Wissenschaftlicher Name: Grammostola spec. "Concepción" Erstbeschreiber: noch nicht erstbeschrieben Grösse: ca. 5 - 6 cm KL Herkunft: Chile, Gegend um Talcahuano, auf der Halbinsel Concepción Lebensraum: Bodenbewohner Temperatur Tag: 23 - 25 °C Nacht: kühl, ~ 17 °C, Winterruhe empfohlen spez. bei Zuchtplanung Luftfeuchtigkeit: 60-70 % Größe des Terrariums: bei mir 30x30x25 cm Bemerkungen:
Diese Grammostola habe ich von der www.Reptilienauffangstation.de übernommen. Es wurde in einem Münchner Wald gefunden. Erst nach der Häutung steht nun die Art fest, G. spec. "Concepción".
Besonderes: Die concepción ist möglicherweise die bisher einzige bekannte unter den Grammostolis, die eine Scopula (flügelartige Verbreiterung an den Vorderbeinen) besitzt.
Grammostola spec. "Concepción" 0.1 Fundtier / Wald München seit 21.05.09 in der Auffangstation, kam am 19.06.09 zu mir KL ca. 5 cm
die Art befindet
sich nicht mehr in meinem Bestand. Aus Informationsgründen behalte ich
die Beschreibung/Seite aber weiterhin in meiner hp (mit Absprache des Neubesitzers)
 Hier die Grammostola sp im Quarantäne-Terri, sie hat keine Brennhaare mehr auf dem Abdomen kein Wunder, man weiß ja nicht, wie lange sie sich im Wald aufgehalten hat
auch der Carapax wirkt "wie abgewetzt". Sie ist sehr ruhig, bewegt sich kaum, wird sich aber sicher erholen, erst recht, wenn eine Häutung stattgefunden hat.
Ich bin mir unsicher, ob dies eine porteri ist. Bei Einzug sehr blass; nun hat es den Anschein, dass sie mehr Farbe bekommt. Erst nach Häutung kann ich mehr sagen.
03.08.09 - Häutung Die
Grammostola hat bis jetzt kein Futter angenommen; sie ist seit 3 Wochen
auch sehr träge. Das Abomen ist sichtlich kleiner geworden. Heute endlich! Seit Stunden liegt sie auf dem Rücken. Hoffen, dass die Häutung gut verläuft.
Sie hat an den Beinen einige seltsame, weiße Punkte, so groß wie Milben, aber es sind keine. Sie sind unbeweglich (diese sind nun auch nach Häutung wieder an selber Stelle zu erkennen).
04.08.09 Die Häutung ist gut verlaufen. Sehr schöne VS, aber das kann aber keine G. rosea/porteri sein! Sie
hat über den Metatarsen diese "flügelartige Verbreitung" (Scopula), wie
bei einer Baumvogelspinne. Dies ist mir vorher nicht aufgefallen.
Leider bin ich in Bestimmung nicht gut; ich werde jemanden suchen, der
die Haut untersuchen kann.
Exuvie:
Auch nach der Häutung ist die G. spec. sehr ruhig und träge; wie als würde es sich um ein älteres Tier handeln.
Fotos 3 Tage nach Häutung.
Es ist nun von drei Seiten die Vermutung bestätigt worden, es ist eine Grammostola spec. Concepción.hier Vergleichsfotos von Ondrej Rehák sowie spiderlinge.de, wo man ansatzweise auch d. Scopula erkennen kann. Hier Haltungs-/Habitat-Infos von 08/2006 v. Pedro Avaria zu sp. Concepción. Spermathek
Die Exuvie wurde nun untersucht; ich zitiere: "Ich habe an der Exuvie alle wesentlichen Gattungs-Merkmale für Grammostola spp. gefunden. ...
Anbei ein Foto der Spermathek (Glückwunsch zum Weibchen), welche sehr der von G. rosea (KLICK) ähnelt.
Sowie ein Bild der Bedornung am Metatarsus. Die Dornen sind recht
auffällig von einem Kranz sehr heller Haare umstanden, was schon mit
bloßem Auge als helle Punkte zu erkennen ist.
Die Scopula an der vorderen Beinen sind zwar wirklich recht breit,
hatte ich bisher bei Grammostola spp. so auch noch nicht gesehen. Wenn
man aber bei den Bildern von Ondrej genau hinsieht, sieht es auch so
ähnlich aus.
Vlt. bekommt man ja noch eine Exuvie zum vergleichen. http://img40.imageshack.us/img40/130...08spermdor.jpg http://img40.imageshack.us/img40/609...met2dornen.jpg
Hier noch ein Foto, Scopula Metatarsus II. http://img530.imageshack.us/img530/9...n24tarmet2.jpg" Sehr schön, der erste Beweis, dass es sicher eine Grammostola ist. Ich freue mich, hier die aktuelle mail (Aug. 09) von Pedro Avaria einfügen zu dürfen, nach Sichtung meiner Fotos der G. spec.:Zitat: "Zur Sache also:Das Foto des frisch gehäuteten Tieres zeigt eindeutig: Grammostola sp. "Concepción".Ich
weiß nicht, ob die G. sp "Concepción" die einzige Grammostola ist, die
diese Scopula aufweist. Ich weiß aber, dass unter den mir bekannten
Grammostoli (rosea, porteri, mollicoma, aureostriata, actaeon,
musculosa, alticeps, grossa, sp "concepción", sp "Formosa", iheringi,
mendozae, pulchra und vachoni) keine andere Art eine derart verbreitete
Scopula aufweist.Natürlich kannst du Texte von mir zitieren und
nutzen. Es geht ja um das Wohl der Spinnen. Nur glaube ich, dass der
zitierte Text (siehe oben, link zu Text P. Avaria's thread in Arachnophilia) relativ alt ist, denn wir haben einiges von der Art
inzwischen gelernt bzw. verstanden.2007 bekam ich etwa 80 Tiere.
Ich habe sie von vornherein von den vorhandenen 50 oder 60 alten Tiere
getrennt gehalten. Die älteren Tiere waren inzwischen zwei oder mehr
Jahre bei mir. Ich hatte sie nicht verkauf, weil sie "zersaust"
aussahen, sich kaum bewegten und kaum frassen. Sie häuteten sich
nicht, starben aber auch nicht.Die neuen häuteten sich , frassen gut, waren nicht so agressiv. Wir haben sie verpaart und 2008 auch nachgezüchtet.Die ältere Gruppe war also krank.Mit
Boris Striffler sind wir der Meinung, dass die G. sp "Concepción",
deren terra typica die Halbinsel Concepción ist, hochwahrscheinlich die
durch G. Schmidt für ungültig erklärte "alte" Grammostola cala ist.
(Sie war zunächst zum Synonym für G. spatulata und später eben für
ungültig erklärt worden). Die terra typica von G. cala ist eben die
Gegend um Talcahuano, auf der Halbinsel Concepción."
Foto ca. 5 Tage nach Häutung
09.08.09Nun freut mich die "Waldfee" umso mehr ;-) Wenn man die Temperaturen in ihrem Habitat (threat #4) anschaut, kann man sich schon vorstellen, dass sie in unseren Wäldern bestimmt eine zeitlang gut überleben kann. Die concepción durfte in ein besser geeignetes Terri umziehen. Da sie eher träge ist, habe ich einen größeren Terrassenbereich geschaffen und 'bequemere' Ruheplätze, als in dem Quarantäne-Becken.
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