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                Böckchen-Haltung !!!

 

Hier ein paar offene Worte zur oft falsch eingeschätzten Bockhaltung !


 

Böcke haben leider immer noch einen sehr schlechten Ruf.

Es wird immer gesagt Böcke würden stinken. Das ist aber nur dann der Fall, wenn der Käfig nicht regelmäßig gereinigt wird. Unter solchen Umständen stinken auch die Mädels.

Böcke gelten schon als unverträglich, wenn sie sich einander anknattern oder zwicken. Das machen die Mädels übrigens auch. Böcke werden oft schneller zahm und sind nicht so zickig wie Mädels. Durch ihr Imponier- und Werbegehabe zeigen sie ein sehr vielfältiges Verhaltensspektrum, und es wird nie langweilig. Sie veranstalten kleine Schaukämpfe und sind redseliger, nur selten geht ihnen der "Gesprächstoff" aus.

Meerschweinchen sind sehr soziale Tiere. Das heisst, sie brauchen bei artgerechter Haltung unbedingt mindestens einen Partner. So ein Team kann auch aus zwei Böcken bestehen. Damit die Harmonie auf Dauer jedoch bestehen kann, gibt es einiges zu beachten...

Grundsätzlich bringt es wenig, für ein harmonisches Zusammenleben Böcke kastrieren zu lassen, denn das Sozialverhalten der Meeris hängt nicht unbedingt mit dem Hormonhaushalt zusammen. Also können sich zwei unkastrierte Böcke nicht leiden, so wird eine Kastration auch nicht helfen. Bei den Meeris ist es genau wie bei uns auch. Der Charakter jedes einzelnen Tieres, und die Haltungsbedingungen sind ausschlaggebend für ein freundliches und friedliches Miteinander.

 

Viel Platz ist das A und O

Besonders wichtig ist:  Um Streitigkeiten aus dem Weg gehen zu können brauchen Meeris viel Platz. Je größer der Käfig oder das Gehege, desto besser. So kann sich jedes Tier in seinen Bereich zurückziehen, wenn es einmal Ärger gibt. Vor allem kann sich das unterlegene Tier in Sicherheit bringen, sollte der Genosse einmal schlechte Laune haben. Sind reichlich Rückzugsmöglichkeiten vorhanden, entstehen daher kaum ernsthafte Auseinandersetzungen.

 

Für jedes Tier Haus und Napf

Der Käfig oder das Gehege sollte ( der Anzahl der Tiere entsprechend ) mit zwei oder mehreren Heuraufen , Trinkflaschen und Futterstellen ausgestattet sein, damit nicht um einen Napf etc. gekämpft werden muss. Auf jeden Fall sollten auch mehrere Unterschlüpfe ( Röhren, Tunnels, Etagenbauten, Häuser mit mindestens zwei Ein/Ausgängen an zwei verschiedenen Seiten ) vorhanden sein, da oft an ein Häuschen Revieransprüche gestellt werden.

Es dürfen auf gar keinen Fall Weibchen in diesen Gruppen anwesend sein, am besten auch nicht im gleichen Raum. Diese Böcke sollten auch nicht in der Zucht eingesetzt werden. Denn nicht selten werden erst durch den verführerischen Duft der Weibchen heftige Rangkämpfe unter den Männern entfacht.

 

Verschiedene Gruppenkonstellationen

Wer eine neue Bockgruppe aufbauen möchte, sollte sich zwei Jungböcke aus dem selben Wurf nehmen. Auch hier gibt es nach Eintritt der Geschlechtsreife kleine Rangkämpfe und Streitereien , aber diese legen sich meistens von selbst wieder.

Sehr gut funktioniert die Vergesellschaftung von einem älteren Bock und einem jungen Böckchen, das noch nicht die Geschlechtsreife erreicht hat ( 6-8 Wochen ). Das Jungtier darf auf keinen Fall älter sein. Das Jungtier wird sich automatisch dem älteren Tier unterordnen. Es ist vollkommen normal wenn der ältere Bock den Kleinen jagt oder besteigt, hier wird geklärt wer das Sagen hat.

Vor der Vergesellschaftung von zwei älteren Böcken ist dringend abzuraten, denn das ist schwierig und fordert viel Erfahrung.

Obwohl die beschriebenen Konstellationen unter den richtigen Haltungsbedingungen in der Regel sehr friedlich ablaufen, bestätigen Ausnahmen die Regel. Dazu gehören sehr dominante Tiere die sich nicht unterordnen wollen. In so einem Fall wäre es doch sinnvoller, diesen Unruhestifter kastrieren zu lassen und danach mit einem Weibchen zu halten. ( Nach der Kastration unbedingt 3-4 Wochen warten, da der Bock in dieser Zeit noch zeugunsfähig ist ).

Die Anzahl an Tieren in einem Gehege sollte immer eine gerade Zahl sein ( 2, 4, 6,...), denn so gibt es nicht das berühmte fünfte Rad am Wagen.

Auch sollte man einmal vergesellschaftete Böcke nicht trennen ( auch nicht für kurze Zeit ), da es danach zur Entfremdung kommt. Das heißt die Tiere verstehen sich nicht mehr.   

 " Einmal getrennt, immer getrennt "                    

                                                                                         

                                                                                                                                              

                                             

 

 



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