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                                  Pfingsten

  

 Pfingstbräuche- und traditionen

 

 Manche alten Bräuche gibt es in der heutigen Zeit nicht mehr oder nur noch selten.
 Pfingsten aber ist ein bei allen beliebter Feiertag geblieben.
 Als Fest des Heiligen Geistes ist es auch ein Fest der Hoffnung und der Freude.
 Und beides können wir auch heute in unserer Welt sicher gebrauchen! 
 
 Das christliche Pfingsten wurde entsprechend als Abschluss der Osterzeit
 und zugleich als Tag der Konstituierung des "neuen Gottesvolkes",
 der Kirche, verstanden.
 Nach "Ostern" als dem Urdatum der Kirche wandten sich die Jünger Jesu
 am fünfzigsten Tag ("Pfingsten") zum ersten Mal
 mit ihrer Botschaft in Jerusalem an die Öffentlichkeit.

      

                    

  Man begeht Pfingsten vor allem als Feier zu Ehren der wiedererwachten Natur; 
  der Sommer hat nun endgültig den Winter besiegt, 
  denn das Datum des Festes liegt in jedem Fall immer nach den Eisheiligen. 
  Häuser und Ställe werden mit Grün geschmückt, segenbringenden Zweigen, 
  die keine Winterdämonen verscheuchen und Hexen mehr abweisen müssen, 
  sondern nur Fruchtbarkeit und Glück verheißen.

       

                      

                                                           

 

 Mancherorts trug das Fest den Charakter eines Geschenktags.
 Kindern schenkte man Pfingstwecken in Gestalt einer sitzenden Taube,
 und gebratene Tauben kamen als traditionelle Speise auf den Mittagstisch.
 Das Vieh wird oft erst jetzt zum ersten Mal auf die Weide getrieben,
 Das Tier, das den Zug anführt (manchmal auch: das letzte) ist besonders schön
 mit Blumenkrone, farbigen Bändern und Glocke geschmückt,
 daher auch die Redensart: "aufgeputzt wie ein Pfingstochse".
 Zur bunten Vielfalt des pfingstlichen Brauchtums gehört auch der Pfingstausflug,
 der auch heute noch in vielen Familien gute Tradition ist.                                                                                                                                     
  

Pfingstrose     

 Die Pfingstrose ist ein, aus dem Mittelmeerraum und China
 stammendes Pfingstsymbol, das der Sage nach aufgrund ihrer heilenden Wirkung
 nach dem Götterarzt Paeon benannt worden ist.
 Der Geschichte nach ging eine Frau, als sie vom Tode Jesu erfuhr,
 in ihren Rosengarten und weinte.
 Als sie merkte, dass ihre Rosen keine Dornen mehr besaßen,
 sagte sie: "Gott hat die Dornen fortgenommen, das Leid hat sich in Freude verwandelt."
 
    
 
                         

 Pfingstfeuer

  Bis ins 20. Jahrhundert wurde im Gebirge und in Schlesien zu Pfingsten der Abschied
  von der Winterzeit und der damit verbundene Frühlingsanfang gefeiert.
  Am 2. und 3. Pfingsttag wurde ein Freudenfeuer, das sogenannte Pfingstfeuer, entfacht.
  In vielen Gegenden schmückte man zusätzlich die Häuser mit Blumen und Birkenzweigen
  und sang spezielle Pfingstlieder.
  In der heutigen Zeit wird in manchen Orten immer noch am Pfingstsamstag ein Pfingstfeuer,
  ähnlich wie das Osterfeuer, entzündet.
  Das Feuer ist verbunden mit einem langem Gottesdienst,   Liedern, Lesungen      
  und Erzählungen und einer Nachtwache, der Pfingstvigil.
 
 
                  
 
Seit 2006 lodern sie wieder jedes Jahr, die weithin sichtbaren Pfingstfeuer auf den Höhen um Yach. Der Heimat- und Landschaftspflegeverein hat sich der Tradition angenommen, nachdem diese lange Zeit in Vergessenheit geraten war. Mit den Pfingstfeuern wird auch an das entbehrungsreiche Leben der Hirtenbuben erinnert, die einmal im Jahr — an Pfingsten — von ihrem Dienstherrn frei bekamen und den Beginn der warmen Jahreszeit mit einem Freudenfeuer begrüßten.
                              

 

Pfingstwasser

 

 Das Wasser soll an Pfingsten wie zur Osterzeit über eine besondere Segenskraft verfügen.

 Im Laufe der Geschichte haben sich deshalb auch verschiedene Wasserbräuche herausgebildet.

 Verbreitet war es, sich zu Pfingsten in einem Bach zu waschen. Dieser Brauch erinnert

 ebenso an den Taufritus wie ein ähnlicher aus dem Raum Basel am Rhein (Schweiz).

 Dort wurden zum Beispiel junge Burschen oder auch eine aus Stroh, Tannenzweigen

 und Moos gebastelte Puppe, Pfingstlümmel (Pfingstsprützlig, Pfingstblüttlig) genannt,

 in einen Dorfbrunnen getaucht.

 Mädchen und junge Frauen ließen sich anschließend von dem Pfingstlümmel bespritzen,

 ein Vorgang, der wohl in den Bereich der Fruchtbarkeitsriten gehört.

 Lange Zeit galt Pfingsten wie Ostern auch als beliebter Tauftermin.

 Dem zu Pfingsten niedergegangenen Tau sagte man Heilwirkung nach.

 Angeblich sollte er auch vor Sommersprossen schützen und vor Verhexung behüten.


 

 

 

Der Blumenbogen

Ein weiteres Charakteristikum des Brauches stellt der Blumenbogen dar,

unter dem das auserwählte Mädchen einherschreitet.

In Westfalen ist es oft ein zu einem Halbkreis gebogener Reifen,

der mit Blumen und Grün umwickelt ist und von den Kindern getragen wird.

In Dülmen besteht er aus Flieder und Ginster und in Dorsten ist er mit Watte

und bunten Bändern umwickelt und mit Heiligenbildern behängt.

In den Niederlanden herrscht dagegen die Blumenkrone vor,

die auch bei anderen Pfingstbräuchen anzutreffen ist.

 

 Spätaufsteher und Langschläfer hatten an Pfingsten wenig zu lachen.

 Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich bei diesem Pfingstbrauch um eine Handlung,

 die dem Hirten- und Milchmädchenleben entstammt.

"Das Mädchen, das am Pfingstmorgen zuletzt auf der Gemeindewiese erschien

 um die Kühe zu melken, wurde als Pingstbraut verlacht.

 Sie wurde zur Strafe als Pfingstbraut eingekleidet und durch den Ort geführt.

 Wo sie sich an den Pfingsttagen auch zeigte, war sie dem Gespött der Jugendlichen ausgesetzt.

 Der Brauch sollte von Faulheit abhalten.

 Den Langschläfern unter den Knechten erging es nicht besser:

 Sie wurden "Pingtesvoß" oder "Pingsthammel" genannt.

 Sogar die Kühe und Ochsen, die zuletzt auf der Weide ankamen,

 wurden das ganze Jahr "Pingstekaoh" und "Pingstossen" gerufen.

                                     

  •                 Ein Pfingstochse, der nicht läuft,
                       ein Pfingstbursche, der nicht säuft,
                       ein Pfingstmädchen, das nicht stille hält,
                       das gibt es nicht auf dieser Welt!

  •                 Wenn die Alten schlimmer sind als die Jüngsten,
                       dann ist PFINGSTEN
  •      http://www.sheerascardshopmitherz.de/php/showcard.php?cardid=4bf56c3d40f9b

    (Text u, Pfingstfeuerbild gegoogelt )

     

     

     

     

     

     

    Hier entsteht die Seite pfingsten.html

     

     

     

     

     

     

     



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