniskirche ist das historische und bauliche Zentrum des alten Quartiers gewesen. Die Johanniskirche sollte demnach auch das Zentrum des neuen Quartiers sein.
- Wir schlagen die Benennung aller Vorhaben bzgl. des Baufeldes E4 und später des Quartiers nach dem historischen Namen: „Johannisvorstadt“ vor.
- Idee: Die Johannisvorstadt kann das Nicolaiviertel von Chemnitz werden.
- Wir schlagen vor, keine frei stehenden Bauten auf dem Areal zu errichten, sondern im Umfeld der Johanniskirche kleinteilig gebaute Straßenzüge, an der Bahnhofstraße und an der Augustusburger Straße Gebäude mit großstädtischen Fassaden, deren Höhen sich an den umliegenden Bauten, z. B. am Kaufhaus Schocken, orientieren. Wir schlagen deshalb auch unterschiedliche Traufhöhen im Quartier vor. Diese ermöglichen:

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+ Ein urbanes und interessantes Stadtbild
+ Wohnhausbauten, z. B. in Form von Zweigeschossern an der Johanniskirche auch für private Bauherrn, z. B. Familien
+ einen Blick auf die Johanniskirche, trotz der notwendigen hohen Traufhöhe an der Bahnhofstraße und an der Augustusburger Straße
+ Ein Teil kleinere Gebäude, angelehnt an die historische Situation an der Johanniskirche, schafft auch nicht allzu umfangreich neue Flächen
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- Wir schlagen vor, auf dem Arial keine Gebäude mit Flachdächern zu errichten.
- Wir schlagen ein Wiederanlegen, angepasst an die heutigen Gegebenheiten der Fläche der ehemalig auf dem Arial vorhandenen Straßen: Hospitalstraße, Theresenstraße, Kirchweg als Erschließungsstraßen vor. Die Neuanlage dieser Straßen im Quartier sollte einen organischen Bezug zur Bahnhofstraße, Augustusburger Straße und Zschopauer Straße haben
- In den Erdgeschossen der Gebäude an der Augustusburger Straße und an der Bahnhofstraße, aber auch in den Erdgeschossen der Gebäude im Quartier sollten sich Geschäfte befinden.
- Die Einfassung der Straßenbahnschienen an der Augustusburger Straße sollte nach dem Vorbild der Straßenbahnschienen am Kaufhaus Schocken fußgängerfreundlicher gebaut werden.
- Im Quartier sollte Kunst im öffentlichen Raum eine Rolle spielen.
- Wir schlagen eine Wiederaufnahme der Bezeichnung „Goldner Anker“ in ein Neubauvorhaben auf dem Arial vor, als wichtigen historischen Bezugspunkt, der zudem für die Innenstadt identitätsprägend wirkt.
- Wir schlagen innerhalb eines Neubauvorhabens eine architektonische Reminiszenz an den ehemals auf dem Arial vorhandenen „Sowjetpavillon“ vor. Das Gebäude wird in Chemnitz weniger als politisches Bauwerk begriffen. Es genießt bei den Chemnitzern einen gewissen Kultstatus.
- An der Johanniskirche befand sich seit dem 16. Jahrhundert bis ca. in den 1920er Jahren der historische Johannisfriedhof. Hier liegen bedeutende Persönlichkeiten der Stadt Chemnitz begraben. Deren Grabanlagen sind heute nicht mehr sichtbar. Wir schlagen vor, an der Friedhofsmauer an der Johanniskirche eine Art Informationsband o. ähnl. zu bauen, auf denen diese historischen Persönlichkeiten vorgestellt werden.
- Bis zur Gründerzeit wurde in Chemnitz meist zweigeschossig gebaut. Die Gebäude hatten mit stilistischen Veränderungen immer die gleichen Merkmale, wie z. B. Satteldächer. Wir schlagen vor, auf dieser Grundlage, z. B. mit einer Hochschule eine Art neues „Chemnitzer Haus“ zu entwickeln. Dieser Haustyp kann als Angebot für Neubauvorhaben an der Johanniskirche dienen, aber auch für zukünftige Neubauvorhaben im Bereich des Unteren Brühls. Dieses Gebäudemodell müsste nicht nur den beschriebenen architektonischen Anspruch haben, sondern auch für private Bauherrn wirtschaftlich umsetzbar sein.
- Wir schlagen vor, die Möglichkeiten für das Wiederherstellen der äußeren Fassaden der Johanniskirche nach dem Entwurf Erich Basarkes von 1913, oder das Herstellen einer Anlehnung an diesen Entwurf zu überprüfen. Der Johanniskirche kommt in der Innenstadt eine besondere Rolle zu. Der Innenstadt von Chemnitz fehlen historische, bauliche Bezugspunkte. Es bietet sich die Chance, der Innenstadt von Chemnitz etwas Besonderes, das Neubauten und moderne Architektur nicht leisten können, zu geben. Wir sind der Auffassung die langfristige Wirkung einer Rekonstruktion der Fassaden der Johanniskirche auf die Innenstadt und auf Chemnitz allgemein wären sehr positiv. Denkbar wäre die Finanzierung eines solchen Vorhabens u. a. aus dem Verkauf der Flächen des Baufeldes E4. Die 14.000 qm des Baufeldes haben nach der Bodenrichtwertkarte 2014 einen Wert von 8,4 Millionen Euro.
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Fotografien: Luftaufnahmen der Innenstadt zwischen Augustusbruger Straße und Zschopauer Straße um 1935 und 2014
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07.12.2014
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Petition: Chemnitztalviadukt - Politik soll handeln
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Sehr geehrter Herr Schmalfuß,
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seit längerer Zeit verfolge ich mit Hochachtung Ihre Aktivitäten zum Erhalt denkmalgeschützter und das Stadtbild prägender historischer Bauwerke in Chemnitz. Herzlichen Dank für Ihr Engagement und Ihr Standvermögen!
Ich freue mich über jeden Erfolg und bin traurig und zornig, wenn wieder einmal durch kleinkariertes Denken und Gleichgültigkeit ein Objekt unwiderruflich verloren geht. Leider viel zu häufig.

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Ein aktuelles diesbezügliches Thema ist der von der Bahn AG geplante Abriß des Chemnitztalviadukts. Die heutige Führung der Bahn AG ignoriert ihre Verantwortung für Objekte, mit deren Nutzung letztendlich über viele Jahrzehnte von der Bahn gute Erträge erwirtschaftet wurden bzw. die Bahn überhaupt erst funktionierte. Ergebnismaximierung steht heute im Vordergrund. Flächendeckend anzutreffende Beispiele sind die zahlreichen verkommenen Bahnhöfe in vielfach von unseren Altvorderen im Geist der Zeit architektonisch hervorragend gestalteten Gebäuden. Eine Schande!
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Die Petition zum Erhalt des Chemnitztalviaduktes wurde auch von mir unterzeichnet, verbunden mit der Hoffnung auf ein Einlenken der Entscheider der Bahn AG. Enttäuschend ist für mich das Engagement unserer "Chemnitzer Volksvertreter" zum Erhalt des einzigartigen Technischen Denkmals. Aus meinem Umfeld kenne ich erste Reaktionen, die darauf hinauslaufen, zukünftige Wahlen zu boykottieren.
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Anbei eine Grafik des bekannten Plauener Künstlers Lothar Rentsch aus dem Jahr 1980, auf der auch die Eisenbahnstrecke über die Annaberger Straße mit dem Chemnitztalviadukt zu sehen ist.
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Mit freundlichen Grüßen
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Siegfried Leonhardt
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zur Petition [Link]
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07.12.2014
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Verbleib historischer Plasiken/Wasserspiele aus der Chemnitzer Innenstadt
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Unsere Ratsanfrage RA453/2014, zum Verbleib bzw. zur Zukunft einiger historischer Plastiken/Wasserspiele in der Chemnitzer Innenstadt erbrachte interessante Erkenntnisse.
So geht aus den Antworten hervor, das die bekannte Plastik „Manneken Piss“, die sich vor dem Stadtbad Chemnitz befand, tatsächlich noch im Besitz der Stadt ist. Wir regen an, diese zu restaurieren/nachzuarbeiten und wieder aufzustellen.

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Die Anfrage nach dem Verbleib des Brunnenbeckens des Bärenbrunnens ergab, dass dieses in Teilen noch erhalten und eingelagert ist. Die Brunnentechnik wurde zurückgebaut. Auch hier regen wir an, dieses für Chemnitz bedeutende Wasserspiel zu rekonstruieren.
Die Obelisken, die wir an der Fassade des Alten Rathauses vermissen, sollen nach Auskunft erst 2016 mit der Sanierung der Fassade des Alten Rathauses wieder angebaut werden.

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Die Anfrage erbrachte auch, dass es bis zum 70. Jahrestag des schwersten Luftangriffs auf die Stadt Chemnitz am 5. März 2015, kein Denkmal dazu in der Innenstadt geben wird. Das diesbzgl. Denkmal von Silke Rehberg soll aus Kostengründen vorerst nicht wieder aufgestellt werden. Was daran 45.000 Euro, wie mitgeteilt, kosten soll, können wir nicht nachvollziehen. Die Antwort auf die Stadtratsanfrage gibt Auskunft, dass das Gedenken an den 5. März 1945 neu konzipiert werden soll.
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Wir regen an, den Standort Theaterplatz für ein solches Denkmal zu verwerfen und eine Lösung zugunsten des Standortes Jacobikirchplatz zu finden.
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Petition: Chemnitztalviadukt - Politik soll handeln
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Wir fordern den Erhalt des historischen Eisenbahnviadukts an der Annaberger Straße in der Chemnitzer Innenstadt im Rahmen des Ausbaus der Sachsen-Franken-Magistrale und einen diesbezüglichen Einsatz der Chemnitzer Kommunal-, Landes - und Bundespolitik. Die Petition richtet sich an alle politischen Mandatsträger der Stadt Chemnitz.
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Begründung:
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Mit der im Jahr 2013 durchgeführten Petition: „Erhalt des historischen Chemnitztalviadukts in der Chemnitzer Innenstadt - Nein zum Neubau“ wurde mit 7370 Unterstützern ein starkes Votum aus der Bürgerschaft für den Erhalt des historischen Chemnitzer Eisenbahnviadukts an der Annaberger Straße gesetzt. In der Folge bildeten sich Initiativen, die den Prozess pro Erhalt des Viadukts weiter voran brachten und eine starke Öffentlichkeit schufen.
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Fachleute verschiedener Disziplinen beschäftigten sich mit dem Viadukt in Bezug auf dessen historische Bedeutung und dessen technischen Erhaltungszustandes. Im Ergebnis spricht sich auch die Fachwelt für den Erhalt des Viadukts aus.
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Die DB Netz AG stellte sich in zwei Bürgerforen in Chemnitz den Fragen der Öffentlichkeit und ließ das historische Viadukt nochmals auf seine zukünftige Verwendbarkeit überprüfen. Im Ergebnis teilte die DB Netz AG mit, das Viadukt ist nach technischen Parametern sanierbar und entspräche nach der Sanierung den Anforderungen an zukünftige Verkehrslasten.
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Die Wichtigsten und bisher angebrachten Argumente gegen das historische Viadukt sind damit ausgeräumt.
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Die Stadt Chemnitz spricht sich in Vertretung der Chemnitzer Baubürgermeisterin Petra Wesseler für den Erhalt des historischen Viadukts aus, wenn dessen Erhalt möglich ist.
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Aus u. a. Kostengründen und Gründen der Planungssicherheit favorisiert die Bahn als Ergebnis eines Variantenvergleiches zwischen Erhalt/Teilerhalt/Neubau, den Neubau des Viadukts.
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In einem Forum aus unabhängigen Experten und Vertretern/beauftragten Vertretern der Bahn soll nun über die technische Machbarkeit der Sanierung des historischen Viadukts und deren realistischen Kosten- und Bauzeiteinschätzung gesprochen werden.
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Wir fordern nun alle Mandatsträger in der Chemnitzer Politik auf, diese vielseitigen Bemühungen zu unterstützen und in dem Rahmen, den ein politisches Mandat in der Kommunal-, Landes - und Bundespolitik bietet, aktiv am Prozess pro Erhalt des Chemnitztal-Viadukts zu wirken.
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Wer in Chemnitz lebt, auf eine Anstellung hofft oder für seine Kinder auf eine Anstellung hofft, in der Stadt ein Geschäft oder ein Unternehmen betreibt, Wohnungen vermieten möchte, sich anderweitig engagiert und auf Zuspruch angewiesen ist, wird verstehen, wie wichtig es ist, das diese Stadt funktioniert, das Besondere zu bieten hat und nicht 08/15 oder kurzsichtig behandelt wird.
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Bitte setzen Sie sich mit Ihrer Unterschrift für den Erhalt, dieses wichtigen Teils der Stadt Chemnitz ein.
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Bürgerinitiative stadtbild chemnitz, i. V. Sandro Schmalfuß
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Im Namen aller Unterzeichner/innen.
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Chemnitz, 01.12.2014 (aktiv bis 31.05.2015)
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Zur Petition [Link]:
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Unterschriftenbögen:
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Wer die Petition mit dem Auslegen von Unterschriftenbögen unterstützen möchte, kann diese hier ausdrucken: [Link]
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27.11.2014
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Bahn hört Volk nicht
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Das am heutigen Abend durchgeführte 2. Bürgerforum zum Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale im Bereich des Chemnitzer Bahnbogens, vertiefend zu den Variantenuntersuchungen zur EÜ Beckerstraße/Chemnitztalviadukt füllte den Saal der Aula der Annenschule vollständig.
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Vorgestellt von der Bahn wurden 5 Varianten zum Erhalt bzw. Neubau des Viadukts die nach der Kritik an den Plänen zum Abbruch des alten Viadukts im Auftrag der Bahn untersucht wurden. Nach 9 Kriterien wurden in der Untersuchung eine Variante zum Erhalt des alten Viadukts, der Neubau und drei Mischbauwerke aus alt und neu untersucht. Die Bahn räumte im Ergebnis der Untersuchung ein, dass das alte Viadukt zu ertüchtigen ist und dass das ertüchtigte Bauwerk den Anforderungen des zukünftigen Verkehrs genügen kann. Die Kosten für den Erhalt des alten Bauwerks wurden mit 7 Millionen Euro höher im Vergleich zum Neubau angegeben. Die Bauzeit würde ca. ein Jahr länger betragen.
Im Ergebnis der Untersuchung kommt die Bahn anhand der ihr maßgeblich erscheinenden Kriterien: Wirtschaftlichkeit, Kosten-/Terminsicherheit, Langlebigkeit, Zukunftsfähigkeit für Verkehrsentwicklungen, Gewährleistung ausreichender Straßenquerschnitte der Annaberger Straße zu dem Schluss, dass einem Neubau der Vorzug einzuräumen ist.

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In der anschließenden Diskussion wollte die Bahn den zahlreichen Wortmeldungen aus der Chemnitzer Bürgerschaft, der Politik und vor allem von auch überregional angereisten Fachleuten pro Erhalt des alten Viadukts auffällig nicht folgen. Die Stadt Chemnitz sprach sich in Vertretung von Baubürgermeisterin Petra Wesseler für den Erhalt des alten Viadukts aus. Wesseler stellte zudem klar, dass die Stadt die Verbreiterung der Annaberger Straße unter dem Viadukt nicht verfolgt und die Bahn das nicht als Kriterium in den Variantenuntersuchungen anbringen kann. Kritisiert wurde durch das Publikum u. a. auch, dass die Variantenuntersuchungen von dem Büro durchgeführt wurden, dessen architektonischer Entwurf Grundlage für den Neubau sein soll.
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Die Bahn plant das Planfeststellungsverfahren im Eisenbahnbundesamt 2015 bis 2017 durchzuführen und mit dem Bau 2018 zu beginnen. Im Ergebnis des heutigen Bürgerforums ist vorab dazu ein Expertenforum mit Fachleuten und Vertretern der Bahn geplant.
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Aus Sicht der Initiative, welche die Petition zum Erhalt des Viadukts durchgeführt hat, ist die Aussage der Bahn im heutigen Forum als Absage an den Erhalt des alten Viadukts zu verstehen. Bürgerschaft, Stadtverwaltung und Fachleute verschiedener Disziplinen haben sich pro Erhalt des alten Viadukts ausgesprochen und diesen begründet. Nun ist zwingend die Politik aufgefordert dieses breit aufgestellte Votum aufzunehmen und sich einzubringen. Besonders die jüngst in den Stadtrat und in den Landtag gewählten jungen Abgeordneten sind aufgefordert. Diese vertreten die Zukunft der Stadt. Es kann nicht angehen, dass diese Abgeordneten zum zweiten Mal auf einem Bürgerforum zu diesem Thema fast vollständig nicht anwesend waren. Auch die beiden Chemnitzer Bundestagsabgeordneten sind im Übrigen aufgefordert sich einzubringen. Der Abbau des alten Viadukts fällt genau in den Wahlkampf der nächsten Kommunalwahlen. Der Anblick des Abbaus des alten Viadukts wird sehr markant sein und auf die Bevölkerung entsprechend wirken.
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09.11.2014
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Fördert die Agentur StadtWohnen Immobilienspekulation mit Chemnitzer Problemhäusern?
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Die Agentur StadtWohnen Chemnitz ist nach eigener Darstellung ein nicht gewinnorientiertes Beratungsangebot der Stadt Chemnitz an Gebäudeeigentümer stadtbildprägender Gründerzeitgebäude mit dem Ziel, Eigentümer zu aktivieren und Investoren für die Gebäude zu finden.
Die Agentur StadtWohnen Chemnitz befindet sich in der Trägerschaft der Westsächsischen Gesellschaft für Stadterneuerung mbH (WGS), die für die Stadt Chemnitz unter anderem im Stadtteil Sonnenberg als Sanierungsträger tätig ist. Die vom Stadtrat der Stadt Chemnitz bestätigten Sanierungsgebiete stellen die von der Stadt festgelegten Gebiete mit Entwicklungspotential dar. In diesen Gebieten gibt es bessere Fördermöglichkeiten u. a. für Gebäudesicherungen. Die verschiedenen Förderprogramme werden von Land und Bund finanziert. In der Regel gibt es z.B. für die bauliche Sicherung eines Gründerzeithauses nach unserer Erfahrung ca. 120.000 Euro. Zum Vergleich: Der Unteren Denkmalbehörde Chemnitz stehen insgesamt ca. 200.000 Euro an Mitteln für Förderungen von Bauprojekten an Denkmalobjekten in der ganzen Stadt pro Jahr zur Verfügung.
Zur Koordinierung der Fördermittelvergabe in den Sanierungsgebieten sind in Chemnitz drei Sanierungsträger beauftragt.

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Nach unserer Information ist die Agentur StadtWohnen Chemnitz, das Mittel der Stadt Chemnitz, um der in der Öffentlichkeit breit diskutierten Situation mit baufälligen Gründerzeitgebäuden Herr zu werden.
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Ein Arbeitsfeld der Agentur SadtWohnen Chemnitz ist u. a. die Erfassung baulich gefährdeter Gründerzeitgebäude in Chemnitz und die  Aktivierung deren Eigentümer. U. a. werden von der Agentur Exposés zu den Gebäuden erstellt und mit Einwilligung der Eigentümer auf der Homepage der Agentur veröffentlicht. Unsere Kritik an der so nicht ganzheitlich ausgeführten Vermittlung von Immobilien an Investoren machte bei Beginn des Projekts auf die Gefahr aufmerksam, dass Eigentümer dieser Immobilien die kommunale Aufmerksamkeit und Behandlung ihrer Immobilie als Chance sehen könnten, nicht marktkonforme Preise für ihre Immobilie aufzurufen. Wir hätten nicht geahnt, dass dies tatsächlich in dem Umfang und so schamlos, wie es sich nun auf der Homepage der Agentur StadtWohnen Chemnitz darstellt, eintritt und dass die Stadt Chemnitz, die Agentur StadtWohnen Chemnitz, das so aufnimmt und der Immobilienspekulation mit baufälligen Gebäuden in Chemnitz damit Tür und Tor öffnet.
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Es handelt sich u. a. um bekannte, stadtbildprägende Gebäude wie das Haus Müllerstraße 21 (eh. Kippig), für 350.000 Euro angeboten. Das Gebäude wurde erst vor Kurzem für 29.000 Euro über eine Auktion verkauft. Ebenfalls im Angebot das Gebäude Lohrstraße 17. Vor Kurzem nach unserer Information von der GGG für 9.000 Euro über eine Auktion verkauft, wird es nun bei der Agentur StadtWohnen Chemnitz für 280.000 Euro angeboten. Es hat bei diesen Gebäuden augenscheinlich keinerlei bauliche Maßnahmen gegeben.
Überhaupt findet man im Objektportal der Agentur StadtWohnen Chemnitz Gebäude, die ehemals u. a. im Eigentum der GGG waren,  über Auktionen verkauft wurden und nun auf der Homepage der Agentur für deutlich höhere Preise angeboten werden. Insbesondere fällt hier der Bereich unterer Sonnenberg/Zietenstraße auf. Hier werden teilweise Gebäude die erst kürzlich für um die 10.000 Euro verkauft wurden nun für 100.000 Euro angeboten. Es handelt sich bei all diesen Preisen nach unserer Erfahrung um Preise, die am Chemnitzer Immobilienmarkt keinesfalls zu erzielen sind.

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Das Gebäude Müllerstraße 21, erst 2012 für 29.000 Euro über eine Auktion verkauft, wird nun bei der Agentur StadtWohnen Chemnitz für 350.000 Euro angeboten.
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Ein derartiges Vorgehen torpediert alle Bemühungen um ein Retten derartiger bedrohter Gründerzeitgebäude in Chemnitz. Für diese Gebäude werden sich bei den aufgerufenen Preisen vermutlich keine Investoren finden. Nach unseren Informationen hat die Agentur StadtWohnen Chemnitz in ihrem 8-jährigen Bestehen gerade einmal ein Gebäude an einen Investor vermittelt, der dieses teilsaniert hat.
Besondere Brisanz bekäme das Thema, sollten die seit dem letzten Verkauf nun bei der Agentur StadtWohnen Chemnitz zu höheren Kaufpreisen angebotenen Gebäude zwischenzeitlich über das Förderprogramm zur baulichen Sicherung im Sanierungsgebiet baulich gesichert worden sein. Diese Maßnahmen dürfen nicht wertsteigernd behandelt werden. Das wäre Immobilienspekulation auf kurzer Frist, gefördert von der öffentlichen Hand. Das steht vollkommen Konträr zum Sinn dieses Förderprogramms.

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Agentur StadtWohnen Chemnitz [Link]
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Objektportal Agentur StadtWohnen Chemnitz [Link]
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21.10.2014
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Eisenbahnviadukt Annaberger Straße
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Das 2. Bürgerforum zum Thema Ersatzneubau/Erhalt des Eisenbahnviaduktes Annaberger Straße findet am:
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27.11.2014, 17:00 Uhr
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in der Aula der Annenschule, Annenstraße 23, 09111 Chemnitz statt.
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Nachdem Stadtverwaltung und Deutsche Bahn sich nun mit dem Thema intensiver beschäftigen und am 1. Bürgerforum ca. 300 Bürger teilnahmen, zuvor ca. 7.500 Bürger eine Unterschrift im Rahmen einer Onlinepedition für den Erhalt des alten Viaduktes leisteten, hoffen wir das zu dieser Veranstaltung im Gegensatz zur ersten Veranstaltung, mehr als drei Stadträte der Stadt Chemnitz anwesend sein werden.
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18.10.2014
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Annaberger Straße 431
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Nach fast 10 - jähriger Pause - Die Stadtverwaltung Chemnitz bietet das Gebäude Annaberger Straße 431, 09125 Chemnitz wieder zum Kauf an.
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Ansprechpartner: Liegenschaftsamt der Stadt Chemnitz, Frau Krumbiegel, Tel.: 0371 4882366.
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01.10.2014
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Antrag an den Stadtrat der Stadt Chemnitz über das Antragsportal für Bürger Openantrag der Fraktion im Chemnitzer Stadtrat Vosi/Piraten
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Installation von Informationsstelen zur Geschichte der Chemnitzer Innenstadt
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Wir beantragen, dass der Stadtrat der Stadt Chemnitz die Stadtverwaltung Chemnitz mit der Installation von Informationsstelen zur Geschichte der Chemnitzer Innenstadt beauftragt.
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Die Informationsstelen stehen nach dem Vorbild derartiger Informationsstelen in anderen deutschen Städten an ehemals städtebaulich und an historisch wichtigen Orten der Chemnitzer Innenstadt.  Die Informationsstelen zeigen ein oder mehrere Fotografien/Abbildungen und einen erklärenden Text. Sie stellen vor Ort Straßen, Plätze und städtebauliche Zusammenhänge der nicht mehr vorhandenen Chemnitzer Altstadt vor. Zeitlich werden die Veränderungen in der Innenstadt von der Zeit vor der Industrialisierung der Stadt bis in die Jahre der DDR, oder der Umgestaltung der Innenstadt nach 1990 gezeigt.
Die Informationsstelen dienen Einwohnern und Besuchern der Stadt zur Bildung über Chemnitz, wecken Interesse an der Stadt und wirken so über die vermittelten Informationen identitätsstiftend für Chemnitz.
Die Inhalte für die Stelen erarbeitet die Stadtverwaltung Chemnitz mit dem Stadtarchiv Chemnitz und dem Schloßbergmuseum Chemnitz, ggf. mit dem Chemnitzer Geschichtsverein 1990 e.V. Der Entwurf für die Stelen wird extern beauftragt, oder über einen Wettbewerb gefunden. Die Anfertigung der einzelnen Stelen wird durch Sponsoren finanziert. Hierzu wirbt die Stadt Chemnitz Sponsoren über die Homepage der Stadt, auf Veranstaltungen, über die CWE, etc. Die Kommune finanziert die ersten drei Stelen für die Standorte Markt, Johannisplatz und Rosenhof.
Die Sponsoren dürfen, ähnlich wie am figürlichen Glockenspiel und am Saxoniabrunnen, auf den Stelen in angemessener Form auf ihr Sponsoring hinweisen. Die Installation der Stelen übernimmt die Stadtverwaltung Chemnitz. Der Kommune entstehen hierdurch und durch die Finanzierung des Entwurfs, überschaubare Kosten. Das Vorhaben soll über 5 Jahre umgesetzt werden. Die Oberbürgermeisterin tritt als Schirmherrin für das Vorhaben auf.

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Als Standorte für die Stelen schlagen wir vor:
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-    Markt/Neumarkt
-    Rosenhof mit Information zum ehemaligen Holzmarkt, Marktgässchen, Roßmarkt
-    Getreidemarkt mit Information zur Paulikirche, Kirchgässchen, Körnerhaus, Stadttor Pforte
-    Ehemaliger Standort des Stadttheaters Chemnitz/Klostertor/Innere und Äußere Klosterstraße
-    Am Wall mit Information zur ehemaligen hinteren Theaterstraße, Bürgerschule/Stadtbibliothek, Manufaktur Ottrich
-    Roter Turm
-    Johannisplatz
-    Straße der Nationen/Königstraße
-    Brückenstraße/Brückenmarkt/Schocken
-    Bahnhofstraße mit Information zur Poststraße, Postkomplex, Chemnitzer Tor, Beckerplatz/Bretturm
-    Falkeplatz, Nikolaikirche, Nicolaibrücke, Nicolaitor
-    Karl-Marx-Forum/Karl-Marx-Monument
-    Brühl-Boulevard

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Beispiele derartiger Stelen in der Innenstadt von Bayreuth, hier mit Sitzgelegenheit.
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Eine Standortmöglichkeit in Chemnitz: Ehemaliges Schauspielhaus Chemnitz
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10.09.2014
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Antrag an den Stadtrat der Stadt Chemnitz über das Antragsportal für Bürger Openantrag der Fraktion im Chemnitzer Stadtrat Vosi/Piraten
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Benennung der Brücke an der Deutschen Bank
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Wir beantragen eine  Abstimmung im Stadtrat über die Benennung der neu gebauten Brücke über die Chemnitz am Falkeplatz neben der Deutschen Bank nach Ihrem historischen Namen „Aubrücke“. Dieser Name existierte nachweislich mindestens ab 1841 (1) bis zur Überdeckelung der Chemnitz am Falkeplatz 1912. Die neue Brücke befindet sich am gleichen Ort, wie die beiden Vorgängerbrücken.
In der Benennung der Brücke sehen wir einen für die Entwicklung der Chemnitzer Innenstadt identitätsstiftenden und daher förderlichen Beitrag. Der Name "Aubrücke" soll in der heutigen Innenstadt einen Bezug zur historischen Chemnitzer Innenstadt herstellen. Durch die geplante Baumaßnahme an der Aue neben der Deutschen Bank, Errichtung von neuen Wohngebäuden, wird dieser Teil der Innenstadt in Zukunft wieder eine größere Rolle spielen.  

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(1) Sachsen in Bildern, Haecker-Verlag, Chemnitz 1841
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Abbildungen: Die Aubrücke 1841. Die neue Aubrücke um 1900. Die Brücke an der Deutschen Bank 2014.
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Antragsportal Openantrag/Stadtrat Chemnitz [Link]
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Presse:
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Freie Presse, 11.09.2014 [Link]
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Chemnitzer Morgenpost, 19.09.2014, Volkssolidarität fordert "Aubrücke" am Falkeplatz

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06.09.2014
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Zur Standortfrage eines neuen Technischen Rathauses in Chemnitz
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Für den  Bau eines Technischen Rathauses in der Chemnitzer Innenstadt über eine öffentlich-private Partnerschaft stehen voraussichtlich Ende des Jahres folgende drei Standorte im Stadtrat zur Abstimmung:
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-    Grundstück  „Contiloch“
-    Grundstück Bahnhofstraße/ Ecke Waisenstraße
-    Innenstadtbaufeld G; Theaterstraße/Hartmannstraße

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Wir haben diese drei möglichen Standortorte unter dem Gesichtspunkt der Innenstadtentwicklung und der Kosten betrachtet.
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Liegenschaft „Contiloch“
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Die Planungen der vergangenen Jahre für den Bau eines Büro- und Einzelhandelskomplexes am Standort Contiloch gründeten auf die Spekulation, dass ein einzelnes Unternehmen als Ankermieter die Büroflächen anmietet.  Dieser mögliche Ankermieter hat abgesagt. Der Eigentümer des Contilochs muss ohne den Bau eines Gebäudes seine Investitionen in den Ankauf des Grundstücks und in die Planungsleistungen für das Gebäude gefährdet sehen. Der Eigentümer des Grundstücks hat Flächen in einem zu errichtendem Gebäude am Contiloch für die Einmietung der Behörden des Technischen Rathauses angeboten.
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Die Bebauung des Contilochs kann mit einem Mieter Technisches Rathaus allein, nicht vollständig ausgeführt werden. Für das Technische Rathaus würde wahrscheinlich nur ein Gebäudeteil des Entwurfs am Standort errichtet werden. Die Stadt hätte keinen Einfluss darauf, dass der Komplex einmal vollständig fertig gebaut wird. Der Investor hätte durch den Bau eines Gebäudeteils für das Technische Rathaus und einer Tiefgarage in der Baugrube einen Renditebringer im Eigentum. Er ist, außer aus sentimentalen Gründen, nicht darauf angewiesen, das Gebäude fertig zu bauen. Der Investor dort wäre bei Fertigstellung des ersten Gebäudeteils an die 80 Jahre alt.
Die Zustimmung des Stadtrats für diesen Standort sollte neben der Beachtung der Kosten für die Anmietung nur erfolgen, wenn sicher ist, dass der gesamte Gebäudekomplex gebaut wird.

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Grundstück Bahnhofstraße/Ecke Waisenstraße
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Das Leergrundstück entstand 2004 durch den Abriss eines Bürogebäudes. Die vormalige Bebauung war Teil eines städtebaulichen Gesamtentwurfes. Eine Neubebauung des Grundstücks wäre wünschenswert.
Das Konzept des Investors für diesen Standort schlägt eine räumliche Trennung der jetzt in den benachbarten Gebäuden an der Annaberger Straße untergebrachten Behörden des Technischen Rathauses und des Sozialamtes vor. Das Sozialamt soll als Mieter in das Gebäude „Alte Post“ an der Bahnhofstraße einziehen und die Behörden des Technischen Rathauses in einem zu errichtenden Neubau auf dem Grundstück Bahnhofstraße/Ecke Waisenstraße.
Der Investor bietet eine günstige Vermietung der Flächen im Gebäude „Alte Post“ für das Sozialamt an. Das Gebäude liegt in der Nähe der Sozialbehörden im Moritzhof. Das Gebäude ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Der Neubau eines Gebäudes an der Bahnhofstraße/Ecke Waisenstraße wäre städtebaulich ein Gewinn.

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Innenstadtbaufeld G; Theaterstraße/Hartmannstraße
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Das Innenstadtbaufeld G favorisieren wir für den Neubau eines Technischen Rathauses. Das Gebäude würde den unmittelbaren Zentrumskern ergänzen. Es wäre als Neubau, im Gegensatz zu den anderen beiden Standorten, in der Innenstadt optisch sehr präsent und würde das Viertel an der Markthalle städtebaulich an die Innenstadt anbinden, der Gewerbestandort „Schmidtbank-Passage“ wäre gestärkt. Ein Neubau dort läge zudem nahe zum Behördenzentrum am Düsseldorfer Platz und zum Rathaus.
Ein weiterer Vorteil dieses Standortes ist, das im EG des Gebäudekomplexes Ladenflächen eingerichtet werden können. Das würde dem Einzelhandelsstandort Innenstadt sehr zu Gute kommen.
Die Architektur des Gebäudes muss nicht aufwendig sein. Dieser Standort verträgt nach unserer Auffassung am ehesten eine klar gegliederte Fassade, ähnlich der der Schmidtbank-Passage. Diese war zum Zeitpunkt ihres Baus als Teil einer neuen städtebaulichen Situation vorgesehen. Ein Neubau auf Baufeld G wäre also kein Bruch mit einer geplanten städtebaulichen Situation sondern eine Ergänzung zu einer solchen.
Ein weiterer Vorteil dieses Standortes ist der Erlös aus dem Grundstücksverkauf. Die 2.169 qm des Baufeldes G haben nach der Bodenrichtwertkarte 2014 einen Wert von 976.050,00 Euro. Sollte das Grundstück der Stadt gehören, würde der Verkaufserlös dieser zukommen. Bei den beiden anderen Standortvarianten gibt es diese Möglichkeit nicht. Neben dem Vergleich der Kaltmieten selbst sollte also auch dieser wichtige Punkt bei der Kostenberechnung Beachtung finden. Es ist auch davon auszugehen, dass ein Neubau bessere energetische Voraussetzungen hat als der Bürokomplex an der Annaberger Straße. Es ist im Vergleich mit niedrigeren Betriebskosten zu rechnen. Weiter ruft die Stadt in der Ausschreibung für den Neubau eine erheblich kleinere Fläche auf, als sie jetzt im Bürokomplex an der Annaberger Straße nutzt. Dort würden bei einem Verbleib der Behörden also Flächen leer stehen oder vom Eigentümer anderweitig vermietet werden.

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Wir möchten einen weiteren Punkt in die Diskussion um den Standort für das neue Technische Rathaus einbringen. In anderen Städten ist es üblich, dass bei derartigen Neubauprojekten, der Investor einen Beitrag für den öffentlichen Raum leistet. Das ist vertretbar denn, wer ein derartiges Projekt mit der öffentlichen Hand als Mieter umsetzt, wird nicht wenig verdienen. Wir möchten vorschlagen, dass der Stadtrat der Stadt Chemnitz, sollte er sich für den Standort Baufeld G entscheiden, für den Bau zur Voraussetzung macht, dass der Investor den bei den Chemnitzern sehr beliebten im Jahr 2000 gestohlenen Bärenbrunnen neu anfertigen lässt. Dieser stand vor dem Sporthochhaus. Wir gehen davon aus, dass das Brunnenbecken noch im Eigentum der Stadt ist und nur die Plastik nachgearbeitet werden muss. Das ist im Rahmen eines solchen großen Bauprojektes kein großer finanzieller Aufwand und durchsetzbar. Wir schlagen weiter vor, die Passage zwischen Theaterstraße und An der Markthalle nach einem Neubau auf Baufeld G wieder „Äußere Klosterstraße“ zu nennen.
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Der Neubau eines Gebäudes auf Baufeld G, die Wiedererrichtung des Bärenbrunnens und die Benennung der Äußeren Klosterstraße wären für die Chemnitzer Innenstadt ein Entwicklungsschub. Eine Möglichkeit die Innenstadtentwicklung in derartigen Umfang voranzubringen, bietet sich in naher Zukunft nicht wieder.
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24.08.2014
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Ein Park im Conti-Loch?
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Immer wieder hört man – "Macht doch einen Park in das Conti-Loch" ...
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Nicht nur, das so ein Vorhaben städtebaulich nicht sinnvoll wäre, es ist auch aus wirtschaftlichen Gründen unmöglich. Das Grundstück gehört einer Immobiliengesellschaft. Nach der Bodenrichtwertkarte für 2014 sind die ca. 1,5 h Fläche 2,9 Mio. Euro Wert. Zzgl. Kosten würden entstehen durch die Verfüllung des Lochs und die Anlage eines Parks. Das wären enorme Aufwendungen für einen neuen Park zzgl. dessen Unterhalts wo von dort fußläufig in 5 Minuten in alle Richtungen große Grünflächen, wie z. B. der Körnerplatz, der Park der OdF oder der Stadthallenpark zu erreichen sind. Dieser Park läge auch ungünstig zwischen lauten Hauptverkehrsstraßen.
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Es bleibt sinnvollerweise nur die Option dieses große Arial mit einer attraktiven Architektur und Nutzung zu bebauen. Demnach haben Stadtverwaltung und Stadtrat richtig gehandelt, genau darauf im Baugenehmigungsverfahren für das geplante Bauvorhaben dort zu achten. In diesem Zusammenhang ist eine weitere Aufgabe den Teil der Innenstadt, zumal er die wichtige Verbindung zwischen dem Sonnenberg und der Innenstadt ist, nach der jüngst erfolgten Umgestaltung der Dresdner Straße und des Dresdner Platzes weiter zu entwickeln. Das heißt, die Wohnbauten der GGG an der Dresdner Straße und an der Augustusburger Straße sollten endlich saniert werden.
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Freie Presse, 23.08.2014
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Neues Technisches Rathaus: Drei Standorte stehen zur Wahl
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Kommentar
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Eine interessante Entwicklung zum Thema Neubau des Technischen Rathauses in der Innenstadt. Es rücken wieder Baufelder in das Blickfeld, die längst vergessen schienen.
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Favorisieren würden wir die städtebauliche Anbindung des Viertels an der Markthalle über den Neubau eines Karrees neben dem Sporthochhaus, vor der "Schmidtbank-Passage". Dieser Neubau hätte am Meisten positive optische Wirkung auf die Innenstadt und es könnte dort neben den Büroflächen in der EG - Zone des neuen Gebäudes auch neues Gewerbe die Innenstadt beleben und das Quartier dahinter stärken.
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Die Gruppe Kellnberger ist so erfahren, dass sie auch ohne den Mieter Technisches Rathaus früher oder später Mieter für ihr Projekt  auf dem Contiloch Mieter finden wird. Zudem hat Herr Kellnberger angekündigt, dass der Mieter Technisches Rathaus nur eine Teilumsetzung des Projekts ermöglichen kann. Das wäre die schlechteste Lösung.
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Der Bau eines Gebäudes an der Bahnhofstraße/Waisenstraße ist eine wichtige städtebauliche Aufgabe, sollte aber in Bezug auf das Projekt Technisches Rathaus und die Chance das Viertel an der Markthalle darüber städtebaulich an die Innenstadt anzubinden, zurückstehen.
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05.08.2014
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Die Ruinen vom Chemnitzer Stadtpark
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Gleich den bedeutenden deutschen Parkanlagen des 19. Jahrhunderts kann der Besucher des Chemnitzer Stadtparkes auch dort Ruinen erleben. Leider handelt es sich dabei aber nicht um Ruinen, die zur Gestaltung des Parks errichtet wurden, sondern um Ruinen, die durch den Verfall ehemaliger Wirtschaftsgebäude erst in jüngster Zeit entstanden. Als Besucher des Chemnitzer Stadtparkes freut man sich über derart Ansichten nicht, sucht man doch dort Erholung. Vielleicht finden die Verantwortlichen in der Chemnitzer Stadtverwaltung, die Stadträte, oder die Oberbürgermeisterin selbst den Weg nicht in den Park und kennen die Zustände dort gar nicht. Anders ist diese nun schon seit über einem Jahrzehnt andauernde Situation schwerlich zu erklären, außer vielleicht mit der gleichen Belanglosigkeit, mit der in Chemnitz das Meiste behandelt wird. Das könnte auch der Grund dafür sein, warum der Erholungssuchende dort, für einen Park unpassend, asphaltierte Wege ohne Einfassung, uralte DDR - Straßenlampen, inzwischen schief und neuerdings auch zu deren Ersatz gewöhnliche Peitschenlampen, wie sie an jeder Hauptverkehrsstraße stehen, findet.
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Auch fragt man sich, warum der Park an einem Fluss liegt, wenn er von diesem über seine gesamte Länge durch dichten Bewuchs getrennt ist.
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Wir lieben Chemnitz und auch den Chemnitzer Stadtpark.
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Chemnitz‘ Karl-May-Haus
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Schon oft berichteten wir über das Fachwerkhaus Klaffenbacher Straße 70/72 in Chemnitz-Harthau. Das wahrscheinlich 1836 als Wohnhaus für Arbeiterfamilien unter dem damaligen Fabrikherrn, der sich gegenüber befindlichen Sächsischen Bobinet-Manufaktur AG, Friedrich Georg Wieck errichtete Gebäude hat eine besondere Geschichte. Zwischen 1851 und 1878 befand sich in einem Zimmer des Gebäudes die Fabrikschule der zu dieser Zeit in der Nutzung der Fabrikgebäude gegenüber, Wiecks Unternehmen nachgefolgten Spinnerei von Carl Friedrich Solbrig. Es ist durch Karl Mays eigene Aufzeichnungen belegt, dass er ab 7. November 1861 an den Fabrikschulen der Unternehmen von J. F. Clauß und C. F. Solbrig als Lehrer tätig war. Die Unternehmen befanden sich in Harthau und in Altchemnitz. Offen ist, ob mit der Solbrigschen Fabrikschule das Fachwerkhaus in Harthau gemeint ist. Hier existiert aber mit den Aufzeichnungen der Lebenserinnerungen des Fabrikarbeiters Friedrich Bernhard Lohse in der Heimatsammlung Harthau eine Benennung des Hauses als „Solbrigsche Fabrikschule“, eben genau in der Zeit von Mays Lehrer-Tätigkeit in Chemnitz.
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Das Gebäude steht seit den 1980er Jahren unter Denkmalschutz und war schon zu dieser Zeit unbewohnt. Nach 1990 war es im Eigentum der GGG. Diese plante, es abreißen zu lassen, was die Denkmalbehörden nicht genehmigten. Nach einem Rechtsstreit darum, musste die GGG das Gebäude erhalten und ließ es 2007 durch Auflage der Denkmalbehörden baulich sichern. Das Gebäude wurde nachfolgend von der GGG über eine Auktion für 1.000 Euro an Unbekannt verkauft. Kurze Zeit später konnte man das Haus als Immobilienangebot für 19.000 Euro im Internet finden. Der neue Eigentümer, ein Spekulant, tat nichts für das Gebäude. Anfang diesen Jahres brannte es, konnte aber glücklicherweise gerettet werden.
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In der Herbst-Auktion der Sächsischen Grundstücksauktionen AG am 26. August steht das Gebäude nun wieder zum Verkauf. Das Mindestgebot ist 2.000 Euro.
Es bleibt zu hoffen, dass sich ein verantwortungsbewusster neuer Eigentümer findet und dem Haus endlich die Wertschätzung zukommt, dessen Stellenwert es als Teil der Chemnitzer Industrie- und Sozialgeschichte und als Teil des baulichen Ensembles der Bernhardschen Spinnerei gebietet. Ist die Auktion nicht erfolgreich, ist die Stadt Chemnitz in der Pflicht, bei Bedarf erhaltende bauliche Maßnahmen in Ersatzvornahme durchführen zu lassen, damit dieses Gebäude für Chemnitz nicht verloren geht. Was wäre, wenn einmal tatsächlich belegt würde, dass Karl May hier eine Zeit lang als Lehrer tätig war. Dann hätte Chemnitz ein Karl-May-Haus. Im August ist dazu ein Treffen von mit dem Thema beschäftigten Historikern geplant.

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Wir lieben Chemnitz und die Solbrigsche Fabrikschule.
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16.07.2014
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Baufeld F4, Chemnitzer Innenstadt
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Barbara Ludwig hat für Chemnitz die einmalige Situation geschaffen, dass in ihren zwei Amtszeiten keinerlei von ihr initiierte Entwicklung in der Chemnitzer Innenstadt stattgefunden haben wird. Das ist für eine Deutsche Großstadt – auch in Ostdeutschland - ohne Vergleich. Schauen wir auf das Baugeschehen in den Innenstädten von Halle, Magdeburg, Erfurt, Zwickau, Rostock, Leipzig oder Dresden – kann man sich als Chemnitzer nur grämen. Dabei hat Chemnitz die Entwicklung der Innenstadt nötig, wie keine andere Großstadt in Deutschland.
Ob unserer Kritik an dieser Situation, hat die Stadtverwaltung angebracht, man konzentriere sich zuerst auf ausgewählte Baufelder, besonders auf das Baufeld neben dem Kaufhaus Schocken – F4.
Die Stadtverwaltung versteht aber unter einer aktiven Investorensuche diesbzgl., das einmal jährliche Präsentieren dieses Baufeldes auf der Immobilienmesse Expo Real in München mittels einer Broschüre. Das ist eine völlig unzureichende Arbeit an diesem so wichtigem Projekt und hat die vielen Jahre, die man das so macht auch nicht zum Erfolg geführt. Nicht bei F4 und auch nicht bei den weiteren Baufeldern in der Innenstadt.
Die Innenstadtentwicklung, die in Planungsentwürfen seit dem Jahr 2000 vorliegt, hat mit dem Amtsantritt von Barbara Ludwig in der Umsetzung Defizite wo man sie sich nur denken kann. Es gibt in Chemnitz keinen Beauftragten, der sich um die Investorensuche für die Innenstadt kümmert, die Baufelder werden nicht aktiv in Fachportalen angeboten, die Investorensuche ist auch nicht, wie vieles Andere, was die Stadtverwaltung umsetzt, nach außen an Fachleute beauftragt, letztlich finden Sie die Chemnitzer Innenstadtbaufelder noch nicht einmal auf der Homepage der Stadt Chemnitz angeboten und schon gar nicht vor Ort an den Baufeldern einen Hinweis.
Nun hat die Stadtverwaltung kürzlich auch das Baufeld F4 mit einer Freiflächengestaltung versehen, so wie bei den anderen Baufeldern in der Innenstadt auch. Diese Freiflächengestaltung neben dem Schocken hat mindestens 10.000 Euro gekostet.
Würde die Stadtverwaltung, wie Frau Ludwig – zuletzt vor der Oberbürgermeisterwahl  2013 – immer wieder versichert hat,  das Ziel verfolgen, dass das Baufeld F4 bis 2018 bebaut ist und hier das Technische Rathaus einzieht, dessen Mietvertrag in dem Jahr ausläuft, hätte man das nicht gemacht und wir müssten in diesem Jahr das Bauprojekt planungsseitig beginnen, dass dieses Vorhaben überhaupt geschafft werden kann. Man kann also einschätzen, dass es auch an dieser Stelle keine Entwicklung geben wird.  Wohin nun mit Chemnitz ohne eine Entwicklung der Innenstadt?
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Handlungsvorschlag:
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Aufbau eines an www.chemnitz.de angegliederten und einfach zu erreichenden Internetportales zur Vorstellung der
Innenstadtbaufelder.
Beauftragung der Investorensuche an Fachleute der Immobilienwirtschaft.
Einsetzen eines Beauftragten der Stadt für die Investorensuche, Kommunikation und Investorenpflege.
Information an den Baufeldern, dass Investoren gesucht werden.

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07.05.2014
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DB Netz AG - Eisenbahnviadukt Chemnitz - Infoveranstaltung
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Am 14.02.2014 führte die DB Netz AG in der Chemnitzer Annenschule eine Informationsveranstaltung zum Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale im Stadtgebiet von Chemnitz durch. Kern der Veranstaltung war die Information zum geplanten Abbau des historischen Eisenbahnviadukts an der Annaberger Straße und die anschließende Diskussion dazu.
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Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und steht zur Ansicht zur Verfügung. Video: Michael Teuchert (C)
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