von Gottes Glanz.

.Dem holden Lenz geschmeide
Der Rose, meiner Freude
Die schon gebeugt und blasser.
Vom heißen Strahl der Sonnen
Reich`ich den Becher Wasser
Aus dunklem, tiefen Bronnen.
Du Rose meines Herzens!
Vom stillen Strahl des Schmerzes
Bist du gebeugt und blasser.
Ich möchte dir zu Füßen
Wie dieser Blume Wasser
Still meine Seele gießen!
Könnt ich dann auch nicht sehen
Dich freudig auferstehen.

Du kleine Rose, glaube mir,
du sollst Luc indes Busen schmücken.
Ich selber will dich ihr mitzt auf den
vollen Busen drücken.
Dann sag ich:" Mädchen, küsse mich.
Sieh, dies ist Flora dir geweiht.
Sieh, wie die Rose sich
schon über ihre Stelle freut."
Doch untersteht der Jüngling sich
Dich von dem Busen abzubrechen.
Dann, Rose, räche mich,
dann musst du ihn gewaltsam stechen.
Doch wenn in meines Mädchen Brust
nach mir sehr zarte Wünsche regen.
O die geliebte Brust!
Dann hauch ihr süßen Duft entgegen.

Die Knospe der Rose
Von der üppigen grünen Blätter
Schatt`gem Netze dicht umwoben
Wagt der Kelch nicht zu entfalten,
Knospe noch, die zarte Rose.
*
Und sie reift das Gold der Düfte
In des Kelches tiefem Borne.
Reift der Reize stille Mächte
In dem innersten verborgen.
*
Rose, Rose! bald entschwellen
Muss die Kron`der vollen Knospe
Steigen bald das Gold der Düfte
Aus des dunklen Kerkers Wohnung.
*
Purpur glühend wird erstrahlen
Dir, der Sehenden Aurora
Ihr dein Kelch entgegen glühen
Von der Blätter grünem Throne.
*
Selig, selig, wenn erblühte
Dann die lang`verschlossene Krone,
Daß er trinke Gold der Düfte
Aus dem reichsten Kelch der Wonnen.

Ein Rosenblatt
Als jüngst der Bach im Morgenglanz
den ersten Kuss der Rose gab,
da sank aus ihrem Blütenkranz
in seine Flut ein Blatt hinab.
Dies trägt er nun auf seinen Wellen
durch Wald und Flur um süßem Weh`
und wahrt es selbst an öden Stellen,
bis es verrauscht im tiefen See.
Wenn auch im bunten Weltgetriebe
schon unsere letzte Freude schwand,
das Rosenblatt der ersten Liebe,
umschwebt uns bis zum Grabesrand.
Die Rose hab ich ins Bette genommen,
was soll sie im Glas langsam welken -
Überall soll man ein heiligtum der
Natur mit herumtragen,
das frei macht vom BÖSEN.
Wer kann in Gegenwart einer Rose nicht mit
edlen Gedanken gefüllt sein?
Ich hab`s lieb das Röschen mit dem
ich geschlafen hab-
es war matt, nun hab ich`s ins
Wasser gestellt, es erholt sich.

Ein frischer Strauß aus Heckenrosen,
wenn die Frühlingssonne lacht,
ist ein freundliches Liebkosen,
das du mir ins Haus gebracht.
Wie ein Brautkranz lassen flechten
Blüten rosa sich und weiß
und am Tage, wie in Nächten,
Deinen Schritt erseh`n ich heiß.
.
Wie eine Rose Blühet
Wie eine Sonne Blühet,
wenn man die Sonne siehet.
Begrüßen diese Welt,
die eh der Tag sich neiget
eh sich der Abend zeiget
verwelkt und
unversehens ab gefällt.
So wachsen wir auf Erden
und hoffen groß zu werden
und schmerz, und sorgenfrei,
doch eh wir zugenommen,
und recht zur Blüte gekommen
bricht uns des
Todes Sturm entzwei!


Ganz zaghaft durchquert sie den Boden
Von ihren verkräuselten Wurzeln
durch die trockene Erde hindurch,
hat sie es geschafft.
Langsam bildet sich eine Knospe
auf dem saftigen, grünen Stamm.
Ihre Dornen wachsen ganz allmählich.
Plötzlich sprüht eine Blüte auf.
Wie ein Feuerwerk erglüht sie.
Sie wird größer und größer,
mächtiger und mächtiger.
Die Farbe quillt fast über
sie leuchtet so prunkvoll,
so voller Stolz.
*
Ein Blatt fängt an sich zu kräuseln
Es fällt zurück auf den Boden.
Ein anderes folgt.
Und noch eins und immer mehr Blätter
welken und verlieren den Halt.
Es ist, als würden sie schweben.
Sie wiegen hin und her,
bis sie den Boden berühren.
Die Rose verwelkt,
fällt in sich zusammen...
*
Ein Augenblick der Trauer...?



Hier sollten Rosen blühen.
Von den großen, blassen, gelben,
Und sie sollten in einem übbigen Büschel
über die Gartenmauer hängen
und gleichgültig die zarten Blätter
in die Wagenspuren am Wege
herab rieseln lassen.
Ein vornehmer Schimmer von all dem
verschwenderische Blumenreichtum
da drinnen.
Und lasst sie dann den feinen,
vorüberziehenden Rosenduft haben,
der nicht festzuhalten ist,
der ist wie von unbekannten Früchten,
von denen die Sinne in ihren Träume fabeln.
Oder sollten sie rot sein, die Rosen?
Vielleicht!


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Deine Liebe wie die Rose,
dicht an Herzens mauer wächst,
und ich fürchte deinen Dorn,
welcher kratzt sie und zerfetzt!
Und sie wächst und wächst so schnell,
ihre Dorne kaum noch stören,
von der Mauer meines Herzens,
sind Beschwerden nicht zu hören.
Nun die Rose zeigt die Blüten,
wird betrachtet voller Neid.
Nun die kalte Herzens mauer,
trägt das schönste Rosen-kleid. |
