| Seit Menschengedenken war
die Beseitigung der Kadaver von verendeten Tieren wahrscheinlich ein
Sorgenkind der Hygiene und ist also keine Erfindung der Neuzeit. Bereits
im alten Ägypten lesen wir darüber einiges Interessantes. Der Römer
Celsus schreibt über die Vernichtung von gefallenem Vieh durch Feuer.
Spärlich sind die
Berichte aus der Germanen- und Slawenzeit. Beide Völker mieden Kadaver
und verendete Tiere, in erster Linie wohl aus Angst vor Seuchen und
Krankheiten. Außerdem fürchteten sie den Zorn ihrer Götter.
In Europa wurde die
Verwertung des Fleisches gefallener Tiere zur Zeit Kaiser Karl des Großen
(768-814) gesetzlich mit hohen Kirchenstrafen belegt.
Im frühen Mittelalter zählte
der Abdecker zu den "unehrlichen" Leuten. Als Ursache für
diese Anrüchigkeit - levis notae macula - gilt die Verquickung seines
Gewerbes mit dem Amt des Henkers, des Scharfrichters. |