Eigentlich ein gebürtiger Wiener, verkauft sich Freddy Quinn
erfolgreich als Hamburger Jung ? er sei hier gezeugt worden, erklärt er
seine Verbundenheit mit der Hansestadt. Mit wehmütigen Seemanns Balladen
wie "Junge, komm bald wieder" und "Heimweh" landet er zwischen 1956 und
1966 zehn Nummer-1-Hits in der deutschen Hitparade. Entdeckt wurde er
in der Hamburger Washington-Bar, wo er spanische Liedchen auf der
Gitarre spielte und dazu im Bariton sang. Bald ist er Schlagerstar,
Filmschauspieler, tritt in Fernsehshows auf und moderiert die Sendung
"Stars in der Manege". "Blaue Ferne" und "Weites Meer" sind der Stoff,
aus dem die Nachkriegsgeneration ihre Träume spinnt. Bis 1993 verkauft
Quinn über 60 Millionen Tonträger und erhält 15 Goldene Schallplatten,
1984 bekommt er das Bundesverdienstkreuz für seine Verdienste um das
deutsche Liedgut.
Quinn,Freddy
Freddy Quinn sagt: ?Jeder Künstler hat Träume, die nie wahr werden.
Doch ich bin mehr Realist und halte mich meist an Dinge, die im Bereich
des Möglichen liegen. Bei meinen Liedern ebenso, wie bei meinen Rollen
oder als Moderator im Fernsehen.? Wer wollte ihm da widersprechen?
Der Hoffnungssong
Freddy Quinn heißt eigentlich Manfred und geboren wird er am 27. September 1931 in Wien, als Sohn eines Kaufmanns und einer
Journalistin. Man sagt, er habe von frühester Jugend an ein bewegtes Wanderleben geführt und sich verschiedenen Zirkussen
angeschlossen. Die Sehnsucht nach Ferne ? dieses beißende Fernweh ? und der Wunsch, immer in Bewegung zu bleiben, diese Dinge
werden Quinn sein ganzes Leben begleiten, nicht zuletzt in seinen Texten. Bis heute ist das so. Seine Musikerlaufbahn beginnt
verhältnismäßig früh. Quinn ist neunzehn, da hat er bereits erste Engagements als Sänger in verschiedenen Hamburger Bars.
Einen 1. Preis hält er schon ein Jahr später in den Händen: Er hat den Sängerwettstreit in Belfast gewonnen.
Ab 1954 beginnt Quinn mit Schallplattenaufnahmen. Zuerst sind es vor allem Seemannslieder ? für diese Art Song liebt man ihn
noch heute ?, später werden sich darunter einige Countrysongs mischen. Parallel zur Musikerkarriere beginnt er an seinem
Ausdrucksvermögen zu arbeiten. Er nimmt Gesangs- und Schauspielunterricht. Er wird das nicht bereuen. Das Jahr, in dem es
Quinn wegen heißen wird, ?ein neuer Stern sei am deutschen Musikhimmel aufgegangen?, ist das Jahr 1956, das Jahr des Liedes
Heimweh. Deutschlands
Nachkriegsgeneration ist begeistert. Es ist ein versöhnendes, hoffnungsvolles Lied. 38 Wochen lang platziert sich der Song in
den Charts. Und hat Erfolg auch in den Benelux-Staaten, in Österreich und der Schweiz. Quinn bekommt seine erste goldene
Schallplatte.
Zirkus und Film
Er setzt nach und nimmt weitere Schallplatten auf, darunter viele Erfolge. Die Tonträger heißen
Heimatlos (1958); Die Gitarre und das Meer (1959); Unter fremden Sternen (1960);
La Paloma (1962) und natürlich
Junge, komm bald wieder (1965). Man
übertreibt nicht, wenn man sagt, dass Junge,
komm bald wieder noch heute in der Lage ist, viele (ältere) Menschen zu Tränen zu rühren. Es ist ein Evergreen
absoluter Rührseligkeit. Quinns tiefe, immer etwas verlorene Stimme trägt einiges zur Aura des Stückes bei. Die Musik allein
genügt dem ruhelosen Geist aber nicht. Er will endlich zum Film und schafft das auch. Seinen ersten Auftritt hat er in ?Die
große Chance?. Und schon zwei Jahre später spielt er eine der Hauptrollen in ?Die Gitarre und das Meer?. Der Film erhält den
Preis ?Bambi? ? es ist der erfolgreichste Film des Jahres.
Turbulent sind auch die nächsten zwanzig Jahre. Quinn spielt in Musicals, in ?Heimweh nach St. Pauli? (1962), ?Der Junge von
St. Pauli? (1970) und in ?Große Freiheit Nr. 7? (1984). Er präsentiert Fernsehshows, in denen sich seine alte große Liebe vom
Zirkus Gewicht verleiht. So moderiert er etwa die Sendung ?Artistencocktails? (1980), unterhält die Zuschauer in der Reihe
?Manegen der Welt? und moderiert 1981 ?Zirkus, Zirkus?. Legendär sind auch die Hochseilauftritte des Künstlers. Ihre
Besonderheit: Quinn singt, während er über das Seil tanzt. Ferner gibt er ein Konzert in der New Yorker Carnegie Hall, das
ein voller Erfolg wird. Spätestens seit den 90ern ist es etwas ruhiger um den Mann geworden. Obwohl er freilich bis heute
nicht vom Rampenlicht lassen kann, wie man zuletzt an der 2005er Tournee durch Österreich, die Schweiz und Deutschland sehen
konnte. Dem Gerücht, dass er schwul sei, hat der Künstler bis zum heutigen Tage übrigens hartnäckig widersprochen. Um diese
?Wahrheit? müssen sich scheint?s andere bemühen.
geb. 1931
Freddy Quinn
Sänger, Schauspieler und Entertainer
1931
27. September: Freddy (Manfred) Quinn wird in Wien als Sohn eines
Kaufmanns und einer Journalistin geboren.
Von früher Jugend an führt er ein unstetes Wanderleben und
schließt sich Zirkussen an.
1950
Erste Engagements als Sänger in verschiedenen Hamburger Bars,
wie der Washington-Bar auf St. Pauli.
1952
Erste Auszeichnung mit dem ersten Preis eines Sängerwettstreites
in Belfast.
ab 1954
Schallplattenaufnahmen vor allem von Seemannsliedern, später
auch Countrymusik. Beginn des Gesangs- und Schauspielunterrichts.
ab 1956
Mit dem Lied "Heimweh" wird Quinn erstmalig mit der Goldenen Schallplatte
ausgezeichnet.
ab 1958
Aufnahme weiterer Schallplatten mit großem Erfolg: u.a. "Heimatlos"
(1958), "Die Gitarre und das Meer" (1959), "Unter fernen Sternen" (1960),
"La Paloma" (1962) und "Junge, komm bald wieder" (1965).
Bis 1993 verkauft Quinn über 60 Millionen Tonträger, erhält
15 Goldene Schallplatten und 16 mal die Auszeichnung "Goldener Löwe"
von Radio Luxemburg.
1957
Erster Auftritt als Filmschauspieler in dem Film "Die große
Chance".
1959
Hauptdarsteller in dem Film "Die Gitarre und das Meer" (1959), der
mit dem "Bambi" als erfolgreichster Film des Jahres ausgezeichnet wird.
seit 1962
Auftritte in Musicals, wie "Heimweh nach St. Pauli" (1962), "Der
Junge von St. Pauli" (1970), "Große Freiheit Nr. 7" (1984) und
Operetten, wie "Die Fledermaus" (1968) u.a. in Hamburg, Berlin, Wien
und München.
ab 1976/77
Präsentation eigener Fernsehshows, Moderator des "Artistencocktails"
(1980), Entertainer der Sendereihe "Manegen der Welt" bis er 1981 die
Moderation der Fernsehreihe "Zirkus, Zirkus" übernimmt.
1981
Konzert in der New Yorker Carnegie Hall. Ausstrahlung der Personality-Show
"Freddy Quinn in Concert" im deutschen Fernsehen.
1986
Geburtstagssendung im Fernsehen "Ein Abend für Freddy Quinn".
seit 1993
Moderation weiterer Zirkusvorführungen im Fernsehen.
2002
Seine letzte Konzert-Tournee
steht unter dem Motto "Lieder, die das Leben schrieb" und endet im Mai
im Konzerthaus in Wien.
Freddy Quinn
Bildunterschrift: ]
Freddy Quinn, Sänger, Schauspieler, Zirkusartist und TV-Moderator, ist
einer der ersten deutschen Superstars. Über 50 Millionen Schallplatten
hat er bis heute verkauft. Seine Erfolgsserie begann 1956 mit der
Single "Heimweh", die alleine mehr als 8 Millionen Mal verkauft wurde
und dem Sänger zwei von insgesamt 15 Goldenen Schallplatten bescherte.
"Die Gitarre und das Meer" (1959), "La Paloma" (1961) und "Junge komm
bald wieder" (1962) schlossen nahtlos an den ersten Erfolg an. Mit
seinen Hits, seinen Bühnenerfolgen als Musicalstar und mit Hauptrollen
in 13 Spielfilmen eroberte Freddy Quinn das Publikum der
Wirtschaftswunderjahre. Seine Lieder und Filme trafen genau ins Herz
jener Generation, die mit dem Krieg auch das Heimatgefühl zumindest
vorübergehend verloren hatte.
Bis
zum heutigen Tag schlüpft er für sein Publikum immer wieder in die
Rolle des einsamen, heimatlosen Einzelgängers, den es meist als Seemann
in die weite Welt hinauszieht, bis ihn dort das Heimweh packt. Freddy
Quinn wurde zum Fachmann für Sehnsucht, Fern- und Heimweh. Ein Image,
das er zu seinem eigenen Bedauern bis heute nicht mehr losgeworden ist.
Dabei hatte ihm sein Leben diese Rolle auf den Leib geschrieben.
Freddy
Quinns Kindheit glich einer Odyssee zwischen Vater und Mutter, zwischen
den USA und Österreich, zwischen Liebe und Hass. Zeitweise schloss er
sich einem Zirkus im Burgenland an, zeitweise der Fremdenlegion in
Algier. Die Reise ohne Ziel führte Freddy Quinn schließlich 1951 nach
Hamburg, wo er auf St. Pauli seine Karriere als Musiker begann. Dem
Erfolg als Sänger folgte die Schauspielkarriere. Insgesamt 600 Mal trat
er zwischen Flensburg und Garmisch in dem Musical "Heimweh nach St.
Pauli" auf. Zahlreiche Kinofilme wurden auf das Image des Stars
zugeschnitten. Auf dem Höhepunkt seines Erfolges wollte er noch
einmal nach den Sternen greifen und eine Karriere in den USA starten.
Doch Freddys Pathos kam bei den Amerikanern nicht an.
Am 27.
September 2001 feiert Freddy Quinn seinen 70. Geburtstag. Hinter ihm
liegt eine fast 50-jährige Karriere als Bühnenstar, die mit seinem
Auftritt in der ausverkauften New Yorker Carnegie Hall 1981 noch einen
letzten Höhepunkt erfuhr. Trotz vielseitiger Versuche konnte er nicht
mehr an seine großen Erfolge der 50er und 60er Jahre anknüpfen. Die
Konzerthäuser Deutschlands hingegen füllt Freddy, wie er sich heute nur
noch ungern anreden lässt, immer noch mühelos.
Freddy Quinn im Circus Krone
Dreharbeiten zu der NDR-Produktion
"Der große Freddy Quinn Abend"
im Circus Krone am 27.und 28.August 2006 in Bad Segeberg
Begrüßung im Vorzelt durch TV-Moderatorin Inka Schneider
Applaus, Applaus für Freddy Quinns
75.Geburtstag am
27.September 2006
HAPPY BIRTHDAY:
Gefeiert wird standes-
gemäß mit einer großen
NDR-TV-Produktion und
den Lieblingsorten seiner
Karriere. Und was wäre
Freddy Quinn
ohne seine
LIEBE zum Circus,
insbesondere zum
Circus Krone.
Der geborene
Sänger (schon
heute eine
musikalische
Legende !),
Leinwandstar,
Theaterschau-
spieler, Artist
und Fernseh-
moderator
liebt Circusluft
über alles.
Viermal glänzte er bei "Stars in der Manege".
1963:
Hochseil über dem Tigerkäfig (zusammen mit den Carillos).
Sang dabei seinen Erfolgssong "Junge, komm bald wieder)
1967:
Starauftritt mit dem Ballett "Das gibt's nur einmal"
1971:
Gang über das 12-m-Hochseil ohne Netz mit Joe Seitz
(sang dazu: "Oh, mein Papa").
1978:
Überraschungsgast auf dem Hochseil mit den Rudolfos
In der ZDF-Sendung "Arena der Sensationen" ging er über das 18 m hohe Seil
- natürlich ungesichert. In Wien trat er im Raubtierkäfig zusammen mit Löwe
"Radja" auf und schaukelte sich durch den Manegenhimmel (nicht ohne Folgen !).
Plausch mit den Artisten
vor dem Opening
Das Portraitfoto
der beiden Helden
Sein Mut und Können fanden in Artistenkreisen die allerhöchste Anerkennung
- Lohn der Angst war die persönliche Einladung zum Internationalen Circus-
festival von Monte-Carlo durch Fürst Rainier. Sein legendärer Star-Auftritt mit Joe
Seitz wurde ausgezeichnet mit dem Circus-Oscar (außerhalb des Wettbewerbs).
In den 70er und 80er Jahren präsentierte er die legendären TV-Shows:
"Zirkus, Zirkus", "Meine Freunde, die Artisten" und "Manegen der Welt".
In seinem Erfolgs-Film "Freddy-Tiere-Sensationen" überraschte er mit
einem perfekten Auftritt am Trapez.
Ehrensache, daß ihn Circusdirektorin Christel Sembach-Krone zur festlichen
Abendpremiere in Hamburg einlud (Donnerstag, den 14.September, um 20.00
Uhr auf dem Heiligengeistfeld, die vielen Autogrammjäger wird es freuen).
Anmoderation vor dem größten reisenden Circuszelt der Welt: Circus Krone
Was
bewundert
er am
meisten
an den
Circus-
Artisten:
"Sie arbeiten
ohne Netz
und
doppelten
Boden,
alles ist live,
echt und
gekonnt
- das wahre
Leben!".
Einige Stationen seiner "Circus-Karriere" wurden
am 27.+ 28. Aug. im Circus Krone nachgespielt:
Beginn der Dreharbeiten bei Regen. Sympathie-Star Freddy Quinn nimmt's gelassen
Umzug in der Herrenschneiderei (Wagen 45). Der berühmte rote Frack wartet auf Freddy Quinn
Glanzvoller Auftritt als Circusdirektor in Frack und Zylinder
Freddy Quinn, Inka Schneider
Toni-Alexis-Family
Freddy im Kreise
der Toni-Alexis-Family
Lustig sein ist leicht
Gang über das Seil zusammen mit TV-Moderatorin Inka Schneider
(als Dritter im Bunde: Crazy Wilson)
100 Jahre
Circus Krone
grüßen 75 Jahre
Freddy Quinn
(Links im Bild
mit Stuntlegende
Crazy Wilson
aus Amerika)
Plausch mit Star-Dompteur Martin Lacey jr.
Zur Überraschung
aller bat Martin Lacey
seinen "Kollegen"
in die Höhle
des Löwen.
Und Freddy Quinn
kam gerne ....
Begrüßung durch Überraschungsgast Ingrid van Bergen
auf Andalusierhengst NEVADO in der Manege. Freddy Quinn revanchierte
sich durch einen Dressurritt auf dem pechschwarzen Friesenteufel NEGRESCO
Freddy Quinn,
Inka Schneider und
Ingrid van Bergen
Ingrid van Bergen
vor dem
großen Ritt
Warten auf den Einsatz:
Ingrid van Bergen
auf NEVADO
Zwei gute Freunde teilen die Liebe zu edlen Pferden:
Freddy Quinn und Ingrid van Bergen (extra angereist von den Störtebecker Festspielen auf Rügen).
Live-Auftritt in der Manege mit der Toni-Alexis-Family
Zunächst bläst er ihnen den Marsch....
.. dann erklärt er
lautstark die Aufgabe
und schüttet Toni
alles in die Hose.
Tonito lacht sich naß
- der Papa bleibt trocken.
Das große Finale - mit "Special Guest" Freddy Quinn
Applaus, Applaus für 66 Künstler in der Manege ganz besonders aber für ihn: Freddy Quinn
Die Grazien des
Hauses Krone
werden den
Star-Auftritt
so bald nicht
vergessen
(ebensowenig
alle Zuschauer
im Circusrund).
Fotos / Copyright Dr.Susanne Matzenau (Pressebüro Circus Krone)
und Werner Struß / Strussfoto (herzlichen Dank dafür).
ÜBERRASCHUNG - ÜBERRASCHUNG
Freddy Quinn in der Höhle des Löwen
LIVE - bei Mähnenlöwe Kasanga (immerhin stolze 350 kg schwer) und Martin Lacey jr.
Foto mit Dank an NDR & image-point.de - Foto: NDR / Uwe Ernst
Dabei hatte Freddy Quinn an Löwen gar keine so guten Erinnerungen. Der Grund: Bei einem
PR-Foto in Wien stieg er - zusammen mit Löwe Radja - auf die Manegenschaukel. Radja
wollte "spielen" und und "zwickte" Freddy Quinn ins rechte Knie. Nach kurzer Schreckens-
sekunde trennte Dompteur Hanno Coldam die Beiden. Doch heute noch zieren vier kleine
Narben das Knie des berühmten Sängers und Schauspielers (Wiener Stadthalle, Feb. 1978).
Marcella Matloch-Coldam, die Tochter der DDR-Legende Hanno Coldam sagte dazu:
"Mein Vater hämmerte mir immer den Respekt vor Tiger und Löwen ein". Das galt selbst
für Tiere, die mit der Flasche aufgezogen waren und als zutraulich galten. "Löwen sind und
bleiben Raubtiere". Sie weiß aber auch: "Wer einmal einen richtigen Angriff eines Raubtiers
erlebt hat, der ist ein anderer Mensch".
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