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Hier entsteht die Seite aus meiner Heimat Wirges im Westerwald
Das Wappen aus Wirges
Auf dem oberen Foto ist gesamte Ausdehnung von Wirges (1996/97) zu erkennen.
Am äußeren rechten Bildrand findet man den "Eschenacker". Aus dieser Richtung mit Blick zum Stadion wurde das untere Foto aufgenommen.
Das untere Foto
zeigt den alten Ortskern von Wirges mit der Pfarrkirche "St.
Bonifatius" ("Westerwälder Dom"). Im Hintergrund ist das Schulzentrum
zu erkennen. Die Wohnbebauung im Vordergrund (Am Eschenacker) entstand
nach 1930.
Verbandsgemeinde Wirges
Ton, Keramik und Glas bilden den „Nährboden“
Die
Verbandsgemeinde Wirges wurde im November 1971 gegründet. Sie liegt mit
ihren 12 Gemeinden (rd. 20.000 Einw.) und einer Fläche von 5.666 ha am
Rande von Köppel (540 m), Malberg (420 m) und des Naturparks Nassau in
reizvoller Mittelgebirgslandschaft. Mittelpunkt und Verwaltungssitz ist
die Stadt Wirges, der 1975 die Stadtrechte verliehen wurden. Blickfang
und Mittelpunkt von Wirges ist der „Westerwälder Dom“ (Kirche Sankt
Bonifatius), der majestätisch über die Stadt Wirges herausragt.
Auch
die übrigen Ortsgemeinden Dernbach, Siershahn, Ebernhahn, Mogendorf,
Ötzingen, Staudt, Helferskirchen, Moschheim, Leuterod, Bannberscheid
und Niedersayn bestechen durch ihren individuellen Charakter. Hier kann
sich jeder Gast und Einwohner richtig wohl fühlen.
Ursprünglich
überwiegend land- und forstwirtschaftlich strukturiert, brachte bereits
die Industrialisierung um die Jahrhundertwende eine Umorientierung in
der Wirtschaftsstruktur. Die meisten Einwohner arbeiten heute in
den Wirtschaftsbereichen „produzierendes Gewerbe“, „Handel und Verkehr“
sowie „Dienstleistung“.
Charakteristisch für das Kannenbäckerland sind die Tongewinnung und
–verarbeitung, die Keramikindustrie sowie die Produktion von feuer- und
säurefesten Materialien und die Glasindustrie. Die weit reichende
Produktionspalette der Verbandsgemeinde Wirges umfasst außerdem
Wertstoffrückgewinnungsanlagen, Abluft-/Abwasserreinigungsanlagen sowie
Abdichtungssysteme zum Schutz des Bodens und des Grundwassers. Weiteren
Gewerbeansiedlungen und der Stärkung als Industriestandort steht man
hier positiv gegenüber.
Die Stadt Wirges und Dernbach sind Mittelzentrum. Die Gemeinden sind
sehr verkehrsgünstig angebunden. Sei es über die BAB 3 (Köln-Frankfurt)
oder die BAB 48 (aus Koblenz-Trier) am Dernbacher Dreieck oder das
Schienennetz mit ICE-Anbindung im benachbarten Montabaur (5 km).
Aber auch in anderen Lebensbereichen hat die Verbandsgemeinde Wirges
viel zu bieten. Neben einem umfassenden Angebot an Kindertagesstätten
sorgen hier drei Grundschulen in Wirges, Dernbach und Siershahn und
eine Regionale Schule mit angegliedertem Kinderhort in Wirges für ein
gutes Bildungsangebot. Die Verbandsgemeinde als Schulträger stellt
zudem an der Grundschule Wirges und der Regionalen Schule ein
Ganztagsschulangebot zur Verfügung.
Neben zahlreichen
Allgemein- und Facharztpraxen ist für die gesundheitliche Versorgung
mit dem 300-Betten-Krankenhaus „Arme Dienstmägde Jesu Christi“ mit
Kloster in Dernbach (Sitz und Gründungsort) bestens gesorgt. Abgerundet
wird diese Versorgung durch die ambulanten Pflegedienste der
Sozialstation.
In vielerlei Hinsicht ist in Wirges ein
hohes Maß an Lebensqualität anzutreffen. Charakteristisch für den
ländlichen Bereich wird hier das Kultur-, Sport-, und Freizeitangebot
durch zahlreiche örtliche Vereine vielfältig gestaltet, so dass
Abwechslung garantiert ist. Für jeden Geschmack ist das Richtige dabei.
In Kooperation mit der Nachbarverbandsgemeinde Montabaur befinden sich
in der Stadt Wirges ein Schul- und Vereinsbad und in Montabaur ein
Spaßbad mit großem Freizeitangebot.
Außerdem stehen den Bürgern und den Vereinen, Turn- und Sporthallen,
Sport- und Tennisplätze und Mehrzweckhallen zur Verfügung.
Viele
kleine und große Einzelhandelsgeschäfte sowie ein großes
Einkaufszentrum in der Stadt Wirges laden zum Einkaufen ein. Wem das
nicht genug ist, kann dank der günstigen Verkehrsanbindungen mal
schnell nach Koblenz oder gar Köln und Frankfurt fahren.
Nach
dem Einkaufsrummel ist Erholung angesagt. Erholung hat im Westerwald
einen besonderen Stellenwert. Aus diesem Grund ist diese Region auch im
Touristikbereich sehr beliebt. Nahezu endlose, gut ausgebaute Feld- und
Wanderwege laden zu stundenlangen Spaziergängen ein. Schließlich liegen
die Gemeinden eingebettet in große Waldflächen mit schönen
Sehenswürdigkeiten wie z.B. die Felsformationen oder das Kapellchen auf
dem Malberg oder dem Aussichtsturm auf dem Köppel. Von hier aus genießt
man bei schönem Wetter eine wunderbare Aussicht über den
Unterwesterwald. Damit sich jeder in den vielen Wäldern zu Recht
findet, gibt es in den Fremdenverkehrsämtern gutes Kartenmaterial und
die Wege sind überwiegend gut markiert und größtenteils ausgeschildert.
Anschließend kann man sich in zahlreichen Gastronomiebetrieben kulinarisch verwöhnen lassen.
Ein Tornado im Westerwald am 19.08.2000 |
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In der
Nacht vom 18.08. auf den 19.08.2000, ca. 04:05 MESZ ereignete sich im
unteren Westerwald im Rahmen eines Schwergewitters ein Tornado. Da
die entstandenen Schäden sehr beeindruckend waren, habe ich mich dazu
entschlossen, dieses Ereignis auf einer Website zu dokumentieren. Anhand der aufgetretenen Schäden wurde
der Tornado von Experten nachträglich als
F2/T4 - Tornado eingestuft.
Dies entspricht einer Windgeschwindigkeit von 184 - 220 km/h.
Ein weiteres Anliegen ist,
aufzuzeigen, dass das Auftreten von Tornados nicht nur in den USA,
sondern auch in Europa bzw. Deutschland möglich ist. Der Unterschied zu
den USA liegt in der Gesamtzahl des Auftretens von Tornados, dabei ist
die prozentuale Verteilung der Stärke mit der in Europa vergleichbar.
Auch in Deutschland sind starke bis verheerende Tornados möglich, wie Recherchen von TorDACH in der Historie zeigen. Ein aktuelles Beispiel in der jüngsten Vergangenheit ist der,
als schwerer Tornado (F3/T7)
eingestufte, Tornado von Micheln
vom 23.Juni 2004 in Sachsen-Anhalt.
Meinungen, Anregungen oder Kritik bitte ich an folgende E-Mail-Adresse zu schreiben:
marcus@schaeffer-wetter.de Vielleicht finden sich auf diesem Weg noch Maxsainer Bürger, die evtl. weitere Fotos oder Tatsachen bereitstellen könnten. |
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Marcus Schaeffer, 22/09/2001
(zuletzt überarbeitet am 24.08.2006) |
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Fast alle Karten und Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern |
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Artikel in der
vom 21.08.2000 |
Sturm wütete heftig
Schwere Schäden in Siershahn angerichtet
WESTERWALDKREIS.
Ein schweres Unwetter hat in der Nacht zum Samstag im unteren
Westerwald riesige Schäden angerichtet. Besonders die Gemeinde
Siershahn war betroffen, erlebte buchstäblich die stürmischste Kirmes
seit Menschengedenken. Ein Tornado beschädigte etwa 20 Häuser zum Teil
erheblich. Aber auch in Wirges tobten die windigen Gewalten. In
der Max-Planck-Straße stürzten Bäume auf einen in der Hauseinfahrt
abgestellten Jaguar. Am Friedhof, in der Bahnhofstraße und bei der
Oberland-Glas knickten Bäume wie Streichhölzer um. Am Stadion Wirges
wurde das Trainerhäuschen umgelegt. Auch in Wirges wurden Dächer
abgedeckt - so etwa an einem Anwesen in der Schlesischen Straße. Die
Feuerwehren waren im Dauereinsatz, mussten vollgelaufene Keller in
Nauort, Höhr-Grenzhausen, Wittgert und bei den Schütz-Werken in Selters
leer pumpen. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen bei Wirges,
Helferskirchen und vor allem in der Verbandsgemeinde Selters. Zwischen
Freilingen und Maxsain wurden mehrere Baumriesen entwurzelt. Die L 304
war dicht - der Verkehr musste von der Feuerwehr umgeleitet werden.
Noch am Mittag war die Verbindung von der L 304 in Richtung Weidenhahn
gesperrt. Dort lagen gewaltige Buchen quer über der Fahrbahn und ließen
Erinnerungen an "Wiebke" aufkommen, den Sturm, der vor gut zehn Jahren
ganze Wälder abrasiert hatte. (met/jgm)
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| Die Wetterlage am 18.08. und 19.08.2000 |
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Große
Teile West- und Mitteleuropas lagen am 18.08.00 wie bereits seit
einigen Tagen, auf der Vorderseite eines Langwellentroges, der sich
über dem Ostatlantik immer wieder regenerierte. So herrschte über
Deutschland eine gut ausgeprägte südwestliche Höhenströmung. Hierin
waren kurze Wellen eingelagert, die nordostwärts wanderten. Wegen der
für sommerliche Verhältnisse recht hohen Windgeschwindigkeit mit bis zu
90 Knoten in 300 hPa (= 166,7 km/h in ca. 9500m Höhe; Anm. d. A.) zogen
mit diesen Randtrögen auch kräftige und wetterwirksame Hebungs- bzw.
Absinkgebiete über Mitteleuropa hinweg. In der Bodenwetterkarte vom
Samstag erkennt man eine Front, die sich von Spanien nordostwärts
Richtung Polen und Russland erstreckt. Diese Front hatte sich im Laufe
des Freitags von Süddeutschland an der Westflanke des Hochs über der
Ukkraine als Warmfront bis zur Mitte Deutschlands nach Norden
verlagert. Sie trennte eine potentiell instabil geschichtete und
feucht-warme Luftmasse im Süden von etwas trockenerer und kühlerer Luft
im Norden. Bereits in den Frühstunden des Freitags griff von Frankreich
und der Schweiz her ein Hebungsgebiet auf den frontalen Bereich über
und löste zunächst in Baden-Württemberg und später auch in Bayern
zahlreiche Gewitter aus. Im weiteren Tagesverlauf folgte aber ein
Absinkgebiet nach, so dass von den Mittagsstunden bis zum Abend im
Frontgebiet keine Niederschläge mehr beobachtet wurden. Lediglich
südlich der Front traten in der schwülen Luftmasse vereinzelt
schauerartige oder gewittrige Niederschläge auf. Am Abend näherte sich
von Westen her ein neues Hebungsgebiet und aktivierte das
Wettergeschehen an der Front erneut. So setzte von der Eifel her
gewittriger Regen ein, der sich im Laufe der Nacht zum Samstag in einem
breiten Streifen bis nach Vorpommern ausweitete. In diesem Zusammenhang
wurden zum Teil ergiebige Niederschlagsmengen in kurzer Zeit gemessen,
z.B. in Mendig 36 l/m², aber auch in Ückermünde fielen 16 l/m². Im
Satellitenbild erkennt man die frontale Bewölkung, die sich vom
spanischem Galizien bis nach Südskandinavien erstreckt. Besonders am
südlichen Rand zeigen sich die Gewittercluster. (siehe Meteosat-Bild
unten) [...] Meyer / DWD Wetterkarte und -bericht sowie Meteosat-Bild wurden freundlicherweise vom Deutschen Wetterdienst zur Verfügung gestellt. |
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Satellitenbild am 19.08.2000 um 6:09 MESZ.
Die Superzelle, welche über der Mitte Deutschlands liegt, hatte ca. zwei Stunden zuvor den Tornado im Westerwald ausgelöst. |
Infrarotbild von Meteosat am 19.08.2000 um 2:00 MESZ.
Frontale Bewölkung von Nord- Spanien bis Südskandinavien mit eingelagerten Gewitterclustern. |
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Übersicht der Blitzverteilung am 19.08.2000 um 3:15 MESZ.
Ca. 50 Minuten später (4:05 Uhr) wurde vom linken Gewittercluster der Tornado in Siershahn ausgelöst.
© Siemens AG 2000 onweb.blids |
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| Schadensübersicht und Tornadospur in Siershahn und Wirges |
| Nach
Besichtigung der betroffenen Ortschaften lassen sich die Schäden wie
folgt zusammenfassen (in Reihenfolge der rekonstruierten Spur in der
Karte). |
Wirges:
- umgestürztes Trainerhäuschen am Sportplatz
- umgestürzte Bäume am Friedhof
- zwei teilweise abgedeckte Häuserdächer im Ort
- umgestürzte Bäume hinter der Bahnlinie
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Siershahn:
- umgestürzte Bäume am Rand der Tongrube (im Süden)
- 400 m lange Spur im Ort mit etwa 20 beschädigten Häusern
- umgestürzte Bäume am Rand der Tongrube (im Norden)
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Erläuterung zur Karte:
Rote Markierungen sind Stellen, an denen Schäden festzustellen waren.
Die blaue Linie stellt den wahrscheinlichen Verlauf des Tornados dar. Vermutlich verlief die Tornado-Spur zwischen den Orten und hinter Siershahn durch die Tongruben.
Zu
den Schäden in Siershahn läßt sich sagen, daß bis auf ein teilweise und
ein komplett abgedecktes Hausdach "nur" die Giebel bzw. Schornsteine
der Häuser beschädigt wurden. Ebenso waren auch nur in einem Garten
Bäume umgeknickt. Bäume in anderen Gärten blieben unversehrt, obwohl
die Dächer beschädigt waren; d.h. die Bäume reichten nicht hoch genug,
um beschädigt zu werden.
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| Schadensübersicht und Tornadospur in einem Waldstück bei Maxsain |
Erläuterung zur Karte:
Farbig ausgefüllte Flächen sind vollständig zerstörter Wald. Schraffierte
Flächen sind teilweise zerstört, bzw. nur einzelne umgestürzte Bäume
und abgebrochene Äste (in der Vergrößerung besser erkennbar).
Die
weitaus schlimmsten Schäden hat der Tornado in einem Waldstück zwischen
Maxsain und Ewighausen angerichtet. Die Gesamtlänge der hier
verfolgbaren Tornado-Spur beträgt ca. 1600 Meter. Sie verläuft von
Süd-West in Richtung Nord-Ost, welches auch der Zugbahn des
Gewitterclusters entspricht (vergl. Blitzübersichtskarte). Die
Gesamtmenge des geworfenen Holzes dieser Schneise beträgt nach Auskunft
des Revierförsters ca. 1800fm Buche und ca. 300fm Eiche. Die Länge der
größten Schneise, in einem reinem Buchenwald, beträgt ca. 450m, ihre
Breite ca. 100m. Am Anfang und am Ende ist sie etwas schmaler. Die
größten Schäden gab es parallel zum Wort "Länge" in nebenstehender
Karte. Innerhalb dieser Schneise ist fast kein Baum stehen geblieben.
Am Anfang der Schneise lagen viele Bäume parallel nebeneinander, was
eigentlich untypisch für einen Tornado ist. Je tiefer man jedoch in die
Schneise hinein gelangte, desto mehr Bäume lagen auch ungeordnet
übereinander. Eine weitere Auffälligkeit ist die scharfe Abgrenzung der
Schneise. Zwischen totaler Zerstörung und keinem Schaden an Bäumen
liegen weniger als 5 Meter. Sehr viele Bäume wurden nach ein paar
Metern Höhe "geköpft", bzw. sind auf mehreren Metern Länge zersplittert
(siehe Fotos). Sie hatten zum Teil geschätzte Stammdurchmesser von
80cm. Weiterhin wurden einige Teile von Baumkronen aus dem Wald heraus
auf die benachbarten Wiesen getragen und dort fallen gelassen.
Bemerkenswert waren einige, mit Folie abgedeckte, Holzstapel, die
scheinbar unberührt blieben. Selbst die Folie lag noch korrekt auf dem
Holz und war z.B. nur durch 4 Nägel fixiert. Nach Auskunft von Nikolai Dotzek
liegt das daran, "daß das Geschwindigkeitsfeld in den untersten Metern
über dem Boden so komplex ist, dass es in Wechselwirkung mit dem
Erdboden/Bäumen/Gebäuden auch einmal Zonen mit ziemlich geringerer
Windgeschwindigkeit geben kann".
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Fotos mit Einblicken in die Schneise
(zum Vergrößern anklicken)
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| Schadensübersicht und Tornadospur in den Waldgebieten zwischen Siershahn und Maxsain |
| Zur
Klärung ob die entstandenen Schäden durch ein oder zwei Tornados
verursacht wurden, habe ich eine weitere Exkursion unternommen. Vorher
wurde zur Orientierung eine gedachte Linie zwischen beiden Ereignissen
gezogen, da ich die Schäden im Umfeld dieser Linie vermutete. |
Erläuterung:
ROT: umgestürzte / beschädigte Baumgruppen, kleine und große Schneisen GELB: wahrscheinlicher Verlauf der Tornado-Spur BLAU: vor den Exkursionen festgelegte, gedachte Linie zur Untersuchung, ob beide Ereignisse im Zusammenhang stehen.
Insgesamt fielen
in den Wäldern zwischen Siershahn und Maxsain 11 Stellen auf, in denen
entweder Baumgruppen frisch umgestürzt oder beschädigt waren, oder
sogar kleine Schneisen geschlagen wurden. Dabei entfallen 8 solcher
Stellen auf das Waldgebiet zwischen Siershahn und Quirnbach, und 3
Stellen auf das Gebiet zwischen Quirnbach und der großen Schneise.
Leider gab es im Bereich des Tales um Quirnbach keine definitiven
Spuren des Tornados (außer zwei abgebrochenen Ästen an Obstbäumen, die
aber nicht mit dem Tornado in Verbindung stehen müssen, wenn sie auch
von der Spur her passen würden). Es ist jedoch davon auszugehen, daß beide Spuren von einem Tornado verursacht wurden. |
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| Nach einem Jahr |
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| Nach einem Jahr sind
große Teile der Flächen wieder aufgeforstet und gegen Wildbiß
eingezäunt. Die Förster haben einige Stammreste als Andenken stehen
lassen. Einige von Ihnen wurden in das Alt- / Totholzprogramm des
Forstamtes Selters aufgenommen. Es wird wahrscheinlich Jahrzehnte
dauern, bis die Schneise wieder vollständig geschlossen ist. Diese
Schneise ist ein gutes Beispiel dafür, daß es Tornados auch in
Deutschland gibt. Wäre die Tornadospur nur rund 800 Meter weiter
westlich verlaufen, hätte sie bereits bewohntes Gebiet getroffen und
für großen Schaden in der Gemeinde Maxsain gesorgt. |
"Westerwälder Dom" in Wirges
Die heutige katholische Kirche der Stadt Wirges wurde, wie bereits ihre
Vorgängerinnen, dem Heiligen Bonifatius geweiht. Offiziell heißt sie
demnach St. Bonifatius-Kirche. Veranlasst durch den geistlichen Rat
Johann Diefenbach, einem geborenen Wirgeser, nennt sie der Volksmund
seit 1902 "Westerwälder Dom".

Wer
die katholische Pfarrkirche von Wirges im Westerwald durch den
Haupteingang betritt, erblickt über dem Portal die Statue des heiligen
Bonifatius im Gewand eines Bischofs und mit einem Buch in der Hand.
Dieser heilige Mönch als England, sein ursprünglicher Name war Winfried
kam im 8. Jahrhundert in unseren Sprachraum, um den Friesen,
Thüringern, Hessen und Bayern die Botschaft von Jesus Christus zu
bringen. Bonifatius ist der Patron der Pfarrkirche und der Stadt
Wirges. Seit 1660 ist dieses Patronizium sicher beurkundet. Somit
dürfte Wirges, das 958 erstmals urkundlich erwähnt ist - seit 1325 sind
Seelsorger namentlich bekannt - die älteste Bonifatius-Pfarrei des seit
1827 bestehenden Bistums Limburg sein. Die kath. Pfarrkirche Wirges
gehört zu den imposantesten Beispielen neugotischer Sakralkunst. Dem
neugotischen Stilempfinden entsprechend hat man Lilien und Disteln im
Seitenschiff nachgezeichnet. An den Kapitellen der Pfeiler sind
zusätzlich goldene Weinblätter aufgemalt worden um den Übergang zum
gemalten Gewölbe aufzuwerten. In diesem Zusammenhang sei eine
imponierende Zahl genannt: 147.329,15 qcm Blattgold verteilen sich
heute über die ganze Kirche.
So wie die Kirche ist auch der Flügelaltar im Hochchor, der Allerheiligenaltar, im neugotischen Stil gestaltet. Etwa
in Höhe des über dem Tabernakel hängenden Kreuzes, gruppieren sich
rechts und links die vielen Aposteln und Heiligen, die der Gemeinde
lieb u. wert sind. Geschlossen zeigt der Altar die Verkündigungsszene
und die Krönung Marias. Die Reliefs zu beiden Seiten des Tabernakels
erzählen uns von dem Besuch der Gottesmutter bei Elisabeth. Caspar
Weis, der Schöpfer des Hochaltares und der beiden Seitenaltäre, gilt
heute als ein anerkannter und bedeutender Bildhauer und Maler der
Neugotik. Die alten herrlich gemalten Kirchenfenster muss man bei
guten Lichtverhältnissen betrachten und auf sich einwirken lassen, um
ihre imposante Schönheit zu begreifen.

Zur Ansicht weiterer Fotos des Westerwälder Domes bitte hier klicken
Kirche Westerwälder Dom, Wirges
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