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         Zärtlichkeit       

Was steckt in diesem Wort alles drin?
Geborgenheit geben ist ihr tiefer Sinn!
Streicheln, ein liebes Berühren der Hände,
soviel Hingabe ohne Ende,
die Augen küssen, jedes Fältchen im Gesicht,
Angst oder Schamgefühl kennt sie einfach nicht.
Die Haut, jede Stelle des Körpers man zärtlich kost,
so dass in einem ein Feuer tost.
Man ist durch sie zur größten Liebe bereit,
so innig und schön ist die Zärtlichkeit.

Die Liebe ist Feuer aus einem Vulkan,                    
ohne das sie nicht existieren kann.
Durch die Zärtlichkeit wird dieses Feuer entfacht
und hat schon so unsagbar glücklich gemacht.
Der Vulkan in beiden darf niemals erkalten.
Man muss das Feuer stets schüren und erhalten.
Es ist die Vollendung aller Triebe.
Darum nennt man es ganz einfach Liebe. 

Achtet man auf die Erhaltung der Glut,                       
wird man im Alter erfahren.
Die Liebe ist des Lebens höchstes Gut,
und man schützt sie in all den Jahren.
Ist auch das wilde Feuer der Jugend vorbei,
so ist doch die Glut geblieben.
Im Alter ist die Erotik einerlei,
man will sich nur noch inniglich lieben.
Und wieder sind beide für einander bereit,
sich zu geben, die nie verlöschende Zärtlichkeit.

(J. B. 1980)

 

      

 Gewitter

Ich sitze auf dem Balkon voller Ruh´
und schau fasziniert dem Gewitter zu.
Zwischen den Bäumen zerfällt der Regen wie feiner Staub,
hervorgerufen durch das viele Laub.

Doch schon ist dieser Zauber vorbei,
so, als wenn nichts gewesen sei.
Die ersten Vögel zwitschern wieder,
und ich höre ihre Lieder.

Einer schimpft auf einmal sehr,
hat bestimmt kein Nestlein mehr.
Hat die Schwüle sehr gedrückt,
jetzt ist die Natur frisch und beglückt.

 (J.B.2009)

        

 

Gedanken

In jungen Jahren war das so,
immer war man des Lebens froh.
Man hatte keine großen Sorgen,
alles war so unbeschwert,
kein Planen für das Morgen,
Genießen war begehrt.

Dann kam die Liebe und die Pflicht,
Familie, Arbeit, wenig Zeit.
Standard aufbaun wird zur Pflicht,
Unbeschwertheit zur Vergangenheit.

Dennoch gibt es schöne Stunden,
auch wenn die Jahre jetzt schneller vergehn.
Man kann es immer wieder neu bekunden,
das Leben ist doch wunderschön.

(J.B. 2008)

    

Reden und hoffen

Warum die Wunden nur vergraben,
Reden wäre angesagt.
Dass auch andre Kummer haben,
hast du mal danach gefragt?
Teil die Last des schweren Lebens
und du wirst erkennen
Hoffnung hilft, ist nie vergebens
und wird neue Wege nennen.

(J.B. 2008)

 

                

 

Leere den Krug bis zur Neige,
damit Frische sich wieder zeige.
Dann kann Neues in dir walten,
und du kannst umgestalten.

J.B. 2008

            

Der Worte sind so viel geschrieben
vom alten und vom neuen Jahr.
Vom Alten nur Erinnerung geblieben,
und dass es schön oder traurig war.
Vom Neuen will man dann nur hoffen,
dass es so arg nicht werden mag.
Man ist für alles frei und offen,
lebt wieder neu, so Tag für Tag.

(J.B. 2009)

                   

Schwarze Schäfchen

Ein Schäfchen kam schnell angerannt
und weinte gar so sehr.
Man hat mich schwarzes Schaf genannt,
hab keine Freunde mehr.
Ach Schäfchen, musst nicht traurig sein,
das sagt man von uns auch.
Reih`dich in unserm Kreise ein,
so ist es bei uns Brauch.
Gemeinsam weinen, lachen, singen
wird uns auch allen Freude bringen.

(J.B. 2009)

 

 

 

 

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