Vergewaltigung
von Frauen und Männern in den iranischen Gefängnissen
Täglich
werden wir mit neuen Schandtaten des iranischen Regimes gegen das eigene Volk
und gegen die politischen Gefangenen konfrontiert.
Von dem
Schock über etwa 4000 Verhaftungen in den vergangenen Wochen, über
Verschleppungen, Hinrichtungen, Morde und Folter in den iranischen Gefängnissen
noch nicht erholt, erfährt nun die Weltöffentlichkeit aus authentischen
Berichten über die Vergewaltigungen von wehrlosen inhaftierten Männern und
Frauen durch die Schergen des Regimes, die bisher zum Tode von mehreren Frauen
und Männern geführt haben. Parvaneh Mussavi, eine junge Frau, starb infolge der
Vergewaltigung durch ihre Folterer, von denen sieben namentlich bekannt sind,
im Gefängnis.
Dieses
Verbrechen geschieht mit Wissen des Führers Khamaneie und seines zum
Präsidenten ernannten Schützlings Ahmadinejad und wurde erst jetzt von einem
der Kandidaten bei den Wahlen, Ayatollah Karubi, mit Belegen und Beweisen, die
aus den Gefängnissen durchsickerten, bekanntgegeben.
Die
Gräueltaten des iranischen Regimes erfordern neue politische Schritte durch die
demokratischen Länder und ihre gewählten Repräsentanten.
Ein
Wirtschaftboykott wird, wie die Erfahrung in der Vergangenheit gezeigt hat, in
erster Linie die Bevölkerung treffen. Selbst eine verbale Drohung von
militärischer Einmischung, die das herrschende Regime immer wieder durch
Zähnezeigen provoziert, hätte katastrophale Folgen, und wäre ein Schlag gegen
die Demokratiebewegung im Iran.
Die bisherigen
Stellungsnahmen und Haltung der Bundesregierung sind zwar positive Schritte, erzeugen
jedoch nicht den nötigen politischen Druck auf die iranischen Machthaber. Diesen
Stellungsnahmen müssen nun konkrete politische Taten folgen.
Die sofortige
Entsendung einer Delegation von Persönlichkeiten, Juristen und Medizinern zur
Teilnahme an den laufenden Schauprozessen und Inspektion der Gefängnisse ist
zur jetzigen Zeitpunkt ein konkreter und geeigneter politischer Schritt, der
nicht nur zur Rettung von Menschenleben dient, sondern auch der
Demokratiebewegung internationale Solidarität zusichert.
«Die
Assoziation» bittet die demokratischen Parteien, Organisationen und Verbände in
der Bundesrepublik um ihre tatkräftige Mitwirkung zur Realisierung der Forderung
nach sofortiger Entsendung einer Delegation in den Iran.
Mainz,
18.08.2009
Presseerklärung
Nr. 4
Bei
der Ernennung sowie Vereidigung Ahmadinejads haben der „Führer“ Khamaneie und
sein Schützling ein noch härteres Vorgehen gegen die Opposition und
Demokratiebewegung angekündigt.
Gerade
jetzt braucht das iranische Volk die Solidarität und politische Unterstützung
der Weltöffentlichkeit, vor allem zur Rettung des Lebens von tausenden
politischen Gefangenen, die der zügellosen körperlichen und psychischen Folter
ausgesetzt sind.
Die
Stellungsnahmen der Bundeskanzlerin Merkel und des Außenministers Steinmeier deuten
auf eine richtige Politik gegenüber den iranischen Machthabern. Diesen
Stellungsnahmen müssen jetzt konkrete Taten folgen: Die Entsendung einer
Delegation aus Persönlichkeiten, Juristen und Medizinern zur Teilnahme an den
laufenden Schauprozessen und Inspektion der Gefängnisse und ein generelles
Verbot von Lieferungen militärischer und paramilitärischer Ausrüstungen und
Technologie an den Iran durch Eu-Staaten.
Die
Teilnahme des schwedischen Botschafters als Vertreter des EU-Präsidenten an der
Vereidigungszeremonie Ahmadinejads mit der Annahme „Die Tür für die Verhandlung
offen zu halten“ wurde prompt vom Regime als eigene internationale Aufwertung propagandistisch
ausgenutzt. Dieser Schritt des EU-Präsidenten spiegelt ein hohes Maß an
Unerfahrenheit im Umgang mit dem iranischen Regime wider.
Für
die Liquidierung der Demokratiebewegung brauchen die iranischen Machthaber freie
Fahrt. Deshalb werden sie versuchen, sich des internationalen politischen Drucks
zu entledigen. Als Gegenleistung für ein Stillhalten der EU beim blutigen
Vorgehen im Iran, wird das Unrechtsregime eine Bereitschaft zur Verhandlung mit
der EU vortäuschen. Doch diese schmutzige Hinhaltetaktik kennt man vom
iranischen Regime zu genüge. Tatsache ist, dass der Iran auf verschiedenen
Ebenen auf die Beziehung mit der EU angewiesen ist und der politische Druck
seitens der EU sehr wichtigen Stellenwert hat. Deshalb kommt den EU-Staaten
gegenwärtig bei ihrem Eintreten für die Wahrung der Menschenrechte im Iran und
Unterstützung der Demokratiebewegung eine Schlüsselrolle zu, mit der
Gewissheit, dass Sicherheit undFrieden
im Nahen und Mittleren Osten nicht mit dem herrschenden Regime sondern durch Erfolg
der Demokratiebewegung im Iran zu erreichen sind.
In
den nächsten Tagen werden wir versuchen, in Verhandlung mit den demokratischen
Parteien, Verbänden und Organisationen, eine Delegation aus Persönlichkeiten,
Juristen und Medizinern zusammenzustellen.
Mainz, 10.08.2009
i.
A.
Anlage:
Unvollständige
Listen mit den Namen der zu Tode gefolterten, getöteten, verschleppten und
verhafteten Jornalisten/Innen,Künstler/innen,Politiker/Innenusw.…
Presseerklärung
Massendemonstrationen im Iran
Wieder
Tote und Verletzte, wieder Verhaftungen und Verschleppungen
Zum
Andenken an die ermordeten Menschen und der zu Tode gefolterten politischen
Gefangenen sollte am Donnerstag, 30.07.2009 in dem zentralen Friedhof Teherans
eine Trauerfeier stattfinden. Doch die Spezialeinheiten und Sonderkommandos der
iranischen Machthaber griffen die Menschen an und richteten wieder einmal ein
Blutbad an.
Die
Trauerfeier entwickelte sich bald zu einer Massendemonstration gegen die
Terrorherrschaft. Bis spät in die Nacht hinein fanden in allen Teilen der Stadt
Teheran Protestdemonstrationen undKundgebungen gegen das Regime statt.
Laut
Augenzeugen wurden mehr als 300 Menschen verhaftet, darunter bekannteKünstlerinnen und Künstler wie Mahnaz Mohammadi
und Djafar Panahi. Über die Zahl der Verletzten und Toten liegen keine
zuverlässigen Informationen vor. Nach Aussagen mehrerer Krankenhausärzte sind
die Kliniken mit Verletzten überfüllt. Ärzte, die die Auslieferung der Verletzten
an die Sondereinheiten verweigern, werden mitverhaftet.
Inzwischen
sitzen über 40 Reporter und Pressefotografen in Haft. Einigen von Ihnen,
darunter Majid Saidi und Satiar Emami wird „Agententätigkeit“ vorgeworfen, da
sie „Bilder der Demonstrationen im Internet veröffentlicht oder diese der
internationalen Presse zugespielt haben sollen. Ihnen droht die Todesstrafe.
Aus Solidarität mit dem Kampf
unseres Volkes für seine Freiheit undeine demokratische Staatsordnung und gegen die brutalen Menschenrechtsverletzungen
durch das iranische Regime findet am Samstag, 01.07.09 ab 12.00 Uhr eine
Solidaritätskundgebung vor dem Staatstheater ?????????????????in Mainz statt. Wir bitten um
Berichterstattung