Ramayana

Suite in fünf Sätzen von

Sigi Schwab 

4. Oktober 2008

Ballenhaus

Schongau

 

Mit großer Besetzung beehrte Sigi Schwab das Ballenhaus in Schongau: Neben den bereits von "Percussion Project" bekannten Andreas Keller und Ramesh Shotham hatte er zur Präsentation der von ihm komponierten Ramayana-Suite auch noch eine Holzbläsergruppe, bestehend aus Willy Freivogel, Andreas Vogel und Rainer Schumacher aufgeboten.

Das Ramayana (Ramas Lebenslauf) ist eines der frühesten Sanskrit Epen und neben dem Mahabharata eines der beiden großen indischen Nationalepen. Seine genaue Entstehungszeit ist unklar, sie liegt zwischen dem 4. Jh. v.Chr. und dem 2. Jh. n.Chr.

In dem dem Dichter Valkimi zugeschriebenen Werk, der die bis dato nur mündlich überlieferten Veden zum ersten Mal schriftlich in Versform festhielt, werden Leben und Schicksal des vorbildhaften Prinzen Rama, einer Inkarnation Vishnus, erzählt, der auf die Welt kommt, um diese von dem bösen Dämonen Ravana zu befreien. Die Liebe zu Sita, seiner schönen und edlen Gattin, die ihm in die Verbannung, in die ihn sein Vater schickt, in den Wald folgt, nimmt einen zentralen Raum ein. Sie verbringen eine glückliche Zeit im Einklang mit der Natur und den Tieren des Waldes. Da gelingt es Ravana mit einer List in diesen unberührten Kreis einzubrechen, er entführt Sita auf eine ferne Insel, nach Sri Lanka. Bei dem Versuch der Rückgewinnung Sitas trifft Rama auf den Affenmenschen Hanuman, Sohn des Windgottes, unübertroffen an Sanftmut, Klugheit und Kraft, dessen grenzenlose Loyalität sich als sehr wertvoll im Kampf gegen die Dämonen erweisen sollte. Nur Hanuman war in der Lage, sich zu einer solchen Größe aufzublasen, dass er das Meer mit einem Schritt überschreiten konnte. So findet er Sita, darauf eilt Rama zur Insel, das Heer Hanumans baut ihm eine Brücke aus ihren Leibern, damit er das Meer überqueren kann. Mit Hilfe einer riesigen Anzahl von Affenmenschen und des unfehlbar treffenden Pfeils von Brahma gelingt es Rama, den mächtigen Ravana zu bezwingen und Sita zurückzuerobern. Zurück in Ayodhya besteigt Rama nach einer grossen Siegesfeier den Thron.

Umgesetzt wurde dieses Epos in den fünf Sätzen
- Am Hof von Ayodha
- Leben im Wald
- Hanumans Hilfe
- Rama erobert Sita zurück
- Nach dem Sieg

 

Alle Bilder fotografiert mit Sony alpha 700

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