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BEITRÄGE 2008
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30. Dezember 2008

Denkmalskandal in Lugau/Erzg.


Dacheinbruch bei der Spinnmühle Meinert in Lugau! Offensichtlich hat man bei der Stadt Lugau überhaupt kein Interesse an diesem wertvollen Baudenkmal Deutscher Industriegeschichte. Die neuerlichen Schäden werden ohne schnelles Handeln schon in den nächsten Monaten zum Verlust des ganzen Gebäudes führen. Was in Lugau mit der Meinertschen Spinnmühle passiert, ist einfach bitter. In über 30! Jahren wo dieses Gebäude nun leer steht, hat man es in dieser Stadt nicht geschaft den Erhalt der Spinnmühle zu sichern. Was für eine Unfähigkeit!

Fotodokumentation














Letzter Blick auf die Spinnmühle Meinert.


Großes Medienecho auf die Abbrüche
an der Palmstraße

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In Zusammenhang mit den Abbrucharbeiten an der Palmstraße berrichteten in den letzten Tagen überregionale Medien aus Chemnitz. Hier einige Beispiele:
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die WELT - Deutschland verliert sein architektonisches Gedächtnis
DeutschlandRadio Kultur - Abrissbirne in Chemnitz + Audio Beitrag
Leipziger Internet Zeitung
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Das MDR Fernsehen vor Ort.



14. November 2008

Der Wahnsinn geht weiter


Man könnte denken, eine Hand voll Leute hat sich in den Kopf gesetzt Chemnitz zu ruinieren. Anbei veröffentliche ich Bilder vom "Stadtumbau" ala "In Chemnitz zu Hause". Entscheiden Sie selbst beim Betrachten dieser Bilder in was für einer Stadt Sie leben möchten und ob Ihnen das ein Engagement wert wäre.

Fotodokumentation der Gebäude vor dem Abbruch
Fotodokumentation vom Abbruch der Gebäude









"gestrandet"

Der Stadtumbau in Chemnitz ist in der Kunstszene angekommen. Das Schicksal des Gebäudes Dresdner Straße 76 in Chemnitz hat die Niederwiesaer Malerin Cornelia Zabinski zu dem Bild "gestrandet" inspiriert. Das alte Chemnitz, symbolisiert durch einen Sarg wird von einem Trauerzug die Lessingstraße herunter zu Grabe getragen. Vorbei an der Ruine des einst so schönen Gebäudes.



Cornelia Zabinski
Malerin
Niederwiesa
03726 784885


... die vergessenen Schönen von Chemnitz,
Abschied von den letzten Biedermeierhäusern im Stadtgebiet

In Zeiten in denen ein prächtiges Gründerzeithaus nach dem anderen fällt, haben die kleinen einfachen Häuser aus der Zeit um 1830 erst recht keine Chance. Um was wir uns da bringen, zeigt folgendes Beispiel. An der Zwickauer Straße, in einer Kurve steht dieses kleine Haus. Es ist Chemnitz' letztes authentisch erhaltenes Biedermeierhaus und es ist noch bewohnt.



Hier stimmt einfach alles. Das Ziegeldach, die Abfärbung, der Holzlattenzaun. Selbst einen Hausbaum gibt es. Man achte auf die alten Fenster. Keine Sanierung mit falsch verstandenen "Verbesserungen" hat dies Haus entstellt. Was würden Thermofenster hier anrichten. Man muss dem Eigentümer dankbar sein, das er das Haus in diesem Zustand für uns erhalten hat.



Der letzte Botschafter einer wunderbaren Zeit.



Am Stadtrand von Chemnitz, in Harthau, entstand dieser Schnappschuss. Ein kleines Fachwerkhaus am Waldrand. Das Schindler-Ehregott-Haus.



Das Schindler-Ehregott-Haus auf einer historischen Fotografie.



Das Schindler-Ehregott-Haus - eine Augenweite.



In meiner Kindheit noch häufig in Chemnitzer Vororten anzutreffen, derart Häuser, wie dieses hier in Schönau. Einmal bestand ganz Chemnitz aus solchen Häusern.



Wie schön das Einfache ist.



Selten, ein Biedermeierhaus, ganz massiv aufgeführt. Die Schiefereindeckung gehört hier zum Originalzustand. Die kleinen Gauben sind noch erhalten.


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Welcher potentielle Eigenheimbauer würde sich eher dafür entscheiden dies Haus zu retten anstatt noch ein Fertigteilhaus in die Landschaft zu setzen?
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Ein bekanntes Haus. Auf der Fahrt nach Siegmar sticht es einem an der Zwickauer Straße ins Auge. Das Gebäude entstand vermutlich in den 1820er Jahren. Es hat noch den typischen Dachhecht. Man muss es sich mit rotem Dachziegeln, gelber Abfärbung, Sprossenfenstern und Fensterläden im Erdgeschoss vorstellen. Was für ein Anblick wäre es in diesem Zustand heute.
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