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letzte Aktualisierung: 15.04.2010Aus gesundheitlichen Gründen sah ich mich gezwungen, meinen Bestand aufzulösen. Die homepage bleibt bestehen. Ich danke für die Treue und die netten Gästebucheinträge.
Vogelspinnen ~ Theraphosidae
Evelyn's Vogelspinnen
Themen hier auf der ersten Seite:
- Bedeutung der Zahlen/Abkürzungen
- Pflanzen im Terrarium (Savannen-/subtropisches Terri)
- Bodengrund
- Terrariengestaltung
- Bildergalerie
- Futtertiere
 Aphonopelma seemanni (damalige Mitbewohnerin, �ber 10 Jahre altes Foto)
Vor gut 15 Jahren hatte die erste Spinne bei mir Einzug gehalten,
nun (2008) kehrte ich wieder zu meinem Hobby zurück, der Haltung von Vogelspinnen.
Hier in meiner homepage möchte ich hauptsächlich meinen Bestand dokumentieren und Erfahrungen weitergeben.
Aus den vergangenen Zeiten ist nichts mehr vorhanden; ich gehörte dem damaligen Vogelspinnen-Stammtisch München an, für den ich auch das "Stammtisch-Blatt'l" entworfen und herausgebracht habe (mit Berichten von unseren seinerzeitigen Mitgliedern).
Dank Internet sind die Möglichkeiten heute weitreichend. Erfahrungsaustausch in Foren, meetings, Stammtische, Börsenangebote, das war vor 15 Jahren in der Form noch nicht möglich. G. pulchripes (vormals aureostriata) A. versicolor C. marshalli
Mein Bestand
Leider musste ich mich aus gesundheitlichen Gründen von diesem faszinierenden Hobby verabschieden. Aus Informationsgründen behalte ich die Seite/Beschreibung aber weiterhin in meiner hp, steckt ja doch viel Arbeit und Liebe darin.
Auflistung der beschriebenen Arten Für Details mit Fotos im Menü <-- linke Seite anklicken
Acanthogonathus francki (Nemesiidae) Gruppenhaltung francki
| Acanthogonathus sp. 'blackform' (Nemesiidae)
| Acanthoscurria geniculata
| Acanthoscurria musculosa
| Aphonopelma bicoloratum
| Aphonopelma chalcodes
| Aphonopelma sp. Maverick, Arizona
| Avicularia versicolor
| Augacephalus ezendami (sp. Mozambique)
| Brachypelma albiceps (ex ruhnaui)
| Brachypelma auratum
| Brachypelma boehmei
| Brachypelma smithi
| Brachypelma vaganz
| Ceratogyrus marshalli
| Chromatopelma cyaneopubescens
| Coremiocnemis tropix
| Euathlus sp. fire (m. Paarungsbilder)
| Euathlus sp. ex Pichidanqui 'femur blue'
| Euathlus sp. Lo Valdes
| Euathlus sp. smaragd Paar
| Euathlus sp. violett
| Euathlus vulpinus
| Eucratoscelus pachypus (Verpaarungsbilder)
| Grammostola sp. 'Concepci�n'
| Grammostola pulchripes (ex aureostriata) Verpaarung
| Grammostola sp formosa (Verpaarung/Kokon)
| Grammostola iheringi
| Grammostola porteri
| Grammostola rosea
| Holothele incei Gruppenhaltung
| Lasiodora difficilis
| Lasiodora itabunae
| Lasiodora parahybana
| Lasiodorides polycuspulatus
| Pamphobeteus fortis
| Maraca horrida
| Monocentropus balfouri
| Orphnaecus sp. Negros
| Selenobrachys philippinus
| Stichoplastoris sp. (Las Juntas)
| Thrixopelma pruriens
| Thrixopelma ockerti
| Yamia sp. Khao Lak
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Bedeutung der Zahlen/Abkürzungen
1.0 (oder 1.0.0) = Männchen
0.1 (oder 0.1.0) = Weibchen
also bedeutet z. B. 0.1.4 = es handelt sich um ein Weibchen und um vier Jungtiere (unbestimmt)
1. Zahl = Anzahl der Männchen
2. Zahl = Anzahl der Weibchen
3. Zahl = Anzahl der geschlechtlich unbestimmten Tiere.
(X steht für eine unbestimmte Anzahl,
z.B. bei nicht gezählten Spiderlingen 0.0.X)
Verschiedene Abkürzungen:
CF = 'confer' unbestimmte/unsichere Artzugehörigkeit DCF = dark colour form DS = Dyskinetisches Syndrom DNZ = Deutsche Nachzucht FH = Fresshaut HD = Heimchendose KL = Körperlänge NZ = Nachzucht RCF = red colour form RH = Reifehäutung
RLF = relative Luftfeuchtigkeit TCF = typical colour form UMV = usambara mountain variant
WA2 = Schutzstatus des Washingtoner Abkommens (Brachypelmen, Herkunftsnachweis!) WF = Wildfang
Pflanzen im Terrarium
Meine Terris & Beleuchtung ... -> klick)
Terri von Grammostola aureostriata
Ich bepflanze grundsätzlich meine Terrarien.
Sub-tropische Terrarien
Die meistverwendeten Arten bei mir sind: verschiedene Moose, Scindapsus, Ficus pumila (Foto oben li.), Ficus benjamina (Foto re., Zwergform) und Efeutute sowie verschied. Farne. Gerade in feucht-warmen Regenwald-Terris halten sich Farne gut.
Langlebig sind Farne aus unserem heimischen Wald nicht. Tipp: die günstigen Farne von IKEA ;-).
Ficus pumila ist mein Favorit (Bild oben li.), da diese Kletterpflanze gut an Rückwänden z. B. aus Kork hochwächst.
update: Die Erfahrung hat gezeigt, dass gerade für die 30x30x30 cm Terris der Ficus benjamina (wenn auch Zwergform, Bild oben re.) nur bedingt geeignet ist; er nimmt zuviel Bewegungsraum, trotz ständigem Zuschneiden. Für "mein Auge" schön, jedoch muss ich auch an die VS denken.
Moospolster halten gut die Feuchtigkeit im Terri; sie bringen auch Mikroorganismen und weisse Springschwänze mit. Von Zeit zu Zeit muss man jedoch auch diese gegen frische auswechseln. Am besten halten die schon etwas 'Sonne' und Trockenheit gewöhnten Moose, findet man auf Terrassen, Gartenwegen und am Wegesrand. Die filigran, empfindlichen Moosgewächse aus dem dichten Wald sind nicht so gut geeignet, sie brauchen auch mehr feuchten Untergrund und Kühle, sind sonnenempfindlich. 
Efeutute - Epipremnum pinnatum 'variegata'
Savannen-Terrarien Bei Trocken-Terri's verwende ich Sukkulentenarten sowie Lithops - lebende Steine.
Aber auch der Ficus pumila kommt mit trockenen Verhältnissen zurecht, wenn man etwas -nur am Wurzelwerk- giesst.
Ein trockenes (hellbraunes) Grasbüschel gibt auch den Einduck einer Trockensavanne.
Am Seeufer sammle ich Holzstückchen, die schon glattgeschmirgelt sind, von Wasser und Sonne fast wei� gebleicht, ein gutes Dekomaterial.
Falls meine Erde-/Lehm-/Sandmischung optisch zu dunkel erscheint, brösel ich auf die Oberfläche trockene Lehmerde aus dem Wald (oder Tüte) auf.
Lithops
Leider sind bei mir diese o.g. Pflanzen nicht sehr langlebig im Terri.
Ganz gut hält sich diese Himalaya-Art (keine Grünlilie!) Diese braucht sogar Trockenzeiten, nur ab und an giessen.
Hier noch ein Tipp zum punktgenauen Benetzen mit Wasser, gerade bei Trocken-Terris sehr praktisch (oder bei VS, die die Sprühflasche nicht leiden können):
Die Laborflasche! Im Baumarkt erhältlich beim Autozubehör.

Bepflanzung versuche ich auch in kleinen Spiderlings-Beh�ltnissen. Unten abgebildet eine "Rocher"-Dose (15x11x7 cm) mit Moosen und Ficus pumila.
Deckel in der H�lfte durchges�gt, mit Tesa verbunden, So muss ich nicht den ganzen Deckel abheben, nur die H�lfte aufklappen.
Bodengrund
Meine Substratmischung besteht -abgestimmt auf Grabtätigkeit, Anspruch auf Feuchtigkeit und Vorkommen der VS- aus
Kakteenerde (oder Blumenerde), grabfähigem Terrariensand, Torf/Humus (Bricks) sowie ggf. noch zusätzlich Lehmpulver.
Die Kokosbricks sind m. M. nach NICHT geeignet. Entweder man hat Staunässe oder schon mal ausgetrocknet, halten sie die Feuchtigkeit nur schwerlich; ausserdem ist es kein natürlicher Bodengrund! Das Kokosmaterial bietet keine Festigkeit für grabende VS.
Evtl. vorgedüngte Blumenerde ist nicht schädlich für Spinnen. Gerne verwende ich auch schon trockene Lehmerdeaus dem Wald, hängend am Wurzelwerk umgestürzter Bäume, diese finde ich leider nicht oft. Walderde wäre natürlich ideal.
Mit Bepflanzung kann man am besten ein kleines Stückchen des entsprechenden Habitats imitieren, dient also in erster Linie dem optischen Effekt. Wichtig ist es m. M. nach aber ebenso für das Mikroklima, die Bodenbelüftung (Durchwurzelung) und es ist einfach "naturnah", auch wenn der Zeit- bzw. Pflegeaufwand dann für ein Terrarium höher ist. Wenn man keine Möglichkeit auf Walderde hat, kann man in ein feuchtes Terrarium auch Springschwänze (Collembola) oder weisse Asseln einsetzen (nicht nötig und auch nicht überlebensfähig in Trocken/Savannen-Becken). Sie kümmern sich um die "Entsorgung" von verrottenden Pflanzenteilen, Schimmel, Kot und Futterresten. Diese weissen, 1-2 mm länglichen "Punkte" ;-) vermehren sich nicht in der Wohnung, keine Sorge. Wenn keine Möglichkeit für Waldbesuch vorhanden ist, z. B. zu bestellen bei kerf.de. Aber mit einem Stückchen Moos oder Blätter aus einem Garten hat man ggf. dem auch genüge getan. Hier ein sehr guter Artikel über Pflanzen im Terrarium: DEARGE 5/2003: www.dearge.de/arachne/doc/2003_05_8.pdf
Terrariengestaltung
Bei der Terrariengestaltung verwende ich als Rückwand Naturkorkplatten (keine Presskorkplatten vom Baumarkt!), eingeklebt mit der Heissklebepistole. Sie sehen natürlich aus und nehmen nicht so viel Platz weg.
Mit den gepressten Kokosfaserplatten hatte ich keine gute Erfahrung, m. M. nach ungeeignet. Sie quellen auf, zersetzen sich und werfen Wellen durch die Feuchtigkeit. Doppelklebeband und Heisskleber hält sie nicht am Glas; dahintergekrochene Heimchen verenden und beginnen zu riechen. Bei den kleinen 15cm-Würfeln ist die Verwendung der Kokosfaserplatten noch machbar.
Für Höhlen und Verstecke tendiere ich immer mehr zu Baumrinden aus dem Wald. Sehr feuchte Becken benötigen jedoch Korkrinden, da diese nicht schimmeln.
An Plätzen, wo Bäume gefällt oder umgestürzt sind, findet man die gelöste, trockene Rinde als Stücke, schon leicht gerollt oder gebogen - ideal.
Oft auch mit Moos bewachsen, das sich erstaunlich gut hält, wenn man regelmässig sprüht und die Temperatur/LF im Terri nicht ganz so hoch ist. Auch getrocknetes Moos sieht noch natürlich aus auf der Rinde. Manchmal bildet sich stellenweise Schimmel (gerade in feuchteren Terris); dies lässt sich leicht durch Einsetzen von Springschwänzen oder weissen Asseln beheben, die diesen fressen.
Ansonsten kommen die üblichen Korkröhren zum Einsatz sowie Steine und Laub. Auch im Wald abgesägte Wurzeln von umgestürzten Bäumen (für feuchte Terris) sowie Laubbaumäste für eher trockene Terris. Das Holz der Wurzeln ist beständiger im feuchten Milieu und schimmelt nicht, wie ab und an die Äste der Obstbäume.
Die Wurzel(Ast)gabeln sind auch ideal um kleine Terrassen zu schaffen (mehr Platzausbeute im Terri) oder um damit die Höhlenbauten abzustützen.
Schaffung verschiedener Zonen
Durch gebogene Rindenstücke (bzw. Kork) versuche ich eine grosse Höhle zu schaffen. Diese wird dann meist von der VS innen selbst noch durch Erde gestaltet oder verengt. So entsteht ein kühler "Kellerbereich".
Darauf lege ich noch eine hügelige Erdlandschaft an, evtl. mit Wurzeln, Geäst und Pflanzen - hin bis zur Wärmequelle.
Im oberen warmen Bereich auf der Korkrückwand bringe ich quer ein Stückchen trockene Weidenrinde (schwer zu finden ;-) mit Heisskleber an (s. Foto unten). Dieser kleine Vorsprung (2-4 cm) schafft eine bequeme Sonnenmöglichkeit.
Dadurch entstehen im Terri mehrere Zonen. Der grössere Höhlenbereich birgt natürlich die Gefahr, dass man seinen Pflegling weniger zu Gesicht bekommt.
Ein Züchter sagte mir mal, meine Terris sind zu "voll" (natürlich beurteilt ein Züchter ein Terri auch mit anderen Augen, da muss ein Becken pflegeleicht sein). Ich bin aber mit meiner Einrichtungsweise immer gut gefahren. Es wirkt evtl. manchmal 'voll', jedoch bietet es der VS verschiedene Bereiche, die die meisten meiner Erfahrung nach, gerne nutzen. Oft auch phasenweise: wochenlang im oberen warmen Terrassenbereich, dann wieder im unteren kühlen Erd- bzw. Höhlenareal.
hier Beispiele von 45x45x45 cm- Terris
45er-Würfel der geniculata, versenkte Morkienwurzel L. difficilis die folgenden sind 30x30x30 cm Würfel:
Aphon. sp. Maverick G. porteri
E. sp smaragd 1.0 (Chile) A. versicolor
Mehr Beispielbilder hier - meine Terrarien Da ich die nackten Glaswände sehr 'naturfern' empfinde, möchte ich auf eine Rückwand aus Naturkorkplatte nicht verzichten. Diese gestalte ich noch mit trockener, dicker Weidenrinde (quer, mit Heissklebepistole angebracht), um kleine Terrassen zu bilden. Das gibt der VS die Möglichkeit, bei Bedarf bequem und näher an der Wärmequelle zu sitzen. Der eingeklebte 'Vorsprung' ist aber nur ca. 2 - 4 cm dick.
Bildergalerie
Momentaufnahmen der Terrarien
Futtertiere
Heimchen ~ Grillen ~ Heuschrecken

Meine persönlichen Futter-Favoriten sind Heimchen. Grillen sind zwar grösser und zirpen nicht so laut, aber die Tiere sind nicht so aktiv wie Heimchen.
Sie sitzen lange Zeit bewegungslos im Terri und die VS hat oft keinen Anreiz sie zu fangen. Schaben kann ich aus persönlichen Gründen ;-) nicht verfüttern.
Bei grossen adulten Tieren und starken Fressern kommt man aber an entsprechend grossen Futterinsekten wie Heuschrecken, Schaben nicht vorbei.
Zur bzw. gegen (lebend) Mäuseverfütterung *) unten einige Argumente. Gerade bei Heuschrecken habe ich immer wieder Futterprobleme, ich finde die Haltung im Winter nicht gerade einfach. Im Garten suche ich Brombeerblätter, Klee, Löwenzahn, Gräser.
Als Mischkostler scheitere ich aber bei ihnen mit meinen Fischfutterflocken.
Auch das Vogel-Winterfutter mit getrockneten Insekten usw. wurde nicht angenommen.
Für Tipps oder Infos bin ich dankbar.
Achtung: Wenn die Heuschrecken nicht schnell zur Beute werden, also z. B. auch über Nacht im Terri verbleiben, können sie ganz schönen Schaden an den Pflanzen anrichten.
 Heimchen oder Mittelmeergrillen sind da genügsamer, da sie Allesfresser sind.
Als Futter sollte man eine Mischung aus Trockenfutter und etwas Feuchtfutter anbieten.
Trockenfutter: Haferflocken, Hundeflocken, Weizenkleie, Fischfutter, Honigfutter für Weichfresser,
ggf. Mineralstoffe und Vitamine. Feuchtfutter: Weizenkeimlinge, Salat, Äpfel, Karotten, Apfelsinen, Kräuter, Gras. Bei Feuchtfutter ist eine zusätzliche Wasserversorgung (flache Schale) nicht nötig. Bodengrund: Im Moment halte ich sie auf einer Schicht Haferflocken (mit Eierschalen oder zusammengesteckten Toilettenpapierrollen als Behausung). Dies scheint eine gute Lösung. Mit Erde als Boden fühlten sie sich wohl, legten auch ständig Eier), muss aber sehr sauber gehalten werden, da schnell Schimmelbildung und Geruchsentwicklung. Früher hielt ich sie auf Sagespäne; hygienisch ok, aber das Futter wie Hafer- oder Fischfutterflocken veschwindet darin.
Heimchen (Acheta domesticus) werden 18 - 25 mm lang, Weibchen sind grösser. Unbeschädigte Fühler übertreffen die Körperlänge. Die Weibchen erkennt man an der ca. 20 mm langen Legeröhre (Ovipositor), diese Legeröhre spaltet sich bei älteren weibl. Tieren der Länge nach. Aus den 3 mm langen, weissen und schmalen Eiern schlüpfen nach einigen Stunden/Tage weissliche Jungtiere. Heimchen sind sehr lebhaft und springen auch weit und hoch. Heimchen oder Grillen nachzuzüchten ist einfach. Ich hatte in der Grillenbox 2-3 cm Erde eingefüllt. Die Weibchen bohrten ihre Legeröhre in das leicht feuchte Substrat und legten die Eier ab. Meist werden die an der Oberfläche noch erreichbaren Eier gefressen.
(Mit Zuchtabsicht kann man auch eine eigene flache Schale mit feuchter Erde in die Heimchen-Box stellen und diese nach 2-3 Tagen nach Eiablage entfernen und dann in einer eigenen Box warmstellen).
Ab und zu Abwechslung anbieten, ist empfehlenswert. Ich habe viele Monate keine Heuschrecken gekauft. Als ich nun diese den VS wieder anbot, haben sie sich sichtlich darauf gestürzt. Auch kann man hin und wieder Rosenkäferlarven (Wachsraupen oder Maden) verfüttern. Sie vergraben sich aber ziemlich schnell; besser diese in einer Pinzette der Spinne anzubieten. Da sich die Rosenkäferlarve (sie hat eine Entwickungszeit bis zum Käfer von ca. 6 Monaten) im Pinzettengriff wehrt, spürt man am Metall die starken Beisswerkzeuge der Larve, also Vorsicht vor Häutungen. Rosenkäferlarven
*) Gründe gegen Lebendmausverfütterung Neben meiner Sympathie gegenüber diesen Wirbeltieren sprechen noch andere Gründe dagegen:
1. Mäuse aus Zoogeschäften sind meistens mit Anti-Milben-Mitteln behandelt (damit auch die gefrorenen). Milben gehören zu den Spinnentieren, folgedessen kann ggf. das Milbengift auch bei Vogelspinnen wirken.
2. Mäuse gehören nicht 100 %ig zum natürlichen Beutespektrum der VS, eher noch Geckos :-(
Fütterung älterer Tiere oder ggf. mit verletzten/gebrochenen Chelizeren
Wer Insekten nicht manuell zerteilen kann, ist mit unten genanntem gut beraten
Bewährt hat sich - Fleisch (kleine Stückchen fettfreies Rindfleisch, Tatar, evtl. Herz)
- frisches (aufgetautes) Fischfilet - Shrimps (nicht in Salzlake, sondern aufgetaut, frisch) Achtung: kleine Stücke! Die Reste (evtl. auch noch in unzugänglichem Bereich :-O ) riechen extrem verwest (wg. den Verdauungsenzymen).
Gehört habe ich davon, dass eine VS mit komplett abgebrochenen Chelizeren mit einem in Rinderblut getränktem Schwammstückchen bis zur nächsten Häutung am Leben erhalten werden konnte.
Sling-Fütterung
Neben Micro- bzw. Miniheimchen gibt es flugunfähige Taufliegen (Drosophila); aber die Entnahme der winzig hüpfenden Futtertiere empfand ich als schon etwas nervig ;-) Eine gute Alternative sind Bohnenkäfer (Bruchus quadimaculatus); sie springen nicht, entkommene kann man einfach wieder einsammeln. Soweit ich beobachten konnte, können die Männchen ganz kurze Flüge (ca. 20-30 cm) machen. Die Tiere sind nur ca. 3-4 mm groß; allerdings haben sie eine etwas härtere Chitinhülle als Heimchen.

Die Zucht soll einfach sein; gehalten werden sie auf black eye beans (Schwarzaugenbohnen, im Asia-Shop). Mässige Belüftung, ca. 24 Grad. Der Käfer ernährt sich von der Bohne, legt auch seine Eier darin ab. Wenn alle Bohnen mit mehreren Löchern durchbohrt sind, mit einigen frischen auffüllen.
Eine Zucht startet man mit ca. 20-30 Käfern; angebohrte Bohnen verbleiben dann natürlich in der Dose.
Es gibt auch noch Buffalowürmer (ca. 15 - 25 mm lang), diese haben allerdings einen eher niedrigen Nährstoffgehalt, jedoch viel Fett.
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