Fundstücke  1

Keine Angst ich will euch hier nichts verkaufen.

Wer kennt sie nicht, die kleinen Geschichten oder Rundmails die man zugeschickt bekommt, sie gut findet aber nicht aufheben möchte oder auch wieder vergisst. Manche sind es wirklich nicht wert, dass man sie überhaupt liest oder sogar aufhebt, doch das merkt man erst hinterher.  Aber es gibt einige die man immer mal wieder lesen sollte, denn sie erhalten viel Wahres. Damit etwas davon erhalten bleibt, habe ich diese Seiten erstellt und ich hoffe das Gelesene kann euch auch bereichern.

Vielleicht kennt ihr ja das ein  oder andere. Sofern ich weiß woher es stammt, werde ich es dazuschreiben. Sollte jemand wissen von wem der für mich unbekannte Text stammt, bitte ich um Mitteilung damit ich das dazu vermerken kann oder wenn ich irgend jemand damit verletze werde ich auf Wunsch den Text selbstverständlich auch löschen.

Außerdem möchte ich noch mal ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese Geschichten nicht von mir geschrieben wurden.

Und nun wünsche ich viel Spaß beim Stöbern auf diesen Seiten.


                                                                                                                                             Copyright by Wolkenfee

Die Vier Kerzen

Vier Kerzen brennen langsam,
wenn Du ganz leise bist, kannst Du hören wie sie sprechen
.

Die erste sagt:
„Ich bin der FRIEDEN! Niemand kann mein Licht erhalten. Ich glaube ich werde ausgehen.“
Ihre Flamme wurde kleiner und ging dann ganz aus.


Die zweite sagte:
„Ich bin das VERTRAUEN! Ich bin am verletzlichsten und so macht es keinen Sinn, dass ich weiter brenne.“
Nachdem sie gesprochen hatte, wehte ein sanfter Hauch zu ihr und sie erlosch.

Spontan sprach die dritte Kerze auf ihre Weise:
„Ich bin die LIEBE! Ich habe keine Kraft mehr. Die Menschen schieben mich beiseite und begreifen nicht, wie wichtig ich bin. Sie vergessen sogar die zu lieben, die ihnen am nächsten stehen.“
und dann erlosch auch sie.

... ein Kind betritt den Raum und sieht, dass drei Kerzen ausgegangen sind.
„oh, warum brennt ihr nicht mehr?“
Das Kind wurde sehr traurig.

Da sprach die vierte Kerze:
„Hab keine Angst, solange ich brenne, können wir die anderen wieder anzünden,
ich bin die ZUVERSICHT!“


 Mit leuchtenden Augen nahm das Kind die Kerze der Zuversicht und zündete die anderen wieder an.


Die Flamme der Zuversicht soll immer bei uns sein...
... so behalten wir Vertrauen, Frieden und Liebe für alle Zeit.


Alles Gute und Liebe

                     
  Frieden           Vertrauen           Liebe            Zuversicht

Autor unbekannt

Wer mir das zugesendet kann ich nicht mehr nachvollziehen. Doch ich möchte diese Botschaft an euch weitergeben.

 

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Ich denke, wir sollten miteinander sprechen

In letzter Zeit haben wir uns nicht allzu gut verstanden ...
Wir haben negative Gefühle zwischen uns kommen lassen,
und diese unausgesprochenen Gefühle haben uns davon abgehalten,
einander nah zu sein.


Wir sollten mehr Vertrauen in unsere Liebe haben,
um einander die Wahrheit sagen zu können ...
um zu loben und zu tadeln,
um sowohl unsere Enttäuschungen und verletzten Gefühle,
als auch unsere Hoffnungen lieber ehrlich zum Ausdruck zu bringen,
als sie zu unterdrücken.


Wir müssen versuchen, uns unsere Bedürfnisse gegenseitig
mitzuteilen, damit der andere diese Bedürfnisse befriedigen kann.
Aber wir dürfen nicht vergessen, dass es für einen einzigen Menschen
unmöglich ist, alle Erwartungen zu erfüllen.


Wir sollten über unsere Gefühle viel offener sprechen
und mehr auf die Stimme des anderen achten,
denn dann würden wir herausfinden,
dass Gefühle weder richtig noch falsch sind,
sondern dass sie alle wichtig sind
und dass in unserer Verschiedenheit unsere Stärke liegen kann,
wenn wir sie nur offen darlegen und gemeinsam daran arbeiten.

Das wird von uns beiden Mut und Kraft abverlangen,
aber wir müssen uns darüber im Klaren sein,
dass Unzufriedenheit viel verletzender sein kann,
wenn wir sie nicht zum Ausdruck bringen.


Wir müssen uns aussprechen, obwohl ich nicht genau weiß,
wie ich beginnen soll, weiß ich, dass wir es tun müssen.


© Paula Finn

 

Ich fand diesen Text 1990 auf einer dieser wunderbaren Grußkarten die man in Schreibwarengeschäften kaufen kann. Mir konnte er leider nicht mehr helfen, aber vielleicht schafft es jemand anderes wieder mit seinem Partner/in ins Gespräch zu kommen.

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Eine Kiste voller Küsse

Die Geschichte beginnt vor langer Zeit, als ein Mann seine 5-jährige Tochter dafür bestraft, dass sie einen wertvollen Gegenstand verloren hat. Damals hatten sie nicht viel Geld.

Es war gerade Weihnachten und am nächsten Tag brachte das Kind dem Vater ein Geschenk mit den Worten: “Das ist für dich!”

Der Vater war zuerst sehr verlegen, doch dann ärgerte er sich sehr, als er sah, dass nichts in der Schachtel war.

Er sprach in hartem Ton: “Weißt du denn nicht, dass wenn man schon ein Geschenk macht, auch etwas drin sein muss?”

Das Mädchen schaute ihn von unten mit Tränen in den Augen an und sprach: “Es ist etwas drin, es ist voll mit meinen Küssen für dich!”

Der Vater fühlt sich beschämt, geht in die Knie, umarmt sein Kind und bittet es um Verzeihung.

Von nun an bewahrte der Vater die Schachtel immer neben seinem Bett auf und immer, wenn es ihm mal nicht so gut ging oder er Mut brauchte, dann öffnete er die Schachtel und nahm einen Kuss heraus.

Jeder von uns hat eine Schachtel voller Liebe von seinen Kindern, Freunden, Verwandten, …

Es gibt nichts Wichtigeres, das man besitzen kann!

Nun hast du zwei Möglichkeiten: Diese Mail zu löschen oder aber weiterzuschicken, weil es dich bewegt hat!

Wie du sehen kannst, habe ich die zweite Möglichkeit gewählt!

an alle Freunde auf der Welt …

… die einander mögen …

Ciao und einen schönen Tag!

unbekannt

Ich bedanke mich bei Gerda, die mir diese Mail geschickt hat.

 

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Die Muschel und der Fisch

 

Tief unten, am Grunde eines Meeres, lebte einmal eine Muschel. Ihre Schalen waren dunkel wie der Grund des Meeres. Man musste sehr genau hinsehen, um die Muschel nicht zu übersehen.
Die Muschel machte nichts aus sich. Sie war zufrieden, dazuliegen und zu staunen. Es gab viel zu bestauen: dunkelgrüne Wasserpflanzen, eine große Zahl von Steinen, große, kleine, runde und kantige, verschiedenartige Fische.
Am besten gefiel der Muschel, wenn Vollmond war. Dann stand der Mond als runde Scheibe über dem Wasser und das milde Mondlicht leuchtete hinab auf den Grund des Meeres bis zu unserer Muschel. Die lag dann ganz still da und schaute und nahm das Licht in sich hinein, in ihr Inneres, in ihr Herz.
Eines Tages kam ein Fisch zur Muschel geschwommen. Sieh mal an, eine Muschel, sagte der Fisch. Bald hätte ich Dich übersehen, Du kleines Muschelding. Der Fisch sprach so; er war nämlich ein sehr eingebildeter, ein sehr stolzer Fisch. Dann holte er tief Atem und schwamm vor der Muschel hin und her. So konnte man ihn von allen Seiten sehen und sein schillerndes Schuppenkleid bewundern.
Wie schön ist der Fisch, dachte die Muschel. Wie kann er sich drehen und wenden. Er ist sehr beweglich, gewandt. Es fiel der Muschel aber nicht ein, dem Fisch neidig zu sein. Sie war einfach einmal eine Muschel und saß am Boden des Meeres. Es gefiel ihr zu lauschen, zu schauen. Vor allem aber gefiel ihr das milde Licht des Mondes. Sie war mit sich zufrieden.
Unser Fisch aber tanzte vor der Muschel im Kreise. Er schimmerte und schillerte. Er zeigte alle seine Künste. Er wollte bewundert werden. Dabei merkte er nicht, wie es sehr gefährlich wurde. Es kam nämlich ein riesiger Fisch angeschwommen, das Maul weit aufgerissen, hungrig nach Beute. Pass auf!, rief die kleine Muschel, Pass auf!.
Erschrocken fuhr der Fisch herum. Mit einem festen Schlag seiner Schwanzflosse rettete er sich in eine Felsspalte. Hier saß er nun mit klopfendem Herzen, aber nur kurze Zeit. Bald schon war alle Gefahr vergessen. Der Fisch fing an, sich wieder zu zeigen. Ja er sprang jetzt sogar in seinem Übermut aus dem Wasser heraus, hoch in die Luft. Er wollte sich im Wasserspiegel sehen. Er wollte wissen, wie schön er sei. Da die Muschel ihn aber nicht bewunderte, lobte er sich selbst und schwamm selbstgefällig davon.
Eines Nachts, als der Himmel voller Sterne hing und der Mond rund und voll leuchtete, kam der Fisch zur Muschel angeschwommen.
Unsere Muschel lag da ganz ruhig und tat, was sie so gerne tat, lauschen und schauen. Was machst Du da? fragte sie der Fisch. Ich bin still!, antwortete die Muschel. Wenn man stillist, beginnen die Dinge zu reden. Alles hat seine Sprache. Hörst Du das Wasser, die Pflanzen, die Steine? Wenn man in Ruhe ist, fängt alles zu leuchten an. Siehst Du den Himmel, die Sterne, den gelben Mond?.
Der Fisch verstand davon nichts. Dinge können nicht reden, meinte er. Was Du siehst, ist nichts besonderes. Still und ruhig sein ist langweilig. Überhaupt bist Du ein langweiliges Muscheltier. Bewegen muss man sich können, bewegen, so wie ich es kann. Verächtlich drehte er sich um und schwamm davon.
In dieser Nacht fuhr ein Fischer mit seinem Boot über das Meer. Er warf seine Netze aus. Dann wartete er in seinem Boot auf den Morgen.
Als die Sonne aufging, waren seine Netze voll und schwer. Der Fischer zog sie ins Boot. Vieles kam da ans Licht: Wasserpflanzen, Muscheln, Fische, Brauchbares und Unbrauchbares. Unter dem Fang waren auch unsere Muschel und unser Fisch.
Der Fischer begann, seine Netze zu leeren. Fisch kam zu Fisch. Bald war das halbe Boot voll Fischen. Einer lag neben dem anderen. Einer glich dem anderen. Heute noch würden sie zum Markt gebracht und verkauft werden. Der Fischer lebte schließlich von den Fischen.
Dann holte der Fischer aus dem Netz, was sich sonst noch darin befand. Als er unsere Muschel ergriff, spürte er, in ihr muss ein Schatz verborgen sein. Behutsam öffnete er sie.
Da ergriff ihn Staunen. Noch nie hatte er etwas so wunderbares gesehen. Die Innenseite der Schalen glänzten wie Silber und es fand sich in der Muschel eine Perle, kostbar, schön.

Alles was die Muschel tief unten auf dem Grund des Meeres in Stille und Ruhe gelauscht, geschaut, was sie in ihr Herz aufgenommen hatte, war zu einem Schatz geworden, zu einer edlen Perle.

 

unbekannt

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Wunderschön             

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler
in der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den
Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was
das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und
das sollten sie neben die Namen schreiben. Es dauerte die ganze Stunde, bis
jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre
Blätter der Lehrerin. Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf
ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre
Mitschüler über den einzelnen aufgeschrieben hatten. Am Montag gab sie jedem Schüler
seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle.

Wirklich? hörte man flüstern. Ich wusste gar nicht, dass ich irgend
jemandem was bedeute! und Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen waren
die Kommentare. Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste
nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert
hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die
Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.

Einige Jahre später war einer der Schüler in Vietnam gefallen und die
Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Sie hatte noch nie einen Soldaten in
einem Sarg gesehen - er sah so stolz aus, so erwachsen.
Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der
den jungen Mann geliebt hatte, ging am Sarg vorbei und erteilte ihm die letzte
Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg.

Als sie dort stand, sagte einer der Soldaten, die den Sarg trugen zu ihr:
Waren Sie Marks Mathe-Lehrerin? Sie nickte: Ja. Dann sagte er: Mark hat
sehr oft von Ihnen gesprochen. Nach dem Begräbnis waren die meisten von
Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie
warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. Wir wollen
Ihnen etwas zeigen, sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche.

Das wurde gefunden, als Mark gefallen ist. Wir dachten, Sie würden es
erkennen. Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das
offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinandergefaltet worden war.
Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen
die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben
hatten.

Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben sagte
Marks Mutter. Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt.
Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte
ein bisschen und sagte, Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der
obersten Lade in meinem Schreibtisch.
Chucks Frau sagte, Chuck bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu
kleben. Ich habe meine auch noch sagte Marilyn. Sie ist in meinem
Tagebuch. Dann griff Vicki, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und
zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. Ich trage sie
immer bei mir, sagte Vicki und meinte dann ohne mit der Wimper zu zucken: Ich
glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt.

Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte.
Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen
würden.

Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben
eines Tages endet. Und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird.
Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt,
sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind. Sag es ihnen, bevor es zu
spät ist.
Du kannst dies auch tun, indem Du diese Nachricht weiterleitest. Wenn Du
dies nicht tust, wirst Du wieder einmal eine wunderbare Gelegenheit verpasst
haben, etwas Nettes und Schönes zu tun.

Wenn Du diese Mail bekommen hast, dann deshalb, weil sich jemand um Dich
sorgt und es bedeutet, dass es zumindest einen Menschen gibt, dem Du etwas
bedeutest.

Wenn Du zu beschäftigt bist, die paar Minuten zu opfern um diese Nachricht
weiter zu leiten, ist dies vielleicht das erste Mal, dass Du nichts getan
hast, um einem Mitmenschen eine Freude zu machen! Je mehr Menschen Du diese Mail
weiterleitest, desto mehr Menschen kannst Du eine Freude machen.
Denk daran, Du erntest, was Du säst. Was man in die Leben der anderen
einbringt, kommt auch ins eigene Leben zurück. Dieser Tag soll ein gesegneter Tag
sein und genau so etwas Besonderes wie Du es bist.

unbekannt

 

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  Seele

 

Es war einmal eine kleine – vielleicht auch eine große – Seele“, die sich freute, inkarniert zu werden, denn sie wollte Bewegung bringen auf Erden. Sie sah andere Seelen, die sie liebte und die bereits auf sie warteten und dass es sehr viel Spannendes zu tun gab. Ganz stark fühlte sie den Auftrag, den sie erfüllen wollte. Der erste Anlauf misslang, denn sie wurde gewaltsam wieder aus dem Körper ihrer Mutter entfernt; doch sie gab nicht auf. Dies war die erste Prüfung ihrer Existenzberechtigung und auch eine Prüfung, ob ihr der Auftrag wirklich ernst war. Nach dem zweiten Anlauf innerhalb von kurzer Zeit, gelang es, wenigstens mal halbwegs unten anzukommen. Sie war inzwischen etwas ängstlich und hielt sich den Rückweg offen. Sie traute der ganzen Situation nicht so recht, denn nun war sie plötzlich ein Menschenkind, nennen wir es Sonnenseelchen und es lebte ein wenig zwischen den Welten und am liebsten in einer Traumwelt, später dann in der Bücherwelt. Als dann dem Teil der Seele, der sich Körper nennt, so viel Schmerz zugefügt wurde, dass sie sich dauernd fragen musste: Will ich überhaupt noch? hätte Sonnenseelchen manchmal fast aufgegeben. In vielen Momenten entschied es sich zwar dafür zu bleiben, aber als Menschenkind nicht mehr zu fühlen. Es gab im Leben dieses Menschenkindes bedrohliche und unendlich traurige Augenblicke und manchmal fand es, dass es wohl einfacher wäre, nicht hier zu sein. Doch die Seele flüsterte immer wieder: Du musst dein Bestes geben, du hast es versprochen und es wird schon alles gut werden. Das Kind hatte natürlich vergessen, wozu seine Seele sich das Hier sein wünschte und warum es eigentlich hierher wollte. Es konnte sich auch selten am Spiel erfreuen, denn sobald es mal wirklich eine ganz freudige Seele war, wurde es zurückgebunden. Dann kam dazu, dass es zu Beginn, was den Körper anbelangte, alles andere als perfekt war, das jedenfalls waren Informationen, die es direkt oder indirekt erhielt. Es wurde an ihm herumkorrigiert, rumgebogen, operiert, rausgeschnitten, ja auch herumerzogen, was alles in Liebe gemeint war, doch ihm das Leben noch schwerer machte. Dies alles hinterließ ein Gefühl, nicht o.k. zu sein. Es fühlte sich hässlich, ungeliebt, unverstanden. Doch ein anderer Teil hatte entschieden, damit zu leben und genau aus diesem Grund nicht aufzugeben. Viele Jahre gingen ins Land und die Seele begrüßte und gebar eine andere Seele aus sich heraus und damit veränderte sich sehr vieles. Plötzlich hatte das Leben einen neuen Sinn und Auftrag und außerdem fand Sonnenseelchen, dass man gar nichts zu tun brauchte, um geliebt zu werden, denn diese neue Seele liebte sie bedingungslos, das fühlte sie tief im Herzen. Jahre später geschah etwas, wo wenige Stunden gefehlt hätten, um diese beiden Seelen wieder voneinander zu trennen. Wäre nicht in einem Augenblick dem operierenden Arzt der Schutzengel von Sonnenseelchen erschienen und hätte er ihn nicht aufgefordert, genau hinzuschauen, hätte Sonnenseelchen nicht überlebt. Die kleine Seele verstand gut, was in der Mutterseele vorging und ermöglichte ihr immer wieder neue Lichtblicke und so gibt es in jedem Leben eines jeden Menschen Schutzengel und Lichtblicke. Nach diesem Ereignis entschied Sonnenseelchen sich sehr bewusst, das eigene Leben nun anders zu leben, denn sie begann, wieder etwas von ihrem Seelenauftrag zu fühlen. Ihr Ziel war, dass nichts und niemand sie abhalten solle, hier das Beste aus ihrem Leben zu machen, egal wie viel Schmerz, egal wie viel Hindernisse oder Ängste es gab. Sie wollte es einfach schaffen. Eine tiefe Sehnsucht in ihr führte sie an verschiedene Orte zu verschiedenen Menschen und in viele, viele Beziehungen. An jedem dieser Orte fand sie ein Stückchen des Selbst und des Seins auf Erden und schenkte auch dem Gegenüber ein Stück davon, auch, wenn es nicht immer so leicht zu erkennen war. Sie stellte fest, dass sie hier auf Erden plötzlich eine Seelenfamilie entdeckte und war gar nicht mehr so allein. Sie hatte dies Mal hier auf Erden Ja gesagt, im vollen Wissen, dass es wohl manchmal alles andere als leicht sein würde. Sie bemerkte, dass sie mit jedem Mal, wo sie trotz ihrer Angst etwas wagte, ihre Seele mehr und mehr eins mit ihrem Körper wurde. Jetzt konnte sie sich immer freier bewegen in der neuen Heimat, und manchmal flog sie in die alte Heimat, bemerkte gleichzeitig, dass beide nicht wirklich so sehr verschieden waren, sondern, dass sie selbst es war, die einfach andere Formen annahm. Heute reist sie hin und her und sie fühlt sich überall zu Hause, denn sie erkannte, dass sie immer in den großen See der Seelen eingebunden ist, wo wunderbare Seelen wie Sananda und viele andere sie lieben und sie bemerkt, dass sie auch auf Erden einen Ausdruck diese Beziehung zu diesen Wesen sein kann. Und dieses Fest feierte sie kürzlich. Sie fühlte sich wirklich als Verbindung zwischen Himmel und Erde und liebte den Planeten in großer Dankbarkeit. Dann geschah etwas, wo wieder ein Hauch dieser erneuten Frage, die alte Frage nach ihrer Existenzberechtigung hier, ausgelöst wurde durch eine andere von ihr geliebte Seele. Einer ihrer höheren Aspekte sagte ihr, dass sie auf dem besten Weg dazu sei, eines ihrer ganz wichtigen Ziele, das sie sich für dieses Leben gewählt hat, umzusetzen, gerade, weil es sie so sehr fordert. Als Trost für diesen Schmerz, den ihr Herz fühlte, erhielt sie eine klare Botschaft aus der geistigen Welt. Zudem hatte sie inzwischen erfahren, dass jeder Schmerz auch der Schmerz des anderen war, und indem sie ihren eigenen Schmerz verwandelte, konnte sie auch den Schmerz des anderen beeinflussen. Plötzlich hatten alle Schmerzen, alle Traurigkeit, alle Wut einen neuen Sinn. Alles, was sie verwandelte, veränderte sie für alle. Viele Seelen hier auf Erden tun dies sehr bewusst, und die anderen tun es auch, sie wissen es nur nicht. In einem Moment tiefer Traurigkeit, die sie kürzlich überfiel, tauchte sie ein in den Seelensee. Lustigerweise erhielt sie diese Botschaft, als ihr physischer Körper gerade in der Badewanne lag und sie sich fast so wie im Schoss des Seelensees fühlen konnte. Die Seele bemerkte lachend, dass viele dieser Einsichten und Wahrheiten ihr in der Dusche, der Badewanne oder sogar auf dem Klo vermittelt werden. Ja, auch die geistige Welt versteht es, die irdische zu necken, so quasi: Lass mal alle Vorurteile fallen, die Beziehung zu Gott oder der Kontakt zum Höheren Selbst geschieht nicht nur in der Kirche oder an von dir gedachten heiligen Orten. Die Botschaft, die sie an diesem Tag im warmen Wasser empfing, gab ihr Kraft, weil sie wusste, dass die tiefe Gewissheit ich ihr auch eine tiefe Wahrheit ist. Doch sie wird vorerst darüber schweigen, denn sie weiß, dass die Botschaft dann zu jedem Menschen kommt, wenn er sich für sie öffnet. Und, wenn sie nicht sterben wird, wird sie ewig leben und eins sein mit ihrer voll erwachten Seele und ihrer Seelenfamilie, deren Mitglieder immer zahlreicher werden. Das wird wiederum ein Riesenfreudenfest sein. Nicht im Hinblick auf die Zukunft will sie leben, denn die Zukunft ist im Jetzt. Sie will diejenige sein, die sie ist, im immerwährenden Moment, der auch Hier und Jetzt heißt, wo alles erschaffen werden kann und sich gleichzeitig auflöst. Ihr Ziel ist es, jeden Moment so bewusst wie möglich zu erleben, in voller Wachheit und Liebe. Sonnenseelchen hat entschieden, ihrem Namen gerecht zu werden. Wir alle sind Sonnenseelchen. Gurunam sagt uns immer wieder: „Euer wahrer Lehrer und eure wahre Heimat ist die Sonne.“

Uns allen wünsche ich viel Sonne im Herzen und immer viel Freude auf der Reise durch das Leben...

 

unbekannt

 Meinen Dank gilt Jerry, er hat mir diesen Text per Mail zugesendet.

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Nachdenkenswertes!!!

Ein wohlbekannter Sprecher startete sein Seminar, indem er einen Scheck von 40 EURO hoch hielt. In dem Raum saßen insgesamt 200 Leute.

Er fragte: „Wer möchte diesen Scheck haben?“ Alle Hände gingen hoch.

Er sagte: „Ich werde diesen 40 EURO Scheck einem von Euch geben, aber zuerst lasst mich eins tun.“

Er zerknitterte den Scheck. Dann fragte er,“ Möchte ihn immer noch einer haben?“ Die Hände waren immer noch alle oben. Also, erwiderte er: „Was ist wenn ich das tue?“ Er warf ihn auf den Boden und rieb den Scheck mit seinen Schuhen am dreckigen Untergrund.

Er hob den Scheck auf; er war zerknittert und völlig dreckig. „Nun, wer möchte ihn jetzt noch haben?“ Es waren immer noch alle Arme in der Luft.

Dann sagte er: „Liebe Freunde, wir haben soeben eine sehr wertvolle Lektion gelernt. Was auch immer mit dem Geld geschah, ihr wolltet es haben, weil es nie an seinem Wert verloren hat. Es war immer noch und stets 40 EURO wert.

Es passiert oft in unserem Leben, dass wir abgestoßen, zu Boden geworfen, zerknittert, und in den Dreck geschmissen werden. Das sind Tatsachen aus dem alltäglichen Leben. Dann fühlen wir uns, als ob wir wertlos wären.

Aber egal was passiert ist oder was passieren wird, DU wirst niemals an Wert verlieren. Schmutzig oder sauber, zerknittert oder fein gebügelt, DU bist immer noch unbezahlbar für all jene, die dich über alles lieben. Der Wert unseres Lebens wird nicht durch das bewertet, was wir tun oder wen wir kennen, sondern dadurch WER DU BIST. Du bist was Besonderes - vergiss das NIEMALS!

Fürchte nie, etwas Neues zu versuchen. Und denk daran: Einfache Leute haben die Arche gebaut - Fachmänner die Titanic.“

unbekannt

 

Vielen Dank Gerald fürs zusenden der Mail.

 

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Das perfekte Herz

 

Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, das sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter über sein schönes Herz.

Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: Nun, dein Herz ist nicht mal annähernd so schön wie meines. Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig und es gab einige ausgefranste Ecken, genauer gesagt....  an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten. Die Leute starrten ihn an: wie
kann er behaupten, sein Herz sei schöner, dachten sie?

Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: Du musst scherzen sagte er, dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen. Ja, sagte der alte Mann, deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige raue Kanten die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten. Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt, manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde - und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?

Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an. Der alte Mann nahm das Angebot an und setzte es in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten, vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde in des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es ausgefranste Ränder hatte. Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen weg, Seite an Seite.

 

Narben auf dem Körper bedeuten,
dass man gelebt hat...
Narben auf der Seele bedeuten,
dass man geliebt hat...

 

unbekannt

 

Diese Geschichte reiste als Funmail durchs Internet. Mein Dank gilt Gerald der mir die Mail zugeschickt hat.

 

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Es war ein Mal ein Herz ........

 

das schlug 100.000 Mal am Tag - nicht mehr und nicht weniger. Es schlug nun einmal so viel wie es nötig war. Das Herz war nicht von der gleichen feuerroten Farbe wie all die anderen Herzen, sondern besaß nur ein schwaches blassrosa. Das schlimme war, dass es mit der Zeit immer mehr an Farbe verlor. Der Lebenskampf hatte es geschwächt und obwohl es noch nicht sehr alt war, hatte es schon viele Falten.

Eines Tages war es auf die Idee gekommen einen Verschlag um sich zu bauen. So suchte es den härtesten Stein für die Wände, das massivste Holz für das Dach und den stärksten Stahl für die Tür.
Nur so, dachte das Herz, konnte niemand mehr hinein zu ihm und es verletzen - niemand konnte es mehr zerreißen. Endlich war es sicher.

Nun saß das kleine Herz in seinem Verschlag.
Es war ziemlich dunkel und kalt dachte sich das Herz. Aber es schloss einfach die Augen und tat was es immer tat -schlagen.
Das Herz fragte sich, was es überhaupt noch für einen Sinn hatte zu schlagen.

Was das Herz vergessen hatte war, dass es sich zwar in Sicherheit vor allem Bösen befand, es niemand mehr verletzen und enttäuschen konnte, dass aber auch niemand mehr hineinkommen würde, der mit ihm lachen täte, jemand der Purzelbäume mit ihm schlagen würde und es wärmte.

Nach einiger Zeit fing das Herz an darüber nachzudenken. Es merkte, dass es einen fatalen Fehler begangen hatte. Mit aller Kraft versuchte es die Stahltür aufzudrücken, doch sie war zu schwer, als dass sie sich bewegen ließ. So begann es gegen die Steinwände zu hämmern, doch außer das sich ein paar Brocken lösten, passierte nichts. Panikartig saß das kleine Herz in seinem selbstgebauten Gefängnis und schlug mindestens doppelt so schnell wie sonst. Wie gern würde es sich jetzt den Stürmen des Lebens hingeben, sich vor Angst zusammen - krampfen, vor Freude hüpfen, wenn es nur könnte.

Es schaute durch das Schlüsselloch hinaus in die Welt und sah die anderen Herzen. Einige waren blass so wie es selbst. Sie schlichen durchs Leben geduckt und allein. Andere wiederum sprangen in leuchtendem Rot - Hand in Hand über Stock und Stein, unerschrocken und gestärkt vom Anderen. Doch was das Herz dann sah, ließ es staunen und es konnte seine Tränen nicht verbergen.

Noch war es rosa und noch fühlte es etwas. Es musste nur diesen Schlüssel finden zu seiner Stahltür. So machte es sich auf die Suche und probierte alle Schlüssel die es finden konnte. Es probierte sogar Schlüssel, von denen es von Anfang an wusste, dass sie nicht passen würden. Das Herz traute seinen Augen nicht. Da war der Schlüssel, den es damals mit in den Stein eingemauert hatte.

Langsam und voller Bedacht den Schlüssel nicht abzubrechen, steckte das Herz ihn ins Schloss. Mit lautem Gequietsche schob sich die schwere Stahltür zur Seite. Das Herz machte einen Schritt nach draußen, schloss die Augen und atmete tief die frische Luft ein. Es streckte die Arme aus, drehte und wendete sich, blickte nach oben und nach unten und hörte gespannt mal hierhin und mal dorthin. Das Herz dachte wie schön das Leben doch sei, machte einige Hüpfer und begab sich auf den Weg um Freunde zu finden.

Das Herz war glücklich - eine Zeitlang, bis es spürte, dass auch dies nicht das richtige Ziel sein konnte, denn auch seinen vielen neuen Freunden fehlte etwas - die Individualität. In ihrer Mitte gab es keinen Platz für jemanden, der Eigenständig war und sein Leben selbst planen wollte. Also löste sich das Herz auch aus dieser Verbindung und genoss sein eigenes Leben.

Nach einiger Zeit merkte das Herz, dass es wieder einen Fehler begangen hatte. Es war zu unüberlegt, zu krampfhaft an die Sache gegangen.
Es verstand, dass man das Glück nicht erzwingen kann. Frei ist man nur, wenn man frei denken kann. Das Herz entspannte sich erst einmal und beschäftigte sich mit sich selbst. Es schaute in den Spiegel und begann sich so zu akzeptieren wie es war, blassrosa und faltig. Es spürte eine wohlige Wärme in sich aufsteigen und eine innere Gewissheit, dass es auf seine Art und Weise wunderschön war.

Es ging über 112 Wege, um 203 Kurven und 24 Berge und Täler, bis es an einem Haus ankam, das mit Stacheldraht umzogen war.
Aus dem Schornstein quoll Rauch, das hieß, dass tatsächlich jemand in diesem Haus leben würde. In einem Haus, das nicht einmal Fenster hatte.
Bei dem Anblick fiel dem Herz ein, wie es selbst einmal gelebt hatte.
Wie sehr es damals gehofft hatte, dass jemand ihm helfen würde und doch niemand sein stummes Flehen erkannt hatte. Es wusste, dass es ihm aus eigener Kraft gelungen war und es war sehr stolz darauf. Aber wie konnte es diesem armen Herzen helfen aus seinem Verlies zu kommen?
So besorgte sich das Herz eine Drahtschere und versuchte den Stacheldraht zu durchtrennen. Aber nach einiger Zeit verließen es die Kräfte.
Auch dieses Herz hatte keine Mühe gespart, für sich den stärksten Stacheldraht zu finden.

Obwohl das Herz das andere nicht sah und auch nicht hörte, sondern nur ahnen konnte was das für ein Herz war, fühlte es eine starke Bindung zu ihm. So grub es ein Loch im Boden unter dem Stacheldraht, um den anderen wenigstens nah zu sein. So stand es vor seinem Haus, vor der gleichen dicken Stahltür wie einst seiner und begann zu reden. Tagelang, nächtelang stand es einfach nur da und redete. Es erzählte von seinem Schicksal. Erzählte ihm, was ihm alles in seinem Leben widerfahren war und es hörte ein schluchzen hinter der dicken Tür. Unermüdlich sprach das Herz weiter. Plötzlich sprach das Herz hinter der Stahltür zu ihm.
Es wollte hinaus zu ihm, und es sehen. Es wollte mit ihm gehen und mehr von dem Lachen und Weinen. Es wollte sich an seine Schulter lehnen, an sich drücken und es nie wieder verlassen. Das Herz war glücklich endlich so jemanden gefunden zu haben, aber was sollte es nur tun?
Wie auch bei ihm früher, wusste das andere Herz nicht mehr wo es den Schlüssel versteckt hatte. So fasste das Herz den Entschluss loszugehen um den Schlüssel zu suchen. Nur wo sollte es anfangen?

Es lief ziellos umher, suchte hinter Büschen, auf Bäumen, tauchte in Seen danach; fragte alle die seinen Weg kreuzten, aber niemand wusste Rat und nirgends fand es den Schlüssel.
So ging es mit schwerem Herzen zurück zu der kleinen Hütte. Krabbelte durch das Loch unterm Zaun um die schlechte Nachricht zu überbringen. Doch zu seinem Erstaunen, fand es die schwere Stahltür geöffnet. Wie war das möglich gewesen? -dachte das Herz.


Plötzlich hörte es eine freundliche und liebevolle Stimme hinter sich. Da sah es ein kleines blassrosa Herz stehen mit glühenden Wangen. Ich habe hier auf dich gewartet sagte das kleine Herz. Ich habe erkannt, dass man es im Leben nur aus eigener Kraft schaffen kann, aus seinem Gefängnis zu entkommen. Doch so viel Kraft konnte ich nur durch dich erlangen. Durch deine Liebe zu mir und meiner Liebe zu dir habe ich den Schlüssel zur Tür meines Herzens gefunden, der mir gleichzeitig die Tür meines Verlieses öffnete. Sie nahmen sich an die Hand und gingen von nun an alle Wege gemeinsam, ihr Herzschlag im gleichen Rhythmus bis an ihr Lebensende.

 

 

unbekannt

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