Eiablage

 

Die Eiablage findet meistens in den frühen Morgenstunden oder nach einem Frühlings-, Sommergewitter statt.

Die bevorstehende Eiablage kündigt sich wie folgt an: Das trächtigen Weibchen reduziert ein paar Tage vor der Eiablage die Nahrungsaufnahme in überwiegendem Maße oder sogar komplett. Die Eier drücken auf den Magen- und Verdauungstrakt und lassen normale Mengen an Nahrung nicht zu. Außerdem befällt das legebereite Weibchen große Unruhe. Sie klettert über Sträucher, reitet auf andere Tiere auf und wandert unablässig im Gehege umher. Immer wieder wird das Erdreich beschnuppert und Probegrabungen durchgeführt, bis für sie der optimal Ablageplatz gefunden worden ist

Weibchen ist sich noch nicht schlüssig, ob sie hier legen soll

Ungefähr 4 Wochen nach der Paarung beginnt das Weibchen mit der Suche nach einem geeigneten Eiablageplatz. Dieses Verhalten kann man bei neuen Schildkröten meist über Tage beobachten, im Gegensatz dazu, alt eingesessene Weibchen suchen meist den Eiablageplatz von den Jahren zuvor auf.                                     

Bild: Im Zentrum ist der ca. 1,5m² große Eiablagehügel in SüdOst-ausrichtung zu sehen. Dieser Hügel wird von meinen Weibchen ausschließlich zu Eiablage und von meinen Männchen als Aussicht-plattform nach Weibchen genutzt.

Das Weibchen beginnt erst mit Ausheben der Gruben wenn sie sichergestellt hat, dass sie nicht beobachtet wird.

Beim Ausheben stemmt das Weibchen ihre Vorderbeine fest in den Untergrund und mit ihren Hinterbeinen werden schaufelartigen Bewegungen durchgeführt. Sie arbeiten dabei abwechselnd. Der Panzer tänzelt hin und her.

wieder verlassene Grube / Probegrabung

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach Anlegen der Grube beginnt das Weibchen mit dem Auspressen der Eier. In Intervallen von 1-4 Minuten verlassen die Eier die Kloake. Mit vorsichtigem Tasten wird jedes Ei an den Bestimmungsort befördert. Die Ostrasse der Griechischen Landschildkröte legt zwischen 1 und 10 Eier pro Gelege.

Nach dem letzten Ei wird die Grube verschlossen. Sie scharrt die ausgehobene Erde ins Loch und stampft, streicht das Erdreich fest.

Nach 20-30 Tagen folgt zumeist eine Zweitablage. Manche Weibchen haben sogar noch ein Drittgelege.

Wenn sich das Weibchen nach dem Verschließen der Grube entfernt hat, wird diese wieder vorsichtig mit den Händen geöffnet. Das sich im Erdreich befindliche Gelege wird nur mit den Händen freigelegt. Ich rate davon ab ein Löffel,... als Hilfsmittel zu verwenden. Jede Verlängerung unserer Hand lässt uns grobmotorisch werden. Anschließend werden die Eier vorsichtig in einem mit Sand oder Erde gefüllten Behälter gelegt und zu ca. 1/4 oder komplett im Substrat vergraben. Wichtig ist jetzt, dass die Eier nicht mehr gedreht werden. Ein Bleistiftzeichen an der Oberseite markiert die "Nulllage".

 

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